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Research Ecologies IN RELATION

Projekteinblicke & Kolloquium

Linke Seite: grüne Schrift auf weißem Hintergrund "equal ACT Artistic Research Make it feminist!" Rechte Seite: Graues gespaltenes Ei, "research ecologies

– Linke Seite: grüne Schrift auf weißem Hintergrund "equal ACT Artistic Research Make it feminist!" Rechte Seite: Graues gespaltenes Ei, "research ecologies

Session #2 mit DR. LISA GLAUER & DR. ANNE KURR
Projekteinblicke von IVANA PAPIĆ, NILRA ZORALOGLU und SONYA SCHÖNBERGERFür die zweite equalACT Session kommt equalACT mit dem Berlin Centre for Advanced Studies in Arts and Sciences (BAS) zusammen. Das BAS ist Teil der UdK Berlin und bringt dort verschiedene postgraduale Studienangebote, Promotionen, Habilitationen und Forschungsvorhaben zusammen. Aktuell finden regelmäßig die Forschungskolloquien Research Ecologies statt, wo sich wissenschaftlich und künstlerisch Forschende begegnen, um sich über ihre Arbeiten auszutauschen.
Anmeldung per Mail über . Bitte angeben, ob Sie am ersten, zweiten oder an beiden Programmpunkten teilnehmen wollen!! 
TEIL 1 / 10 - 13 Uhr (englisch/deutsch)
Die Session beginnt mit der Künstlerin und Wissenschaftlerin Dr. Lisa Glauer und der Kuratorin, Künstlerin und Kunstvermittlerin Dr. Anne Kurr. Sie leiten die Session ein und geben Impulse zum kollaboratorischen Arbeiten und künstlerischer Forschung. 
Narrenschiff: collaborative and performative drawing experiment mit Dr. Lisa GlauerAn einer fahrbaren Vorrichtung sind Mal- und Zeichenwerkzeuge sowie vier Seile angebracht; weiteres Zeichenmaterial liegt in der Nähe. Die Teilnehmenden entscheiden gemeinsam über das weitere Vorgehen, indem sie an den Seilen ziehen und so Spuren auf Papier oder Leinwand hinterlassen. Neben der Wahl eines Motivs – etwa eines Bildes, Zeichens, Wortes oder einer Erinnerung – besteht die größte Herausforderung darin, umfassende Anweisungen zu formulieren und die Bewegungen zu koordinieren; dies regt zu einem offenen Austausch an. Dem Experiment geht eine Aufwärmübung voraus.Research Ecologies – Formen des Zusammenseins in aktuellen autoritären Dynamiken mit Dr. Anne KurrIn dem Workshop sprechen wir gemeinsam über das Potential von strukturellen Formaten wie den Research Ecologies, um sich gegenseitig zu stärken und gemeinsam zu handeln. Darüber hinaus wollen wir diskutieren, welche Möglichkeitsräume gerade in kollektiven Prozessen in künstlerischer Forschung eröffnet werden können, um aus den Künsten heraus demokratiefördernd zu wirken.Die Kollquiumsreihe Research Ecologies des Berlin Centre for Advanced Studies in Arts and Science (BAS) der UdK Berlin versteht sich als eine kuratierte Ökologie des Zusammenseins. Darunter ist ein gemeinsamer Raum zu verstehen, in dem sich wissenschaftlich und künstlerisch Forschende begegnen, um sich über Schnittstellen und Irritationen ihrer Untersuchungen auszutauschen. Der Peer-to-peer Austausch erprobt alternative Formen von Wissensaustausch und versucht durch niedrigschwellige Zugänge ein offenes Sprechen über Umwege und Ungelöstes zu ermöglichen. Doch was bedeutet dies in aktuellen autoritären Dynamiken und Rollbacks in gesellschaftlichen Feldern und Themen, die insbesondere in der künstlerischen Forschung einen großen Stellenwert einnehmen: Dies gilt für queer-feministische und dekoloniale Fragestellungen, Fürsorge, Anti-Diskriminierung, Intersektionale Perspektiven, Migration und Dislokation und viele mehr. Zu den Unsicherheiten in der Forschung darüber, was wie kritisch untersucht und benannt werden kann, kommen für viele Forschende im Alltag Ängste, Bedrohungen und Barrieren hinzu. 
DR. LISA GLAUER arbeitet in den Bereichen Malerei, Druckgrafik, Installation, sozial engagierte Kunst und Performance. Glauers thematischer Schwerpunkt liegt auf einer Vielzahl von Themen, die von Erinnerung über Materialität, Pädagogik und künstlerische Forschung bis hin zum Absurden reichen, und die sie in unterschiedlichen Formaten wie Installation, Performance, Malerei und Kunst im öffentlichen Raum umsetzt. Sie hat ihre Arbeiten unter anderem im HKW in Berlin, in der Agora, auf der Athener Biennale, im IMAC – Instituto Municipal de ArteCalle in Tijuana, Mexiko, im Goethe-Institut in Budapest und im Experimental Drawing Studio der UC San Diego ausgestellt.
DR. ANNE KURR ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Teilbereich „Kunst als öffentliche Praxis in gesellschaftlichen Transformationsprozessen“ an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig und forscht zu künstlerischen Praktiken des Widerstehens in Zeiten autoritärer Dynamiken. Zuvor war sie Koordinatorin der Hybrid Plattform, einem inter- und transdisziplinären Kooperationsprojekt der UdK und TU Berlin. An der UdK lehrte sie im Studium Generale und initiierte zusammen mit dem Berlin Centre for Advanced Studies in Arts and Science das Kolloquium Research Ecologies für Nachwuchswissenschaftler*innen und Künstler*innen. Des Weiteren arbeitet Anne Kurr als unabhängige Kuratorin, Künstlerin und Kunstvermittlerin an der Schnittstelle zwischen Kunst, Geschichte und Kulturwissenschaften, unter anderem für das Goethe-Institut, die staatlichen Museen zu Berlin sowie für NGOs und Offspaces.

TEIL 2 / 14- 17 Uhr (englisch)
Am Nachmittag geben Teilnehmende der Research Ecologies Einblicke in ihre Projekte. Zu Gast sind Ivana papić, Nilra Zoraloglu und Sonya Schönberger.
IVANA PAPIĆ ist eine kroatische Multimedia-Künstlerin und Forscherin, Kunstvermittlerin und Verfechterin invasiver Pflanzen. Mit Hilfe von Fotografie, Ton, Objekten und Poesie schafft sie vielschichtige Installationen, die zur Interaktion mit dem Publikum anregen sollen. Seit 2021 konzentriert sich Papićs künstlerische Forschung auf invasive oder verwilderte Pflanzen, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf dem Götterbaum (Ailanthus altissima) liegt. In ihrer laufenden Projektreihe „The Wild Walnut“ erforscht sie ihr weibliches Erbe anhand der fünf menschlichen Sinne, wobei sie die zeitgenössische Bedeutung der Konzepte von Identität und Zugehörigkeit hinterfragt und die komplexen Beziehungen zwischen Mensch und Natur untersucht.
NILRA ZORALOGLU ist Architektin, Künstlerin und Forscherin und arbeitet an der Schnittstelle von Architektur, Ökologie und Bodenforschung. Sie absolvierte an der Humboldt-Universität zu Berlin: M.Sc. Design Research Program. Zu ihren Arbeiten zählen Workshops wie „Trace Matter: A Slow Encounter with the Urban Soil“ (Kopenhagener Architekturfestival, 2025) und „Bodenchromatographie“ (Kunsthochschule Berlin-Weißensee, 2025) sowie die Teilnahme an Symposien und Ausstellungen zu den Themen Boden, Abbaugebiete und städteökologischer Wandel.
SONYA SCHÖNBERGER ist eine in Berlin lebende Künstlerin, deren Praxis sich mit biografischen Brüchen vor dem Hintergrund politischer oder gesellschaftlicher Umbrüche beschäftigt. Ausgangspunkt ihrer künstlerischen Auseinandersetzung sind die Menschen selbst, die in biografischen Gesprächen von ihren Erfahrungen erzählen. Auf diese Weise sind Archive entstanden; zugleich fließen bereits bestehende, teils gefundene Archive in ihre Arbeit ein. 2018 initiierte sie in Zusammenarbeit mit dem Stadtmuseum Berlin das „Berliner Zimmer“, ein langfristig angelegtes Videoarchiv, das auf den Geschichten von Menschen in Berlin basiert. Dieses Archiv umfasst mittlerweile über 180 Interviews und hat eine Laufzeit von hundert Jahren.Weitere Infos auf der equalACT-Projektseite.ARTISTIC RESEARCH – make it feminist! equalACT ist ein Verbundprojekt der HfS Ernst Busch und UdK Berlin und wird gefördert vom Berliner Chancengleichheitsprogramm (BCP). equalACT fördert Frauen und tin* Personen, die Gender, Diversität und Antidiskriminierung mit künstlerischer Forschung verbinden.

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