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Aktuelles zum Pflanzenschutz

9. Juni 2021

Bildvergrößerung: Blattnervenkrankheit Platane
Blattnervenkrankheit Platane
Bild: Pflanzenschutzamt Berlin

Blattnervenkrankheit der Platane

Unter den Platanen sind bereits jetzt trockene Blätter sichtbar. Bei einem Blick in die Krone können braune, begrenzte Flecken entlang der Blattnerven auf den Blättern und welk herunterhängende Triebe festgestellt werden.

Hierbei handelt es sich um die Blattnervenkrankheit, Blattbräune oder Anthraknose der Platane, hervorgerufen durch den Pilz Apiognomonia veneta. Begünstigt durch die eher kühle und feuchte Witterung tritt die Krankheit in diesem Jahr verstärkt auf.

Der Pilz wandert über Knospen, Blattnarben oder kleinere Ästchen in den Endtrieb ein. Die Folge ist eine plötzliche Welke der bereits ausgetriebenen Blätter. Auch wenn manche Platanen dadurch kein ansehnliches Bild abgeben, wird der Schaden durch den Blattverlust im Laufe des Sommers i.d.R. durch den Neuaustrieb kompensiert, sodass keine nachhaltigen Schäden zu erwarten sind. Zur Unterstützung können, dort wo möglich, zusätzliche Wassergaben bei Trockenheit hilfreich sein.

3. Juni 2021

Bildvergrößerung: Junge Eichenprozessionsspinnerraupen behaart links und Gespinstmottenraupen unbehaart rechts
Junge Eichenprozessionsspinnerraupen behaart links und Gespinstmottenraupen unbehaart rechts
Bild: Pflanzenschutzamt Berlin

Gespinstmotte oder Eichenprozessionsspinner

Der Eichenprozessionsspinner ist meist – wie der Name der Raupen verrät – nur an Eichen zu finden. Nicht jedoch auf Sträuchern und Büschen.
Das Farbspektrum der Raupen geht je nach Entwicklungsstadium von orangebraun im ersten Raupenstadium bis zum letzten mit dunklem Streifen auf dem Rücken und seitlicher graublauer Färbung mit heller, gelblich gefärbter Bauchunterseite. Sie sind schon ab dem ersten Larvenstadium behaart, bilden jedoch erst zum Ende des dritten Raupenstadium die gesundheitsgefährdenden Brennhaare aus.

Gespinstmotten bilden Nester, die komplette Bäume und vor allem Büsche wie weiße Schleier überziehen. Sie befinden sich häufig auf Traubenkirschen, aber auch auf Weißdorn, Pfaffenhütchen, Pappeln und Weiden. In Ausnahmefällen können auch Obstbäume betroffen sein.
Die kleinen Raupen sind im Gegensatz zu den Eichenprozessionsspinnern komplett unbehaart, gelblich gefärbt mit schwarzen Punkten und für den Menschen ungefährlich.

20. Mai 2021

Bildvergrößerung: Komplett eingesponnenes Gehölz
Komplett eingesponnenes Gehölz
Bild: Pflanzenschutzamt Berlin

Gespinstmotten

An verschieden Gehölzen (Pfaffenhüttchen, Weißdorn, Schlehe) sind zurzeit stark eingesponnene Gehölzteile zu beobachten. In deren Inneren befinden sich zahlreiche weißliche Raupen mit schwarzen Flecken. Die Raupen fressen geschützt in den Gespinsten und können ein Gehölz kahlfressen. Diese treiben in der Regel im nächsten Jahr wieder aus.

Sind die Gespinste erst einmal auffällig, so ist es für eine Bekämpfung zu spät. Günstig ist es, die Nester mit den Raupen so früh wie möglich herauszuschneiden und zu vernichten. Eine gesundheitliche Gefährdung geht von diesen Gespinsten und den Raupen nicht aus.

28. April 2021

Bildvergrößerung: Monilia an Sauerkirsche
Monilia an Sauerkirsche
Bild: Pflanzenschutzamt Berlin

Monilia-Spitzendürre

Die Feuchtigkeit zur Blüte von Mandelbäumchen und einigen frühblühenden Prunus-Arten hat bereits zu Infektionen durch die Monilia-Spitzendürre geführt. Die Spitzendürre wird durch den Pilz Monilinia laxa hervorgerufen.

Bei kühler feuchter Witterung dringt dieser Pilz über die Blüte in den Trieb ein und es kann in der Folge zu Rücktrocknungen der Triebe kommen. Besonders häufig leiden Ziermandel-Sträucher darunter. Sind die Triebe trocken, so sollte ein Schnitt bis ins gesunde Holz erfolgen

Betroffen sind neben Mandelsträucher besonders Sauerkirschen und Japanische Zierkirschen.

8. April 2021

Bildvergrößerung: Buchsbaumzünsler im Überwinterungsgespinst am Buchsbaum
Buchsbaumzünsler im Überwinterungsgespinst am Buchsbaum
Bild: Pflanzenschutzamt Berlin

Buchsbaumzünsler

Buchsbäume sollten jetzt unbedingt auf einen Befall mit dem Buchsbaumzünsler hin kontrolliert werden, damit ein Anfangsbefall nicht übersehen wird.

22. März 2021

Bildvergrößerung: Rindennekrose: abgestorbene Knospen an Aprikose
Rindennekrose: abgestorbene Knospen an Aprikose
Bild: Pflanzenschutzamt Berlin

Frostschäden

Die tiefen Temperaturen vom Februar haben an unterschiedlichen Pflanzen und Gehölzen ihre Spuren hinterlassen. Blumenzwiebeln weisen teilweise verbräunte Blattspitzen auf. Mediterrane Kräuter wie Rosmarin, Thymian, Lavendel u.a. weisen ebenfalls starke Trockenschäden auf, die auf den Frost zurückzuführen sind. Empfindliche Obstgehölze wie Pfirsich, Aprikose und Nektarine sind ebenfalls je nach Standort stark betroffen.
Einige niedrigwachsende Zierghölze, wie Berberis, Cotoneaster weisen starke Verbräunungen / Rücktrocknungen auf.