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RIAS Kammerchor Berlin II / Deutsches Symphonie-Orchester Berlin II

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RIAS Kammerchor Berlin II / Deutsches Symphonie-Orchester Berlin II

Justin Doyle, Leitung; Duruflé / Schnittke

RIAS Kammerchor – Gruppe von 23 Personen in schwarzer Kleidung auf einer Treppe vor einem modernen Gebäude.

RIAS Kammerchor – Gruppe von 23 Personen in schwarzer Kleidung auf einer Treppe vor einem modernen Gebäude.

Der RIAS Kammerchor Berlin, das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin und Justin Doyle präsentieren beim Musikfest Berlin Alfred Schnittkes Requiem, das anders als viele der bekannten Totenmessen weitgehend auf dramatische Kontraste verzichtet. Hier jubiliert der Chor nicht in höchsten Tönen über die Größe Gottes, sondern sinnt leise, in improvisatorisch anmutenden Linien, über die gesungenen Worte nach. Ein polystilistisches Klangfresko zwischen Humanismus und spiritueller Glaubenskraft. In Maurice Duruflés ätherischem Requiem mischen sich nach der Konzertpause Anspielungen auf gregorianische Choräle mit einem zauberischen Klangfarbenspiel, dessen filigranes musikalisches Gewebe in einer an Claude Debussy und Maurice Ravel geschulten Instrumentation entfaltet wird. Das Ergebnis: eine paradiesische Himmelsvision.

 

In Maurice Duruflés ätherischem Requiem mischen sich Anspielungen auf gregorianische Choräle mit einem zauberischen Klangfarbenspiel, dessen filigranes musikalisches Gewebe in einer an Claude Debussy und Maurice Ravel geschulten Instrumentation ausgebreitet wird. Das Ergebnis ist eine paradiesische Himmelsvision, die der RIAS Kammerchor Berlin, das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin und Justin Doyle beim Musikfest Berlin präsentieren. Nach der Pause folgt mit Alfred Schnittkes Requiem ein polystilistisches Klangfresko zwischen Humanismus und spiritueller Glaubenskraft, das anders als viele der bekannten Totenmessen weitgehend auf dramatische Kontraste verzichtet: Hier jubiliert der Chor nicht in höchsten Tönen über die Größe Gottes, sondern sinnt leise, in improvisatorisch anmutenden Linien, über die gesungenen Worte nach.

Sein Requiem komponierte Maurice Duruflé erklärtermaßen auf „der Grundlage von gregorianischen Themen aus der Totenmesse […]. Manchmal ist der Notentext vollständig übernommen, der Orchesterpart dient dort nur zu seiner Unterstützung und Kommentierung; ein anderes Mal habe ich mich lediglich von ihm inspirieren lassen.“ Gleichzeitig verzichtete der französische Komponist auf die Dramatik des Dies irae, während er im impressionistisch-schillernden Orchestersatz die Engel mit „himmlischen“ Harfen- und das Paradies mit Celesta- und Orgelklängen illustrierte.

Auch Alfred Schnittke vertonte den zeitlos gültigen Text der Totenklage mit in sich gekehrter Musik, wenngleich man in der Partitur impressionistische Klangeffekte vergeblich sucht. Kurioserweise entwickelte der damals noch in der Sowjetunion lebende Komponist das Stück aus einer Bühnenmusik zu Friedrich Schillers Don Carlos. Letztere entstand „in Form eines Requiems“ (Schnittke) 1975 für eine Inszenierung am Moskauer Mossowjet-Theater, die vor dem Hintergrund katholischer Kirchenmusik stattfinden sollte. Angesichts des durchweg tragischen Inhalts von Schillers Drama entstand eine Requiem-Vertonung, die ihresgleichen sucht – nicht nur wegen der ungewöhnlichen Besetzung mit Orgel, Klavier, Celesta, Vibraphon, Glocken, Gong, Flexaton, Pauken, Trompete, Posaune und zwei E-Gitarren. Tastende Piani und litaneiartiges Chorflüstern wechseln sich in den 14 Sätzen mit treppenartig sich steigernden Solokoloraturen und Orgelclustern ab, wobei in der immer wieder gespenstische Züge annehmenden Musik Schnittkes polystilistischer Ansatz allgegenwärtig ist.

Alfred Schnittke (1934–1998) 

Requiem (1974/75) 

für Solostimmen, Chor und Instrumentalensemble 

aus der Bühnenmusik zu Don Carlos von Friedrich Schiller

Maurice Duruflé (1902–1986)

Requiem op. 9 (1941–47)

für Soli, Chor, Orgel und Orchester

Künstler/Beteiligte: Jennifer Johnston, Justin Doyle

Eine Veranstaltung des RIAS Kammerchor Berlin in Kooperation mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin und Berliner Festspiele / Musikfest Berlin

Einführungsveranstaltung

19:10 Uhr, Südfoyer

Nachlese 

mit Chefdirigent Justin Doyle und Mezzosopranistin Jennifer Johnston im Anschluss an das Konzert im Foyer

Alternative Veranstaltungen

Bagjan Oktyabr - Soul Therapy

Bagjan Oktyabr ist ein internationaler Cellist und Schöpfer des Soul Therapy-Projekts (Seelentherapie), dessen Auftritte sich über zahlreiche Länder auf der ganzen Welt erstrecken und überall, wo er auftritt, ausverkaufte Säle finden. Soul Therapy... mehrzu: Bagjan Oktyabr - Soul Therapy

Nächster Termin:
Bagjan Oktyabr - "Soul Therapy" Welttournee 2026
Termin:
Donnerstag, 24. September 2026, 20:00 Uhr
Ort:
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Adresse:
An der Urania 17, 10787 Berlin-Schöneberg
Preis:
ab 58,00 €

Piazzola Die Jahreszeiten - Tschaikowski - Streichorchester der Neuen Philharmonie Berlin

Klangvolle Serenaden in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche Berlin Am 25. September um 19:00 Uhr lädt das Streichorchester der Neuen Philharmonie zu einem besonderen Konzertabend in die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche Berlin ein. Es erklingen drei Meisterwerke... mehrzu: Piazzola Die Jahreszeiten - Tschaikowski - Streichorchester der Neuen Philharmonie Berlin

Nächster Termin:
Piazzola Die Jahreszeiten; Tschaikowski
Termin:
Freitag, 25. September 2026, 19:00 Uhr
Ort:
Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche
Adresse:
Breitscheidplatz, 10789 Berlin-Charlottenburg
Preis:
ab 35,77 €

Andrei Irimia

Der Pianist und Komponist Andrei Irimia präsentiert mit „Lights and Shadows“ in der Berliner Philharmonie ein Konzert zwischen Neoklassik, Filmmusik und elektronischen Klängen. mehrzu: Andrei Irimia

Nächster Termin:
Live at Berliner Philharmonie - European Tour 2026
Termin:
Freitag, 25. September 2026, 19:30 Uhr
Ort:
Philharmonie Berlin – Kammermusiksaal
Adresse:
Herbert-von-Karajan-Straße 1, 10785 Berlin-Tiergarten
Preis:
ab 31,85 €

SOUNDS - World Music, Jazz und Klassik

This recital will bring north indian classical music to the Berlin music scene. Urmimala Ghose's magical voice is accompanied by a mesmerizing Bansuri flute played by Apratim Choudury, and meditative beats on the Tabla by Nilanjan Dutta. Mit SOUNDS... mehrzu: SOUNDS - World Music, Jazz und Klassik

Nächster Termin:
Rabindra Sangeet
Termin:
Freitag, 25. September 2026, 20:00 Uhr
Ort:
Gallery Under The Mango Tree
Adresse:
Merseburger Straße 14, 10823 Berlin
Preis:
ab 20,00 €

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