Verfahren der staatlichen Anerkennung privater Hochschulen in Berlin

Altes Dokument mit einem roten Siegel
Bild: B. Wylezich – Fotolia.com

Private Einrichtungen können von der Senatskanzlei – Wissenschaft und Forschung als Hochschule staatlich anerkannt werden. Mit der Anerkennung erwirbt die Eininrichtung das Recht, die Bezeichnung “Hochschule” zu führen, Hochschulstudiengänge durchzuführen, Hochschulprüfungen abzunehmen und Hochschulgrade wie Bachelor und Master zu verleihen. Die an einer staatlich anerkannten privaten Hochschule erworbenen Abschlüsse verleihen dieselben Berechtigungen wie die von staatlichen Hochschulen vergebenen Abschlüsse.

Die staatliche Anerkennung bietet auch die Grundlage für die Beantragung von Ausbildungsförderung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) durch die Studierenden der privaten Hochschulen.

Das Anerkennungsverfahren

Um die staatliche Anerkennung zu erlangen, sind eine Reihe von Voraussetzungen zu erfüllen, die im Berliner Hochschulgesetz aufgeführt sind und deren Vorliegen in einem Anerkennungsverfahren überprüft werden. Das Verfahren beginnt mit einem Erstgespräch, in dem die Bewerberin oder der Bewerber das geplante Vorhaben vorstellt. Danach wird ein Antrag vorgelegt, der das Konzept der zu gründenden Hochschule darstellt und von der Senatskanzlei – Wissenschaft und Forschung anhand der Kriterien und Anforderungen des Berliner Hochschulgesetzes(Berliner Hochschulgesetz geprüft wird.

Bei der Prüfung des Antrags kann die Senatskanzlei – Wissenschaft und Forschung eine gutachterliche Stellungnahme einer externen sachverständigen Institution einholen, die von der Senatskanzlei – Wissenschaft und Forschung bestimmt wird und das vorgelegte Konzept bewertet. In der Regel wird dazu die Konzeptprüfung beim Wissenschaftsrat durchgeführt.

Die staatliche Anerkennung kann ausgesprochen werden, wenn das Vorhaben den Anforderungen des Berliner Hochschulgesetzes genügt.

Ihre Ansprechpartner

Bei Interesse an der Gründung einer privaten Hochschule oder bei sonstigen Fragen zu privaten Hochschulen wenden Sie sich bitte an:

  • Dr. Lilja Székessy

    • Tel.: (030) 9026 – 5170
    • E-Mail
  • Scrållan Kunert

    • Tel.: (030) 9026 – 5171
    • E-Mail
  • Stephan Nitschmann

    • Tel.: (030) 9026 – 5161
    • E-Mail

Beglaubigungen

Haben Sie an einer staatlich anerkannten privaten Hochschule in Berlin studiert und benötigen eine Beglaubigung für das außereuropäische Ausland? Eine Vorbeglaubigung (Legalisation) bestätigt die Echtheit der Unterschriften und des Siegels des Ausstellers. Die Senatskanzlei – WIssenschaft und Forschung beglaubigt Abschriften für Urkunden, Zeugnisse, Immatrikulationsbescheinigungen etc., die von staatlich anerkannten Hochschulen in freier Trägerschaft in Berlin ausgestellt wurden. Dazu muss die Originalurkunde mitgebracht werden. Bitte erkundigen Sie sich vorher, ob die Hochschule die entsprechenden Unterschriftenproben bei der Senatsverwaltung hinterlegt hat.

Wenn Sie eine Beglaubigung benötigen, melden Sie sich per E-Mail bei:

Thomas Rücker

  • Tel.: (030) 9026 – 5175
  • E-Mail

Bitte beachten Sie: Dies gilt nur für private Hochschulen. Für die Vorbeglaubigung von Diplomen der staatlichen Hochschulen ist die jeweilige Hochschule zuständig, die Ihr Zeugnis ausgestellt hat.

Einrichtung von Zweigstellen von staatlichen oder staatlich anerkannten Hochschulen eines anderen Staates oder eines anderen Bundeslandes

Wenn eine staatliche oder staatlich anerkannte private Hochschule eines anderen Staates oder eines anderen Bundeslandes eine Zweigstelle in Berlin einrichten möchte, so ist dies grundsätzlich möglich. Allerdings darf sie dann ihre Tätigkeit (Durchführung von Hochschulstudiengängen, Abnahme von Hochschulprüfungen und Vergabe von akademischen Graden) nur nach dem Recht ihres Sitzlandes ausüben. Die Hochschule muss dieses Sitzland in ihrem Geschäftsverkehr neben ihrem Namen und ihrer Rechtsform immer nennen.

Wenn eine Hochschule in Berlin Studiengänge in Kooperation mit einer Einrichtung durchführen möchte, die ihrerseits keine Hochschule ist, so hat diese nicht-hochschulische Einrichtung im geschäftlichen Verkehr bei allen Handlungen, die mit den Studiengängen zusammenhängen, darauf hinzuweisen, dass die Studiengänge nicht von ihr, sondern von der validierenden Hochschule angeboten werden.

Die Aufnahme der Tätigkeit als Hochschule in Berlin muss der Senatskanzlei – Wissenschaft und Forschung schriftlich angezeigt werden. Im Einzelfall kann die Senatskanzlei – Wissenschaft und Forschung einen Nachweis über die Berechtigung der Hochschule verlangen, sich nach dem Recht des Sitzlandes Hochschule zu nennen.