De Là à Là (Von hier nach da)
Was passiert, wenn ein Körper eine Grenze überschreitet?
In De Là à Là bewegen sich zwei Performer*innen in entgegengesetzte Richtungen: Martina Gunkel, eine weiße Frau aus Deutschland, reist von Europa nach Afrika, während Sanga Ouattara, ein Schwarzer Mann von der Elfenbeinküste, den umgekehrten Weg nimmt. Ihre Bewegungen spiegeln einander – und basieren auf den Erfahrungen, die die beiden bei ihrer Ankunft auf dem jeweils anderen Kontinent gemacht haben. Doch die Bedingungen, unter denen sie sich bewegen und wahrgenommen werden, sind zutiefst ungleich.
Sie tragen mehr als Pässe und persönliche Gegenstände. Ihre Körper tragen Erinnerung: Spuren von Geschichte, vererbte Rhythmen und gelebte Erfahrung. Sie sind lebendige Archive – geformt durch das, was ihnen vorausgeht, und durch die Räume, die sie betreten. Territorium ist hier nicht nur geografisch, sondern auch im Körper eingeschrieben.
Die Performance legt die Asymmetrie von Mobilität und Migration offen. Während Bewegungen von Nord nach Süd oft als Offenheit oder Expertise interpretiert werden, ist der Weg von Süd nach Nord häufig geprägt von Einschränkung, Misstrauen und systemischen Barrieren – als Fortsetzung kolonialer Kontinuitäten.
Durch Choreografie, Präsenz und Konfrontation untersuchen die Künstler*innen, wie Identität unter diesen Bedingungen entsteht. Was tragen wir in uns, und was wird uns von außen zugeschrieben? Wie verändert ein Ort den Menschen?
De Là à Là löst diese Spannungen nicht auf, sondern hält sie in geteilter Präsenz. Die Arbeit stellt die Frage, wie Körper, die in Migrationssystemen ungleich positioniert sind, dennoch auf menschlicher und sinnlicher Ebene zueinander finden können – und welche Formen von Beziehung jenseits dieser Trennungen möglich werden.
45 Minuten
In De Là à Là bewegen sich zwei Performer*innen in entgegengesetzte Richtungen: Martina Gunkel, eine weiße Frau aus Deutschland, reist von Europa nach Afrika, während Sanga Ouattara, ein Schwarzer Mann von der Elfenbeinküste, den umgekehrten Weg nimmt. Ihre Bewegungen spiegeln einander – und basieren auf den Erfahrungen, die die beiden bei ihrer Ankunft auf dem jeweils anderen Kontinent gemacht haben. Doch die Bedingungen, unter denen sie sich bewegen und wahrgenommen werden, sind zutiefst ungleich.
Sie tragen mehr als Pässe und persönliche Gegenstände. Ihre Körper tragen Erinnerung: Spuren von Geschichte, vererbte Rhythmen und gelebte Erfahrung. Sie sind lebendige Archive – geformt durch das, was ihnen vorausgeht, und durch die Räume, die sie betreten. Territorium ist hier nicht nur geografisch, sondern auch im Körper eingeschrieben.
Die Performance legt die Asymmetrie von Mobilität und Migration offen. Während Bewegungen von Nord nach Süd oft als Offenheit oder Expertise interpretiert werden, ist der Weg von Süd nach Nord häufig geprägt von Einschränkung, Misstrauen und systemischen Barrieren – als Fortsetzung kolonialer Kontinuitäten.
Durch Choreografie, Präsenz und Konfrontation untersuchen die Künstler*innen, wie Identität unter diesen Bedingungen entsteht. Was tragen wir in uns, und was wird uns von außen zugeschrieben? Wie verändert ein Ort den Menschen?
De Là à Là löst diese Spannungen nicht auf, sondern hält sie in geteilter Präsenz. Die Arbeit stellt die Frage, wie Körper, die in Migrationssystemen ungleich positioniert sind, dennoch auf menschlicher und sinnlicher Ebene zueinander finden können – und welche Formen von Beziehung jenseits dieser Trennungen möglich werden.
45 Minuten
Eine Veranstaltung im Rahmen der KUYUM Tanzplattform 2026, gefördert durch die Senatsverwaltung für Kultur und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Konzept, Choreografie, Performance: Martina Gunkel, Sanga OuattaraMusik: Charles OuitinLichtdesign: Underdome Music
Martina Gunkel lebt in Stuttgart und ist als freischaffende Tänzerin, Performerin, Pädagogin und Choreografin in Deutschland und den Niederlanden tätig. Sie hat einen Bachelor of Performing Arts an der Fontys University of Applied Sciences (NL) erworben. Mit der interaktiven und interdisziplinären Performance It is there. Around the corner (Tanz, Theater, zeitgenössischer Zirkus; 2018) zeigt sie ihr künstlerisches Interesse am Austausch mit anderen Kunstformen sowie mit dem Publikum.Seit 2021 arbeitet sie vor allem in der freien Stuttgarter Szene, unter anderem in Projekten von Instant PIG, Blomst!, mit Nestor Gahé und dem Kollektiv multipluralwesen. Sie ist Teil der künstlerischen Leitung der Plattform SAAL FREI für interdisziplinäre Improvisation und engagiert sich in den Bereichen Produktion, Kulturvermittlung und Tanzvermittlung. Zudem absolvierte sie eine Ausbildung zur Gyrokinesis-Lehrerin und unterrichtet Körpertraining an der Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg in Ludwigsburg im Fachbereich Schauspiel.2025 trat sie mit L-MOVEMENT von Nestor Gahé erstmals bei der KUYUM Tanzplattform auf. 2026 kehrt sie mit De Là à Là zurück, das im Rahmen des Festivals seine Berlin-Premiere feiert.
Sanga Ouattara ist Tänzer und Choreograf aus der Elfenbeinküste. Er absolvierte einen Bachelor- sowie einen professionellen Masterabschluss in Tanz und Choreografie am INSAAC.Ein entscheidender Wendepunkt seiner Karriere war 2010 die Zusammenarbeit mit Georges Momboye. 2012 war er Mitbegründer der Kompanie Yé-Fihmoa, mit der er drei Stücke entwickelte. Zur kontinuierlichen künstlerischen Weiterentwicklung arbeitete er mit renommierten Choreograf:innen wie Kettly Noël, Luis Ayet, Bernardo Montet, Nelisiwe Xaba und Serge Aimé Coulibaly.2019 gründete er seine eigene Kompanie Akili-Don und realisierte das Stück Exponentielle (Preisträger des Premio Roma Danza, Rom 2022). Zudem arbeitete er mit verschiedenen Choreograf:innen zusammen, darunter Saïd El Haddaji (Sorakhe), Taoufiq Izzediou (Hmadcha), Nestor Gahé (Équi-Libre), Kettly Noël (Ti-chelbé) und Nayoung Kim (Produit Aesop).Sanga Ouattara war bereits 2024 bei der KUYUM Tanzplattform mit seiner Soloperformance Exponentielle sowie als Tänzer in Équi-Libre von Nestor Gahé zu sehen. 2026 kehrt er mit De Là à Là zurück und feiert damit seine Berlin-Premiere.
Martina Gunkel lebt in Stuttgart und ist als freischaffende Tänzerin, Performerin, Pädagogin und Choreografin in Deutschland und den Niederlanden tätig. Sie hat einen Bachelor of Performing Arts an der Fontys University of Applied Sciences (NL) erworben. Mit der interaktiven und interdisziplinären Performance It is there. Around the corner (Tanz, Theater, zeitgenössischer Zirkus; 2018) zeigt sie ihr künstlerisches Interesse am Austausch mit anderen Kunstformen sowie mit dem Publikum.Seit 2021 arbeitet sie vor allem in der freien Stuttgarter Szene, unter anderem in Projekten von Instant PIG, Blomst!, mit Nestor Gahé und dem Kollektiv multipluralwesen. Sie ist Teil der künstlerischen Leitung der Plattform SAAL FREI für interdisziplinäre Improvisation und engagiert sich in den Bereichen Produktion, Kulturvermittlung und Tanzvermittlung. Zudem absolvierte sie eine Ausbildung zur Gyrokinesis-Lehrerin und unterrichtet Körpertraining an der Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg in Ludwigsburg im Fachbereich Schauspiel.2025 trat sie mit L-MOVEMENT von Nestor Gahé erstmals bei der KUYUM Tanzplattform auf. 2026 kehrt sie mit De Là à Là zurück, das im Rahmen des Festivals seine Berlin-Premiere feiert.
Sanga Ouattara ist Tänzer und Choreograf aus der Elfenbeinküste. Er absolvierte einen Bachelor- sowie einen professionellen Masterabschluss in Tanz und Choreografie am INSAAC.Ein entscheidender Wendepunkt seiner Karriere war 2010 die Zusammenarbeit mit Georges Momboye. 2012 war er Mitbegründer der Kompanie Yé-Fihmoa, mit der er drei Stücke entwickelte. Zur kontinuierlichen künstlerischen Weiterentwicklung arbeitete er mit renommierten Choreograf:innen wie Kettly Noël, Luis Ayet, Bernardo Montet, Nelisiwe Xaba und Serge Aimé Coulibaly.2019 gründete er seine eigene Kompanie Akili-Don und realisierte das Stück Exponentielle (Preisträger des Premio Roma Danza, Rom 2022). Zudem arbeitete er mit verschiedenen Choreograf:innen zusammen, darunter Saïd El Haddaji (Sorakhe), Taoufiq Izzediou (Hmadcha), Nestor Gahé (Équi-Libre), Kettly Noël (Ti-chelbé) und Nayoung Kim (Produit Aesop).Sanga Ouattara war bereits 2024 bei der KUYUM Tanzplattform mit seiner Soloperformance Exponentielle sowie als Tänzer in Équi-Libre von Nestor Gahé zu sehen. 2026 kehrt er mit De Là à Là zurück und feiert damit seine Berlin-Premiere.
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