rbb Abendschau-Serie

Die Porträtausstellung des Themenjahres 2013 – Zerstörte Vielfalt befasst sich u.a. mit Schicksalen von Kulturschaffenden und Politikern unter dem National-sozialismus. Die rbb Abend- schau berichtete vom 3.-9. Februar jeden Abend über eine Biografie der Säulen- ausstellung. Zu den Videos gelangen Sie
hier.
Weitere Informationen
zu den Rahmendaten des Themenjahres 2013 finden Sie hier:
Mehr zu den Veranstaltungen
im Themenjahr 2013 finden Sie unter anderem unter dem Hauptmenü Partner oder Veranstaltungen.
Rund 200 Porträts
von Menschen, die die Vielfalt Berlins beispielhaft mit geprägt haben, finden Sie unter dem Menüpunkt Porträts.
Vermittlungsangebote
Hier gelangen Sie zu den Vermittlungsangeboten des Themenjahres inkl. Führungen zu ausgewählten Themen, extra Angebote für Kinder etc.
Das Themenjahr 2013 „Zerstörte Vielfalt“
Anlass des Berliner Themenjahres 2013 ist der 80. Jahrestag der Machtübertragung an die Nationalsozialisten 1933 und der 75. Jahrestag der Novemberpogrome des Jahres 1938. Beide Daten haben für Berlin eine herausgehobene Bedeutung. Als Reichshauptstadt war Berlin Schauplatz der Machtübernahme und der nachfolgenden gewaltsamen Etablierung der Diktatur. Als jüdische Metropole mit rund 160.000 jüdischen Bürgern war die Stadt zugleich von den Auswirkungen der Judenverfolgung besonders stark betroffen. Die Ernennung Hitlers zum Reichskanzler im Januar 1933 bildete den Ausgangspunkt für die systematische Verfolgung der Juden, die 1938 im Pogrom und schließlich in den Massendeportationen im Herbst 1941 und dem Holocaust gipfelte.
Im Themenjahr 2013 soll der Vielfalt des Lebens in der Weltstadt Berlin und deren Zerstörung im Nationalsozialismus mit zahlreichen Aktivitäten gedacht werden, mit denen etliche Berliner Institutionen wie Museen, Gedenkstätten, Archive, Universitäten, Kirchen, die Jüdische Gemeinde, der Landesverband der Sinti und Roma, die Geschichtsinitiativen und Kultureinrichtungen der Stadt ebenso wie Unternehmen und Gewerkschaften jeweils einen spezifischen Aspekt beitragen.
Das Deutsche Historische Museum wird mit einer Portalausstellung zur nationalsozialistischen Machteroberung im Januar das Themenjahr 2013 eröffnen. Bis zum 9. November, an dem Berliner Jugendliche mit einem symbolischen Akt gegen Verfolgung und Ausgrenzung von „Anderen“ Stellung beziehen, werden zahlreiche kulturelle Veranstaltungen sowohl an die bedeutende Rolle jüdischen Lebens in der Stadt als auch an Verfolgung und Massenmord, Verlust und Leid von Juden und anderer ausgegrenzter Gruppen wie Roma und Sinti, Homosexuellen, behinderten Menschen oder sogenannten „Gemeinschaftsfremden“ erinnern.
Im Mittelpunkt aller Aktivitäten steht die Erinnerung an Menschen, an jene Berlinerinnen und Berliner, die zur Vielfalt der Stadt beigetragen haben: Publizisten, Kulturschaffende und Wissenschaftler ebenso wie kleine Gewerbetreibende, Arbeiter und Migranten aus Osteuropa, Nachbarn aus Charlottenburg und Schöneberg ebenso wie aus Friedrichshain, Reinickendorf oder Spandau. Deren alltägliches Leben, das Berlin als Stadt indessen besonders machte, ebenso wie deren Ausgrenzung und Verfolgung nach 1933 bilden den Kern des Themenjahrs 2013.
Berlin ist heute stolz auf seine wiedergewonnene Vielfältigkeit und erinnert 2013 an die einstige und von den Nationalsozialisten zerstörte Vielfalt, weil es gilt, diese Offenheit, Toleranz und Pluralität zu schützen und immer wieder neu zu gewinnen.
Autor: Prof. Dr. Michael Wildt
Das Geleitwort zum Themenjahr 2013 des Regierenden Bürgermeisters von Berlin.

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