Heute ist in Berlin die Woche der Möglichkeiten gestartet. Eine gemeinsame Initiative der Jobcenter Berlin Lichtenberg, Mitte, Friedrichshain-Kreuzberg und Marzahn-Hellersdorf. Den Auftakt bilden heute die zwei Aktionstage: Der Tag der Möglichkeiten im Jobcenter Berlin Friedrichshain-Kreuzberg und der Markt der Möglichkeiten im Jobcenter Berlin Lichtenberg, gemeinsam mit dem Jobcenter Berlin Marzahn-Hellersdorf. Der Abschluss der Woche folgt am 25. Juni 2025 im Jobcenter Berlin Mitte mit dem Tag der Möglichkeiten am Leopoldplatz.
Begegnung schafft Perspektive.
Heute nutzen viele Menschen mit Flucht- oder Migrationserfahrung die Gelegenheit, um mit Arbeitgebern, Bildungsträgern und Beraterinnen und Beratern aus den Jobcentern ins Gespräch zu kommen. Zwischen Bewerbungsunterlagen, Infozelten und persönlichen Geschichten wurde deutlich: Wer Chancen bietet, schafft Perspektiven.
Cansel Kiziltepe, Senatorin für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung: „Der Zugang zum Arbeitsmarkt ist für Menschen mit Flucht- oder Migrationserfahrung häufig mit Hürden verbunden. Diese Hürden wollen wir abbauen. Deshalb ist die Woche der Möglichkeiten ein tolles Veranstaltungsformat. Das Angebot, persönliche Gespräche zu führen und gebündelte Informationen zu bekommen, macht den Einstieg ins Berufsleben einfacher. Es hilft dabei, Orientierung zu finden und passende Wege zu entdecken. Berufliche Teilhabe sollte für alle möglich sein, denn sie ist ein wichtiger Faktor für die gesellschaftliche Integration.“
Andreas Peikert, Geschäftsführer des Jobcenter Berlin Marzahn-Hellersdorf: „Viele Menschen wollen loslegen und bringen Mut, Neugier und Erfahrung mit. Wir schaffen den Raum, um ins Gespräch zu kommen, Fragen zu klären und Chancen zu erkennen. Mit dieser Aktionswoche zeigen wir, dass Teilhabe nicht abstrakt sein muss. Wir sagen sie beginnt dort, wo jemand gesehen und ernst genommen wird.“
Aktuelle Zahlen verdeutlichen die Herausforderung.
Im Mai 2025 waren in Berlin rund 218.000 Menschen ohne Arbeit, knapp 19.000 mehr als im Vorjahr. Besonders betroffen sind Menschen ohne abgeschlossene Berufsausbildung – bundesweit ist in dieser Gruppe jede fünfte Person arbeitslos. Gerade Menschen mit Einwanderungsgeschichte stoßen auf zusätzliche Hürden wie fehlende Sprachkenntnisse oder langwierige Anerkennungsverfahren. Hier setzt die Woche der Möglichkeiten mit praktischer Unterstützung und niedrigschwelligen Angeboten an.
Ein sichtbares Zeichen für Vielfalt im Rahmen des Berliner Pride Sommers.
Im Rahmen des Berliner Pride-Sommers setzen die Berliner Jobcenter auch ein gestalterisches Zeichen. Zum Tag der Möglichkeiten am Leopoldplatz am 25. Juni wird die Freitreppe vor dem Jobcenter Berlin Mitte in den Farben der Regenbogenfahne gestrichen – temporär, aber deutlich sichtbar. Damit unterstreichen die Berliner Jobcenter ihr Bekenntnis zu Offenheit, Respekt und Vielfalt in der Arbeitswelt.