Corinna Harfouch & Hideyo Harada: Unsere ganze Liebe, unser ganzes Unglück
Unter dem Motto Unsere ganze Liebe, unser ganzes Unglück gestalten Corinna Harfouch und Hideyo Harada ein musikalisch-literarisches Programm, welches sich dem Paar Liszt – d’Agoult widmet.
Zu Beginn des
Jahres 1833, als der einundzwanzigjährige Franz Liszt bei einer Soiree spielte,
befand sich unter den Gästen eine der elegantesten Erscheinungen der Pariser
Gesellschaft: Marie d’Agoult. Die Tochter des Grafen Maurice de Flavigny und
Enkelin des Bankiers Moritz Bethmann wurde 1805 in Frankfurt am Main geboren.
Sie ging 1827 in Paris eine Standesehe mit dem fünfzehn Jahre älteren Grafen
Charles d’Agoult ein, mit dem sie zwei Kinder hatte. Die Ehe war nicht
glücklich, aber man hatte sich arrangiert, und die Gräfin hatte völlige
Freiheit, ihren intellektuellen Interessen nachzugehen. Sie eröffnete ihren
eigenen Salon, in dem literarische Lesungen stattfanden. Marie d’Agoults
betörende Schönheit, ihr Geschmack, ihre Klugheit fanden viele Bewunderer. Für
Liszt sollte die Beziehung zu der sechs Jahre älteren Gräfin zur ersten
erfüllten Liebe seines Lebens werden. In den Pariser Salons galt Maries
Liebesbeziehung zu Liszt als Skandal. Vor dem gesellschaftlichen Druck flohen
die beiden in die Schweiz. Diese Jahre wurden aber auch durch häufige Phasen
der Trennung überschattet. Liszt brach immer öfter zu ausgedehnten
Konzertreisen auf, und so entstand ein umfangreicher Briefwechsel zwischen
beiden Liebenden, der sowohl ihre innige Beziehung als auch ihr zerrinnendes
Glück dokumentiert.
Unter dem Motto Unsere ganze Liebe, unser ganzes Unglück gestalten Corinna
Harfouch und Hideyo Harada ein musikalisch-literarisches Programm, welches sich
dem Paar Liszt – d’Agoult widmet. Lesungen aus Maries Memoiren, dem
Briefwechsel zwischen ihr und Liszt sowie Dokumenten von Zeitgenossen werden
dabei mit Auszügen aus den Années de Pélerinage und anderen Klavierwerken des
Komponisten verflochten. So verbinden sich Wort und Ton zu tiefgründigen
Einblicken in eine der großen Liebesgeschichten des 19. Jahrhunderts.
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Meisterwerke im Berliner Dom
Willkommen bei den Meisterwerke im Berliner Dom – außergewöhnliche Kultur an einem der eindrucksvollsten Orte Europas.
Mit der Veranstaltungsreihe Meisterwerke
im Berliner Dom hat sich der Dom als feste Größe im Berliner
Kulturkalender etabliert. Bereits in der dritten Saison versammelt die Reihe
herausragende Persönlichkeiten mit außergewöhnlichen Produktionen aus Musik,
Schauspiel, Literatur und Tanz. Namen wie Ben Becker, Katharina Thalbach,
Martina Gedeck, Corinna Harfouch, Peter Lohmeyer, Max Mutzke, Annett Louisan,
Ute Lemper oder Ulrich Matthes stehen beispielhaft für den hohen künstlerischen
Anspruch und die besondere Handschrift von Meisterwerke.
Kaum ein Ort verbindet Geschichte, Architektur und
Kultur so eindrucksvoll wie der Berliner Dom. Im Herzen der Museumsinsel
entstehen hier Abende, deren Wirkung weit über das eigentliche Bühnengeschehen
hinausreicht. Die monumentale Architektur, die einzigartige Atmosphäre und die
außergewöhnliche Akustik – geprägt von der berühmten Sauer-Orgel – verleihen
jeder Produktion ihren unverwechselbaren Charakter. Gemeinsam mit den
Opernhäusern, der Philharmonie und dem Konzerthaus zählt der Berliner Dom zu den
bedeutendsten Kulturorten der Hauptstadt.
Meisterwerke steht für außergewöhnliche Begegnungen zwischen
großen Künstlerpersönlichkeiten und einem einzigartigen Raum. Sorgfältig
kuratierte Programme, höchste künstlerische Qualität und die besondere
Atmosphäre des Berliner Doms machen jede Veranstaltung zu einem Erlebnis, das
lange nachklingt – für Berlinerinnen und Berliner ebenso wie für Gäste aus
aller Welt.
Laufzeit: Fr, 27.11.2026 bis Sa, 01.05.2027
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