Mit einer besonderen Aktion rund um den 1. Mai machen die Berliner Jobcenter deutlich: Der Tag der Arbeit kann auch ein Tag für den Einstieg in Arbeit sein. Am 28. und 29. April 2025 zeigen sie beim gemeinsamen Walk-to-Job, wie Jobchancen entstehen – nämlich dort, wo die Jobs sind: direkt in den Betrieben. Und sie machen sichtbar, was in der Statistik oft verborgen bleibt: persönlich beraten, orientieren und Chancen eröffnen.
Insgesamt öffnen zehn Unternehmen aus verschiedensten Branchen ihre Türen für Arbeitssuchende, stellen offene Jobangebote vor, geben Einblicke in den Arbeitsalltag und führen vor Ort Bewerbungsgespräche. Mit dabei sind unter anderem Lidl in Berlin Mitte, die BRAL Reststoff-Bearbeitungs GmbH am Lichtenberger Standort und die Malzfabrik Schöneberg.
„Das ist für uns moderne Arbeitsvermittlung – raus aus den Büros, rein in die Betriebe. Walk-to-Job bringt Menschen mit Unternehmen in unserer Stadt direkt zusammen – ohne Hürden, einfach echter Kontakt mit der Chance auf eine Einstellung,“ sagt Frank-Michael Süß, Geschäftsführer des Jobcenter Berlin Lichtenberg.
Auch Unternehmen profitieren von den persönlichen Gesprächen vor Ort – hier zeigen sich die tatsächlichen Stärken und die Motivation der Jobsuchenden oftmals besser.
Thomas Wagner, Geschäftsführer BRAL Reststoff-Bearbeitungs GmbH: „Auf dem Papier passen Menschen und Stelle nicht immer zusammen. Wenn die Menschen erstmal zu uns kommen, merken wir, ob es passt. Häufig können wir sie dann direkt besser kennenlernen und auch Probearbeiten vereinbaren. Es zählt einfach der Mensch und nicht der Lebenslauf.“
Die Berliner Jobcenter verlassen schon lange die Büros, um Menschen und Arbeit zusammen zu bringen. Mit Initiativen wie Pop-Up-Beratungen in Einkaufszentren, Sprechstunden in Jugendberatungshäusern oder Walk-and-Talks holen sie Menschen dort ab, wo sie stehen.
So gehen die Berliner Jobcenter bewusst neue Vermittlungswege, die auch durch die aktuellen Herausforderungen auf dem Arbeitsmarkt erforderlich sind.