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Tous sur la banquise (Alle auf der Eisscholle)

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    Tous sur la banquise (Alle auf der Eisscholle)

Während der Klimawandel das Eis schwinden lässt – und damit ihre Existenz ebenso bedroht wie unsere – wird der Kaiserpinguin (Aptenodytes forsteri) zu einem Spiegel unserer Gegenwart. In einer der unwirtlichsten Regionen der Erde überleben sie nicht durch Konkurrenz, sondern durch Kooperation: Sie formieren sich zu dichten Gruppen, teilen Wärme in stetiger Bewegung. Keine Hierarchien, keine Reviere – nur Nähe und gegenseitige Abhängigkeit.
Wo menschliche Gesellschaften unter Druck oft auseinanderbrechen, bestehen sie, indem sie zusammenbleiben. Ihr „Huddle“ verkörpert eine Form kollektiver Resilienz, die in unserer individualisierten Welt zunehmend selten erscheint – und wirft die Frage auf: Was haben wir in unserem Streben nach individuellem Erfolg von unserer Fähigkeit verloren, einander zu tragen?
In einem engen Zusammenspiel von Tanz, Live-Musik und Szenografie übersetzt Tous sur la banquise (Alle auf der Eisscholle) dieses Phänomen in eine körperliche Sprache. Körper verdichten sich, verschieben sich, organisieren sich neu – zwischen Mensch und Tier, Struktur und Instinkt.
Eine visuell eindrückliche Arbeit über die Fragilität unserer Existenz – und darüber, wie der menschliche Körper im Miteinander den Herausforderungen unserer Zeit begegnet.

60 Minuten

Eine Veranstaltung im Rahmen der KUYUM Tanzplattform 2026, gefördert durch die Senatsverwaltung für Kultur und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Konzept: Matthias Dengler Ko-Konzeption, Choreografie, Performance: Yahi Nestor Gahe Ko-Konzeption, Produktionsleitung: Lilly Dengler Performance: Martina Gunkel, Lilly Dengler, Yahi Nestor Gahe Musik: Hugo Rannou Kostüm: Johana Gomez Bühne: Ikheyon Park Dramaturgie, Texte: Magda Agudelo Wissenschaftliche Begleitung: Stefan Christmann In Zusammenarbeit mit dem Bildhauer Thomas Putze Fotografie; Matthias DengleAudiodeskription: Jutta Endes Co-Autorin Audiodeskription: Silja Korn
Yahi Nestor Gahe ist Choreograf, Tänzer und Tanzpädagoge aus der Elfenbeinküste und lebt in Deutschland. Er studierte an der École Nationale de Théâtre et de Danse in Abidjan, der Universität Straßburg sowie der Off-Theater Akademie Düsseldorf. Gahe unterrichtet an der HMDK Stuttgart und der ADK Ludwigsburg und ist international tätig. Seine Arbeiten verbinden unterschiedliche Tanzsprachen mit gesellschaftsrelevanten Fragestellungen. Zu seinen jüngsten Werken zählen Bloa, InSensitivity (2024), Equi Libre (2023) und L-Movement (2022) – die beiden letzteren wurden bereits erfolgreich bei der KUYUM Tanzplattform gezeigt.
Lilly Dengler ist Tänzerin und Kulturmanagerin, ausgebildet an der Fontys Hochschule Tilburg. Sie arbeitet freischaffend im Theater sowie im öffentlichen Raum und kooperierte unter anderem mit Yahi Nestor Gahe, Grégory Darcy, Katja Erdmann-Rajski und dem Close-Act Theater. Zu ihren eigenen Choreografien, die oft im urbanen Raum entstehen, gehören das Solo unstable (Choreo Stuttgart, 2022) und Über den Rand (2021).
Martina Gunkel ist Performerin und Pädagogin, ausgebildet an der Fontys Hochschule in den Niederlanden. Sie arbeitet in der Freien Szene Stuttgarts, ist Co-Leiterin der Plattform SAAL FREI und unterrichtet Gyrokinesis an der ADK Ludwigsburg. Ihr künstlerischer Fokus liegt auf Improvisation, interdisziplinären Projekten und der Tanzvermittlung.
Hugo Rannou ist ein französischer Cellist, ausgebildet in Freiburg, Stuttgart und Bern. Er ist Gewinner mehrerer internationaler Wettbewerbe (unter anderem des Knopf-Wettbewerbs 2015). Seine Arbeit umfasst zeitgenössische Musik, Alte Musik, Jazz sowie Chanson. Er ist Mitglied mehrerer Ensembles, war Solocellist der Badischen Philharmonie Pforzheim und unterrichtet seit 2018 an der HMDK Stuttgart.
Ikhyeon Park is a South Korean artist and scenographer whose work operates at the intersection of installation, performance, and participatory art. Through his projects, he explores social relationships and societal dynamics while developing collaborative formats for exchange and interaction.

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