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Mata Leão

  • Foto: Gil Corujeira – Person mit rotem Haar, oberkörperfrei, in glänzender, voluminöser Hose läuft auf Laufsteg. Weitere Personen im Hintergrund.

    Foto: Gil Corujeira – Person mit rotem Haar, oberkörperfrei, in glänzender, voluminöser Hose läuft auf Laufsteg. Weitere Personen im Hintergrund.

  • Foto: Gil Corujeira – Tanzende Personen mit orangen Haaren, eine Person ist oben ohne. Zuschauer*innen im Hintergrund, einige sitzend.

    Foto: Gil Corujeira – Tanzende Personen mit orangen Haaren, eine Person ist oben ohne. Zuschauer*innen im Hintergrund, einige sitzend.

  • Foto: Gil Corujeira – Person mit lockigem Haar auf Laufsteg, trägt ärmelloses Oberteil und Rüschenrock. Hintergrund unscharf, Publikum sitzt hinter dem Laufsteg.

    Foto: Gil Corujeira – Person mit lockigem Haar auf Laufsteg, trägt ärmelloses Oberteil und Rüschenrock. Hintergrund unscharf, Publikum sitzt hinter dem Laufsteg.

  • Foto: Gil Corujeira – Tänzer lehnt sich nach vorne, mit Kopfhörer-ähnlichem Gerät am Gesicht, vor orangefarbenem, nebligem Hintergrund.

    Foto: Gil Corujeira – Tänzer lehnt sich nach vorne, mit Kopfhörer-ähnlichem Gerät am Gesicht, vor orangefarbenem, nebligem Hintergrund.

  • Foto: Gil Corujeira – Zehn Personen auf einer dunklen Bühne, einige mit freiem Oberkörper, andere in engen Oberteilen. Ernsthafte Gesichtsausdrücke, dunkler Hintergrund.

    Foto: Gil Corujeira – Zehn Personen auf einer dunklen Bühne, einige mit freiem Oberkörper, andere in engen Oberteilen. Ernsthafte Gesichtsausdrücke, dunkler Hintergrund.

  • Foto: Gil Corujeira – Person in blau-schwarzer Kleidung steht in hellem Lichtstrahl, drei weitere Personen im Hintergrund verteilt auf dunklem, nebulösem Boden.

    Foto: Gil Corujeira – Person in blau-schwarzer Kleidung steht in hellem Lichtstrahl, drei weitere Personen im Hintergrund verteilt auf dunklem, nebulösem Boden.

Wie kann Choreografie zu einer Form der Selbstverteidigung werden? Ist es möglich, Gewalt sichtbar zu machen, ohne ihre Wirkungsweise zu wiederholen? Wie entwickelt jeder Körper seine eigene Fähigkeit des Widerstands? Mit der Repertório-Trilogie reagierten die Choreograf*innen Davi Pontes und Wallace Ferreira von Rio de Janeiro aus auf die Eskalation staatlicher Gewalt und die politischen Umbrüche, die mit dem Aufstieg der extremen Rechten im Land einhergingen. Ende Oktober 2026, kurz nach den Präsidentschaftswahlen in Brasilien, entwickeln Pontes und Ferreira an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz zum ersten Mal eine Performance außerhalb Brasiliens: Mata Leão.In der Kampfsporttechnik Jiu-Jitsu bezeichnet Mata Leão einen Würgegriff, der den Gegner zum Aufgeben oder zur Ohnmacht zwingt. Direkt übersetzt bedeutet Mata Leão: „Töte den Löwen“ oder „Löwen töten“. Der Titel lässt kulturgeschichtliche Bilder in den Sinn kommen wie das Gemälde Herkules und der Nemeische Löwe von Rubens oder das vom biblischen David, der den Löwen mit bloßen Händen erwürgt. Sie erzählen von einer körperlichen Kraft, die den Menschen, während er das Tier bezwingt, selbst zum Löwen werden lässt. In Mata Leão erweitern Davi Pontes und Wallace Ferreira ihre im Duo seit 2018 entwickelten Choreografien der Selbstverteidigung. Gemeinsam mit sechs Darsteller*innen formen sie ein Kollektiv, das Raum für Abweichung zulässt und fordert.Elemente aus Funk und Ballroom tauchen auf, werden unterlaufen und treten in ungewohnte Beziehungen; kraftvolle Bewegungen werden von Abweichungen, Pausen und spielerischen Gesten unterbrochen. Humor und Spott werden zu Strategien der Einbindung des Publikums in einen Raum geteilter Verantwortung. Mata Leão ist eine Auseinandersetzung mit rassistischer Gewalt jenseits von Angst oder Melancholie. Das Stück eröffnet einen poethischen Raum, in dem die Beziehungen zwischen Körper und Vorstellungskraft verhandelt werden. Im Bühnenbild von Celeste Burlina verwandelt sich die Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz mit Mata Leão in den Schauplatz für eine choreografische Intervention.
Interview mit Davi Pontes und Wallace Ferreira

Künstler/Beteiligte: Sebastião Abreu (mit), Koko Yeji Boanyah (mit), Wallace Ferreira (mit), Gavin Law (mit), Mai-Júli Machado Nhapulo (mit), Davi Pontes (mit), Rayne (mit), Galina Rodríguez (mit), Wallace Ferreira (Konzept, Choreografie), Davi Pontes (Konzept, Choreografie), Celeste Burlina (Bühne), Podeserdesligado (Sound), Wallace Ferreira (Kostüm), Davi Pontes (Kostüm), Djuna Reiner (Kostüm), Shaly López (Licht), Vânia Doutel Vaz (Choreografieassistenz), Tarun Kade (Dramaturgie), Marlene Monteiro Freitas (Outside Eye), Something Great (Associate Production, Internationale Distribution), Rodrigo Zorzanelli (Regieassistenz), Anna Klaine (Bühnenbildassistenz), João Victor Toledo (Probenübersetzung), Felipe Faria (Movement Practice), Denise Ferreira da Silva (Poethical Reading), Marco Ober (Inspizienz), Carolina Brinkmann (Künstlerische Produktionsleitung), Zoe Jiménez (Regiehospitanz), Zeynep Ada Kienast (Regiehospitanz), Celina Cruz Huayhua (Bühnenbildhospitanz), Anita Naka (Kostümhospitanz), Elise Urban (Kostümhospitanz)

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Alle Termine und Tickets

2 von insgesamt 2 Terminen

  • Fr 20.11.2026 21:00 Uhr
    Mata Leão

    Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz - Großes Haus

  • Sa 21.11.2026 19:30 Uhr
    Mata Leão

    Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz - Großes Haus

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