Universitäten

Die Berliner Wissenschaftslandschaft – vom Erstsemester bis zum Exzellenzcluster: Rund 100.000 Menschen, etwa ein Fünftel davon aus aller Welt, studieren in fast 700 Studiengängen an den vier großen Universitäten Berlins. Rund 20.000 Personen forschen und lehren hier: Professorinnen und Professoren, Dozentinnen und Dozenten, Lehrbeauftragte und wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie studentische Tutorinnen und Tutoren.

Die Berliner Universitäten kooperieren in Lehre und Forschung mit weit über tausend internationalen Partnerhochschulen. Vom Studierendenaustausch bis zur Promotion, von der Feldforschung bis zum internationalen Forschungskonsortium: Mit der Anzahl an ausländischen Gastwissenschaftlerinnen und Gastwissenschaftlern belegen die Freie Universität Berlin und die Humboldt-Universität zu Berlin bundesweit Spitzenplätze.

Freie Universität Berlin

Bildvergrößerung: Philologische Bibliothek der Freien Universität Berlin
Philologische Bibliothek Bild: David Ausserhofer - FU Berlin

Die Freie Universität Berlin, 1948 mit internationaler Unterstützung im Westteil Berlins gegründet, bildet das Herzstück der Wissenschaftslandschaft im Südwesten der Stadt. Das Profil der Freien Universität Berlin ist geprägt von den Geistes- und Sozialwissenschaften, den Naturwissenschaften und der Medizin. Bundesweit einmalig sind die Zentralinstitute für Nordamerika, Osteuropa und Lateinamerika sowie das breite Angebot “kleinerer Fächer” wie Judaistik und Theaterwissenschaft. Die Freie Universität Berlin wurde für ihr Zukunftskonzept einer “International Network University” und für vier eigene Graduiertenschulen in der Exzellenzinitiative ausgezeichnet. Gemeinsam mit der Humboldt-Universität verantwortet sie zwei Exzellenzcluster und zwei weitere Graduiertenschulen.

Humboldt-Universität zu Berlin

Bildvergrößerung: Haupteingang Unter den Linden der Humboldt-Universität zu Berlin
Haupteingang Unter den Linden Bild: Heike Zappe CC BY-SA 3.0

Die vor rund 200 Jahren gegründete Humboldt-Universität zu Berlin in Berlin-Mitte hat unter ihren verschiedenen Namen eine wechselvolle Geschichte. Das Fächerspektrum der Humboldt-Universität zu Berlin umfasst die Geistes- Sozial- und Kulturwissenschaften sowie die Humanmedizin und die Agrarwissenschaften. Hinzu kommen die mathematisch-naturwissenschaftlichen Institute, die in Adlershof konzentriert sind – in enger Nachbarschaft und in regem Austausch mit Forschungseinrichtungen und technologierorientierten Unternehmen. In der Exzellenzinitiative wurde die Universität 2012 für ihr Zukunftskonzept “Bildung durch Wissenschaft: Persönlichkeit – Offenheit – Orientierung” sowie für einen Exzellenzcluster und zwei eigene Graduiertenschulen ausgezeichnet. Zwei weitere Exzellenzcluster und zwei Graduiertenschulen führt sie in Zusammenarbeit mit der Freien Universität.

Technische Universität Berlin

Bildvergrößerung: Campus der TU Berlin_Blick vom Ernst-Reuter-Platz
Blick auf den Campus vom Ernst-Reuter-Platz Bild: TU-Pressestelle / Böck

Die Technische Universität Berlin in Charlottenburg ging aus verschiedenen königlichen Akademien und technischen Hochschulen hervor. Ab 1946 war sie die erste technische Hochschule Deutschlands, die sich Universität nennen durfte. An der TU Berlin wird – anders als den meisten technischen Hochschulen in Deutschland – neben den Schwerpunkten in den Ingenieur- und Naturwissenschaften auch in den Planungs-, Geistes-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften gelehrt und geforscht. Die TU Berlin ist Sprecherhochschule eines Exzellenzclusters und einer Graduiertenschule.

Universität der Künste Berlin

Bildvergrößerung: Gebäude in der Hardenbergstraße der Universität der Künste Berlin
Gebäude in der Hardenbergstraße Bild: Bjoern Wilck, 2014

Die Universität der Künste Berlin hat sich mit ihren Fakultäten für Bildende Kunst, Gestaltung, Musik und Darstellende Kunst in ihrer 300-jährigen Geschichte als Akademie und Kunst-Hochschule zu einer einzigartigen künstlerischen und wissenschaftlichen Begegnungsstätte etabliert. Sie bietet an den vier Fakultäten sowie dem Zentralinstitut für Weiterbildung/ Berlin Career College über 70 künstlerische, kunstwissenschaftliche und kunstpädagogische Studiengänge an. Dabei übernimmt die Universität der Künste auch die wichtige Aufgabe, Kunst- und Musiklehrkräfte auszubilden. Neben der Universität Potsdam ist sie die einzige Hochschule in Berlin und Brandenburg, an der man diese Fächer mit Lehramtsoption studieren kann. Mit über 600 Veranstaltungen im Jahr trägt sie maßgeblich zum kulturellen Leben der Stadt bei. Gemeinsame Projekte und Institute bestehen mit den weiteren Kunsthochschulen des Landes.

Charité - Universitätsmedizin Berlin

Gemeinsam sind die Freie Universität Berlin und der Humboldt-Universität zu Berlin die Träger der Charité – Universitätsmedizin Berlin mit der Medizinischen Fakultät und dem Universitätsklinikum.