Wenn der Mythos der Medusa von Angst erzählt, dann beginnt das transnationale Projekt MEDUSA mit der Frage, wie diese Ängste heute weiter wirken. Und ob zeitgenössische Dramatik dazu beitragen kann, sie zu überwinden und neue Wege für Dialog und Wissenstransfer zu eröffnen.Sechs Theatertexte aus Deutschland, Bulgarien und Italien – präsentiert an drei Tagen im Roten Salon durch szenische Lesungen, eingerichtet von den Regisseur*innen Marie Bues, Salome Dastmalchi und Tobias Herzberg mit zwölf Schauspieler*innen, Publikumsgesprächen und einer große Abschlussparty.Die Stücke kommen aus unterschiedlichen Sprachen, Perspektiven und Theaterwelten, teilen dabei aber ein starkes Engagement für zeitgenössische Identitäten, sozialen Wandel und unterrepräsentierte Stimmen. Sie stehen für die Vielfalt aktueller europäischer Dramatik und eröffnen neue Blickweisen auf Fragen von Identität, sozialer Mobilität, Bildungsgerechtigkeit, Gender, Generationensolidarität, Burnout, Abhängigkeit, Migration und gesellschaftlichen Machtverhältnissen.Für ihre Auswahl ausschlaggebend waren neben künstlerischer Qualität insbesondere das transnationale Potential der Texte, und ihre Fähigkeit, auch über sprachliche und kulturelle Grenzen hinweg Resonanz zu entfalten.Alle Texte werden in deutscher Sprache vorgestellt:SESSO (SEXUS) von Alessandro Paschitto Notte Bianca (Lange Nacht) von Tatjana Motta under the influence oder: die rückkehr der bakchen von Natalie Baudy aufstiegskörper. ein fühlversuch von Lena Riemer ДЕБЕЛАКЪТ (FETTSACK) von Silva Marinova СИЛНИ. СМЕЛИ. СТРАХОВИТИ. (Stark. Mutig. Furchteinflößend.) von Teodora Georgieva4. November, 18:30 |Deutsches Zentrum des ITIIm Vorfeld des ersten Berliner MEDUSA-Festivals laden das Internationale Theaterinstitut (ITI) und das MEDUSA-Team zu einem öffentlichen Gespräch ein:From Translation to Circulation: Three European Perspectives. Die Veranstaltung endet mit dem Projekt-Launch und prickelnden Getränken zur Feier des Anlasses.MEDUSA – Zeitgenössische Dramatik und inklusive Identitäten in Europa ist ein Projekt von sechs Partnerinstitutionen aus Neapel, Sofia und Berlin, mit dem Ziel, nicht nur Theaterautor*innen zu fördern, sondern auch einen europäischen Kulturraum zu stärken, in dem unterrepräsentierte Perspektiven, soziale Ängste und dramatische Erzählweisen über nationale Grenzen hinweg sichtbarer werden und neue Resonanzräume finden.Nach einer Observatory Phase, bei der während einer italienischen Residenz zwei Stücke pro Land ausgewählt wurden, werden die sechs Texte nun in allen drei Städten in Form von szenischen Lesungen bei Mini-Festivals gezeigt. Die Gesamtkoordination des Berliner Festivals liegt bei der Organisation Das Kombinat e.V., die von Berlin aus inklusive und kritische künstlerische Praktiken fördert und in der letzten Spielzeit den Grünen Salon kuratiert hat. Für MEDUSA haben sich Das Kombinat e.V. und Drama Panorama: Forum für Übersetzung und Theater e.V. zusammengetan.Texte: Natalie Baudy, Teodora Georgieva, Silva Marinova, Tatjana Motta, Alessandro Paschitto, Lena RiemerRegie: Marie Bues, Salome Dastmalchi, Tobias HerzbergMit: Knut Berger, Barbara Behrendt, Theresa Berlage, Anton Berman, Eddy Barroso, Joao D’Orey, Aylin Esener, Banafshe Hourmazdi, Via Jikeli, Nadim Jarrar, Patrick Khatami, Niklas WetzelÜbersetzungen: Carola Köhler, Henrieke Markert, Alexander SitzmannMusik: DJAZ & DJ SAESH (SoRealCrew)MEDUSA Team in BerlinMonica Marotta (Das Kombinat e.V.): Kuration, Projekt- und Festivalleitung Sarah Rosenau (Das Kombinat e.V.): Kommunikation, Übersetzungen & Redaktion Deutsch Veronika Patockova (Das Kombinat e.V.): Finanzmanagement Charlotte Bomy (Drama Panorama e.V.): Kuration, Projektmanagement Anna Galt (Drama Panorama e.V.): Übersetzungen & Redaktion Englisch Meera Teeßen: Regieassistenz, Inspizienz
Laufzeit: Do, 05.11.2026 bis Sa, 07.11.2026