Aktuelle Sprache: Deutsch

Perfection

Karte

Es folgt eine Kartendarstellung. Karte überspringen

Zum Stadtplan

Ende der Karte.

Verkehrsanbindungen

5 weitere Termine

Teil von:

Perfection

Nach dem Roman von Vincenzo Latronico

  • Foto: Lee Everett Thieler – Eine Person mit Glatze, in hellem Outfit, stehen vor einem verschlossenen Tor mit Koffer. Auf dem Ruecken steht "INTERNATIONAL NOBODY".

    Foto: Lee Everett Thieler – Eine Person mit Glatze, in hellem Outfit, stehen vor einem verschlossenen Tor mit Koffer. Auf dem Ruecken steht "INTERNATIONAL NOBODY".

  • Foto: Lee Everett Thieler – Zwei Personen lehnen an einer steinernen Struktur, tragen weiße Shirts mit der Aufschrift "BODY". Weitere sitzende Personen unten im Bild.

    Foto: Lee Everett Thieler – Zwei Personen lehnen an einer steinernen Struktur, tragen weiße Shirts mit der Aufschrift "BODY". Weitere sitzende Personen unten im Bild.

  • Foto: Lee Everett Thieler – Person mit T-Shirt "BODY" an Metallgeländer, im Hintergrund großes Shirt mit "SOMEWHERE" hängend.

    Foto: Lee Everett Thieler – Person mit T-Shirt "BODY" an Metallgeländer, im Hintergrund großes Shirt mit "SOMEWHERE" hängend.

  • Foto: Lee Everett Thieler – Bühne mit einem großen T-Shirt mit der Aufschrift "SOMEWHERE" darüber, umgeben von sitzendem Publikum. Bühne mit Personen in weißen T-Shirts.

    Foto: Lee Everett Thieler – Bühne mit einem großen T-Shirt mit der Aufschrift "SOMEWHERE" darüber, umgeben von sitzendem Publikum. Bühne mit Personen in weißen T-Shirts.

Für gefühlt ein Vierteljahrhundert war Berlin mit seinen scheinbar unerschöpflichen Ressourcen von Raum und Zeit eine Experimentierbühne für Lebensentwürfe von Menschen aus aller Welt. Großstädtische Freiräume, selbst Überbleibsel bewegter Geschichte, wurden als temporäre Galerien, Party-Locations und billiger Wohnraum entdeckt und verwandelten sich mit der Zeit in austauschbare Oberflächen und Spekulationsobjekte mit frisch gestrichenen Fassaden. Nicht nur leerstehende Immobilien, sondern auch ihre Bewohner*innen und Besucher*innen, die brachliegende Gebäude für kurze Zeit mit ihrem kulturellen Kapital aufwerten durften.Im Mittelpunkt von Vincenzo Latronicos Roman Die Perfektionen, im letzten Jahr für den Booker Prize nominiert, stehen Anna und Tom. Sie sind Mitte der Nullerjahre aus dem Süden Europas hierhergekommen, um der Enge ihrer Heimat zu entfliehen. Angezogen von digital erzeugten Designs, die Selbstverwirklichung und eine idealisierte Form von Zeitgenoss*innenschaft versprechen, müssen sie sich immer mehr damit arrangieren, dass sich solche Bilder genau dann auflösen, wenn sie beginnen, Wirklichkeit zu werden.Die Stadt wird zum Schauplatz von Einsamkeit und transzendentaler Obdachlosigkeit: Freiheit und Selbstverwirklichung scheinen jederzeit greifbar. Gleichzeitig ist den Akteur*innen jeder sinnstiftende Zusammenhang von Individuum, Welt und Geschichte abhandengekommen. In der Erlebniswelt von Anna und Tom verschwimmen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Genauso wie der „Osten“ und „Westen“ Berlins. Waren die Versprechen maßgeschneiderter Lebensentwürfe auf Individualität nur der Beginn der Anpassung an eine neue Gleichförmigkeit?Drei Jahre nach Anna und Tom zog im Jahr 2007 auch die in München geborene Regisseurin Anta Recke nach Berlin, um dort zu leben und ihren Schulabschluss zu machen. Heute zählt sie zu den markantesten Stimmen des deutschsprachigen Gegenwartstheaters, bekannt für eindringliche Bildwelten und kühne konzeptuelle Setzungen.Für ihre Inszenierung Perfection hat Recke gemeinsam mit der bildenden Künstlerin und Architektin Marta Dyachenko eine Arena entworfen, in der sich die Blickrichtungen aller Anwesenden frei bewegen können. Als Gegenentwurf zu sorgfältig kuratierten Instagram-Realitäten zeigt sich das Theater als ein Ort der Versammlung, an dem das Angeglotzte selbstverständlich zurückglotzt.Der Prater an der Kastanienallee selbst – mit seiner Geschichte als ehemaliges Volkstheater und als Gegenstand eines Immobilienstreits – wird zum eigenständig Bezüge schaffenden Metabühnenbild für die Inszenierung von Perfection. Zehn Jahre lang war der Prater renovierungsbedingt geschlossen. Nun ist er fix und fertig saniert, Rekonstruktion und Museumsstück einer untergegangenen Welt. Es ist 2026, die Volksbühne kehrt nun in das erinnerungsträchtige Gebäude zurück. Wer ist noch da? Wer längst gegangen? Wer wird kommen? Und bezogen auf Berlin und Deutschland insgesamt: Wer darf heute und in Zukunft noch kommen?

Künstler/Beteiligte: Inga Busch (mit), Ted Gaier (mit), Marie Goyette (mit), Benjamin Radjaipour (mit), Damian Rebgetz (mit), Joyce Sanhá (mit), Anta Recke (Regie), Marta Dyachenko (Bühne), Pola Kardum (Kostüm), Anta Recke (T-Shirt Konzept), Sebastian Mähler (Lichtdesign), Ted Gaier (Musik), Christoph Gurk (Dramaturgie), Leonie Jenning (Dramaturgie), Wibke Storkan (Movement Coach), Lucie Wiese (Regieassistenz), Runzhi Ye (Bühnenbildassistenz), Amir Baltić (Bühnenbildassistenz), Djuna Reiner (Kostümassistenz), Deborah Herold (Soufflage), Jocelyn Clark (Regiehospitanz), Irène Grenon (Dramaturgiehospitanz), Stella Liebenberg (Bühnenbildhospitanz), Elise Urban (Kostümhospitanz)

Alternative Veranstaltungen

Rendez-vous mit André Herzberg | Talkabend mit Ulli Zelle

„Zwischen Aufruhr und Aufbruch – André Herzberg über Musik, DDR und das Heute“ „Rendez vous im Centre Bagatelle“ ist die regelmäßig stattfindende Gesprächs und Begegnungsreihe mit prominenten Persönlichkeiten aus Kultur, Politik, Literatur und Fernsehen.... mehrzu: Rendez-vous mit André Herzberg | Talkabend mit Ulli Zelle

Nächster Termin:
Rendez-vous mit André Herzberg
Termin:
Mittwoch, 11. November 2026, 19:30 Uhr
Ort:
Kulturhaus Centre Bagatelle e.V
Adresse:
Zeltinger Straße 6, 13465 Berlin-Kreisfreie Stadt Berlin
Preis:
ab 23,69 €

Rob Fleming & Band - These Modern Architects

Manche Songs klingen, als hätte jemand die Stadt in Noten gefasst. Authentisch, eingängig, klug – und live noch besser als auf Platte. Rob Fleming schreibt Geschichten, die auf Melodien gebettet sind, die man nicht mehr loswird. Die Songs treffen, wo... mehrzu: Rob Fleming & Band - These Modern Architects

Nächster Termin:
Rob Fleming & Band
Termin:
Mittwoch, 11. November 2026, 19:30 Uhr
Ort:
Art Stalker
Adresse:
Kaiser-Friedrich-Straße 67, 10627 Berlin-Charlottenburg
Preis:
ab 14,61 €

Mehr Veranstaltungen der Kategorie "Vermischtes" anzeigen…

Fragen zum Veranstaltungskalender beantwortet unsere Hilfe. Nutzungsbedingungen finden Sie unter Informationen zu unseren Partnern und Nutzungsbedingungen.