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Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin

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Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin

Vladimir Jurowski, Leitung; Denisov / Vieru / Rachmaninow

Musikfest Berlin – Schriftzug Musikfest Berlin

Musikfest Berlin – Schriftzug Musikfest Berlin

Durchsichtig, filigran, fast schwebend wirkt die Musik von Peinture, mit der Edison Denisov zu einem der führenden Modernisten der damaligen Sowjetunion avancierte – gemeinsam mit Alfred Schnittke und Sofia Gubaidulina, deren Werke ebenfalls beim diesjährigen Festival zu erleben sind, bildete er die in der UdSSR unerwünschte Avantgarde-Troika. Vladimir Jurowski und das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin präsentieren das viel zu selten gespielte Orchesterwerk beim Musikfest Berlin, bevor sie mit der 1973 in West-Berlin entstandenen 2. Sinfonie des rumänischen Komponisten und 100-jährigen Jubilars Anatol Vieru für eine echte Wiederentdeckung sorgen. Der Abend schließt mit der Chor-Sinfonie Die Glocken, die Sergej Rachmaninow zu seinen besten Werken zählte. Neben einem international renommierten Solist*innenensemble singt der Rundfunkchor Berlin. 

Musik als Spiel der Farben, Schichten und Texturen: Edison Denisov widmete Peinture dem russischen Maler Boris Birger, der mit seinen existenziell und religiös aufgeladenen Arbeiten an die expressive Moderne anknüpfte. Das hochpoetisch-schillernde Klangfresko basiert auf unterschiedlichen Klangmischungen, die in den Worten Denisovs „stets melodisch“ bleiben. „Reine Farben werden nur am Anfang und am Schluss exponiert.“ Demgegenüber treffen in Anatol Vierus 2. Sinfonie schroffe rhythmische Impulse auf irisierende Klangflächen – ein Werk, das Schönbergs Bonmot bestätigt, man könne auch im 20. Jahrhundert noch gute Musik in C-Dur schreiben. Im ersten Satz trifft ein „hinkender“ Walzer im 5/4-Takt auf Burleskes à la Mahler, bevor ein pulsierender Choral sowie aus tiefsten Registern emporsteigende Klangfontänen Bilder der „unendlichen“ Säulen des rumänischen Bildhauers Constantin Brâncuși zu beschwören scheinen. In seiner Sinfonie verarbeitete Vieru die traumatischen Erlebnisse, die er als Jude 1941 in Rumänien erfahren musste. Komponiert hat er das zwischen Spätromantik und Zweiter Wiener Schule changierende Werk als Stipendiat des DAAD in West-Berlin. Gänzlich spätromantisch gibt sich schließlich Sergej Rachmaninows Chor-Sinfonie Kolokola (Die Glocken) nach dem Gedichtzyklus The Bells von Edgar Allan Poe, gesungen in der kongenialen russischen Übertragung des Symbolisten Konstantin Balmont. Musik von abgründigem Fatalismus, in der der Klang von Schlitten-, Hochzeits-, Feuer- und Totenglocke zum Symbol für die Vergänglichkeit des menschlichen Lebens wird.

Edison Denisov (1929–1996) 

Peinture (1970) 

für Orchester  

Anatol Vieru (1926–1998) 

Sinfonie Nr. 2 (1973/74) 

Sergej Rachmaninow (1873–1943) 

Die Glocken op. 35 (1913)

für Soli, Chor und Orchester

Künstler/Beteiligte: Galina Cheplakova, Anton Rositskii, Vladimir Sulimsky, Rundfunkchor Berlin, Florian Helgath, Vladimir Jurowski

Eine Veranstaltung des Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin in Kooperation mit Berliner Festspiele / Musikfest Berlin

Einführungsveranstaltung

19:10 Uhr, Südfoyer

Alternative Veranstaltungen

Cafe Music mit „Le Duo“ - Konzert für Violine, Klavier und Mezzosopran

Café Music ist ein Konzertprojekt, das die Atmosphäre europäischer Cafés, Salons und Straßenecken wiederaufleben lässt – durch ein Repertoire, das leichte klassische Musik mit Jazz-Einflüssen und folkloristischen Inspirationen verbindet. Das Programm... mehrzu: Cafe Music mit „Le Duo“ - Konzert für Violine, Klavier und Mezzosopran

Termin:
Freitag, 18. September 2026, 20:00 Uhr
Ort:
Salon L'écritoire und Quiche-Haus
Adresse:
Schönwalder Str. 20, 13347 Berlin
Preis:
ab 20,29 €

Zauber der Romantik-Ein Klavierabend voller Esprit

Mit der Verheißung, den Zauber der Romantik mit Hilfe der Tasten des wundervollen Bechstein-Flügels zu verbreiten, tritt ein Virtuose am Piano zum zweiten Mal bei einem Klavierkonzert im Scharwenka-Haus auf. Manch einer der Gäste aus dem Vorjahr wird... mehrzu: Zauber der Romantik-Ein Klavierabend voller Esprit

Termin:
Samstag, 19. September 2026, 18:00 Uhr
Ort:
Scharwenka Kulturforum Bad Saarow
Adresse:
Moorstraße 3, 15526 Bad Saarow
Preis:
ab 19,00 €

The Twiolins

The Twiolins am 19. September 2026 im Großen Saal der Finanzhochschule Königs Wusterhausen Beginn der Schlossführung um 17:00 Uhr Marie-Luise Dingler & Marta Danilkovich – Violinduo Von Arien und Intrigen Seien Sie ehrlich – wer liebt sie nicht, Geschichten... mehrzu: The Twiolins

Termin:
Samstag, 19. September 2026, 19:00 Uhr
Ort:
Großer Saal der Fachhochschule für Finanzen
Adresse:
Schillerstraße 6, 15711 Königs Wusterhausen
Preis:
ab 29,00 €

Comedian Harmonists Today - Unveröffentlicht!

Alles begann am Berliner Theater am Kurfürstendamm mit der Uraufführung „Comedian Harmonists (2.Teil) - Jetzt oder Nie" unter der Regie von Martin Wölffer. Das über viele Jahre erfolgreiche Theaterstück bildet die Grundlage für 5 hervorragende Sänger... mehrzu: Comedian Harmonists Today - Unveröffentlicht!

Termin:
Samstag, 19. September 2026, 19:30 Uhr
Ort:
Klostermuseum Jüterbog - Refektorium im Kreuzgang
Adresse:
Stiftsplatz 7, 15898 Neuzelle
Preis:
ab 6,50 €

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