Henkel: Bürger sollen sich im Kampf gegen Gewalt engagieren
Berlins Innensenator Frank Henkel (CDU) hat sich besorgt über die zunehmende Brutalität von Gewalttaten geäußert. «Auch früher hat es Auseinandersetzungen gegeben», schrieb der CDU-Politiker in einem Gastbeitrag für den «Tagesspiegel» (Samstag). «Aber viele Taten, über die wir heute, gefühlt fast täglich, lesen, wenn wir die Zeitungen aufschlagen, gehen weit darüber hinaus.» Die letzte Hemmschwelle sei verloren gegangen, Waffen säßen lockerer. Von Opfern würde auch dann nicht abgelassen, wenn sie am Boden lägen.
Henkel ist besorgt über brutale Gewalttaten. Foto: Robert Schlesinger/Archiv
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Zugleich rief Henkel Bürger, Vereine und Religionsgemeinschaften dazu auf, nicht wegzuschauen, wenn sich Dinge in die falsche Richtung bewegten. Junge Menschen müssten in ein gesellschaftliches Wertegefühl zurückgeholt werden. «Polizei und Justiz können diese Aufgabe, die auch einen gesellschaftlichen Erziehungsauftrag beinhaltet, allein nicht bewältigen», betonte der Innensenator.
Anfang des Monats sorgte der Mord an einem 22-Jährigen in Neukölln für Aufsehen. Ein Unbekannter schoss auf den jungen Mann und vier Begleiter. Zwei Jugendliche wurden lebensgefährlich verletzt. Von dem Täter fehlt jede Spur. Davor hatte im der Fall eines 18-Jährigen viele erschüttert, der bei einem Gerangel erstochen wurde.
Quelle: dpa
Aktualisierung: Samstag, 14. April 2012 17:17 Uhr
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