Pressemitteilung: Vor-Ort-Prüfung der Berliner Jobcenter - Beratung und konsequente Aufklärung gehen Hand in Hand.

Pressemitteilung vom 14.10.2025

Pressemitteilung: 14.10.2025 – 9:12 Uhr
Update: 14.10.2025 – 12:46 Uhr (siehe Textende)

Die Berliner Jobcenter haben heute, am 14. Oktober 2025, gemeinsam eine Vor-Ort-Prüfung in einem Berliner Wohnheim im Bezirk Schöneberg durchgeführt. Unterstützt wurde die Maßnahme von der Polizei Berlin sowie der Familienkasse Berlin-Brandenburg. Ziel der Aktion war es, mit den Bewohner*innen in Kontakt zu treten, Unterstützung anzubieten und Hinweisen auf möglichen Sozialleistungsmissbrauch nachzugehen.

Insgesamt beteiligten sich 18 Mitarbeitende aller Berliner Jobcenter, 21 Einsatzkräfte der Polizei Berlin und 2 Mitarbeitende der Familienkasse Berlin-Brandenburg.

Beratung ermöglichen und Unterstützung anbieten.

Ein Schwerpunkt lag dabei auf der aufsuchenden Beratung: Viele der angetroffenen Personen hatten aus verschiedenen Gründen seit längerem keinen Kontakt zu ihrem Jobcenter. Vermittlungsfachkräfte und Mitarbeitende aus den Leistungsbereichen führten gezielt Gespräche und boten konkrete Unterstützung an, von Hilfe bei der Wohnungssuche über den Übergang in Arbeit bis hin zur Klärung offener Leistungsfragen. Damit setzen die Berliner Jobcenter ihren Ansatz fort: Menschen aktiv erreichen und passgenaue Unterstützung dort anbieten, wo sie benötigt wird.

Sichere Lebensumstände prüfen und Hinweisen auf Betrug und Sozialleistungsmissbrauch nachgehen.

Neben der Beratungsarbeit wurde überprüft, welche Kund*innen tatsächlich in der Unterkunft leben und ob geltende Standards in Kinderschutz, Hygiene und Wohnraumbereitstellung im Allgemeinen eingehalten werden. Ebenso wurde Hinweisen auf Sozialleistungsmissbrauch und unerlaubter Beschäftigung nachgegangen. Der Fokus der Berliner Jobcenter ist klar: Wir wollen Betrugsstrukturen erkennen und unterbinden.

Die Solidargemeinschaft schützen.

Die heutige Aktion zeigt die doppelte Verantwortung der Berliner Jobcenter: Beratung und Unterstützung für die Menschen vor Ort, sowie konsequente Aufklärung möglicher Missbrauchsstrukturen.

Elena Zavlaris, Geschäftsführerin im Jobcenter Berlin Tempelhof-Schöneberg, zugleich Sprecherin der Landesarbeitsgemeinschaft der Berliner Jobcenter: „Wir sind eine Sozialbehörde: Wir wollen Menschen beraten, in Arbeit bringen und Leistungen rechtmäßig auszahlen, für Menschen, die auf unsere Unterstützung angewiesen sind. Gleichzeitig gehen wir jedem Verdacht auf Leistungsmissbrauch und Betrug konsequent nach. So werden wir unserer Verantwortung gerecht, die Steuerzahler*innen zu schützen und nicht zuletzt auch diejenigen, die häufig selbst Opfer betrügerischer Strukturen sind. Hierfür bündeln wir in den Berliner Jobcentern unsere Erfahrungen, um Betrugsmuster früh zu erkennen und gezielt gegenzusteuern. Neben unseren eigenen Außen- und Ermittlungsdiensten oder auch technischen Warnhinweisen, unterstützt uns dabei maßgeblich auch die enge Zusammenarbeit mit den Ermittlungsbehörden. Der Ausbau des digitalen, behördenübergreifenden Datenaustausch kann uns hier künftig noch weiter stärken.“

Erkenntnisse auswerten und verantwortliche Ermittlungsbehörden einbeziehen.

Aufgesucht wurden 70 Personen aus 19 Bedarfsgemeinschaften.

Die heute erhobenen Daten und Erkenntnisse werden nun ausgewertet und das Beratungsangebot im Jobcenter fortgeführt. Unrechtmäßig bezogene Leistungen können zurückgefordert und Verdachtsfälle von Schwarzarbeit und Leistungsmissbrauch an die verantwortlichen Ermittlungsbehörden übergeben werden.

Update; 14.10.2025 - 12:46 Uhr

Aufgesucht wurden 70 Personen aus 19 Bedarfsgemeinschaften.

Angetroffen wurden 19 Personen aus 13 Bedarfsgemeinschaften.

Mit den angetroffenen Personen konnten in 2 Fällen arbeitsmarktliche Vermittlungsgespräche und in 15 Fällen allgemeine Beratungen zu den Unterstützungsmöglichkeiten der Berliner Jobcenter und der aktuellen Lebenssituation geführt werden.