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London Symphony Orchestra

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London Symphony Orchestra

Sir Antonio Pappano, Leitung; Gubaidulina / Bruckner

Sir Antonio Pappano, Chefdirigent des London Symphony Orchestra – Am rechten Bildrand ist vor schwarzem Hintergrund ein Mann zu sehen, der beim Dirigieren die Arme vor sich in die Höhe hält.

Sir Antonio Pappano, Chefdirigent des London Symphony Orchestra – Am rechten Bildrand ist vor schwarzem Hintergrund ein Mann zu sehen, der beim Dirigieren die Arme vor sich in die Höhe hält.

„Während ich komponiere, bete ich“, bekannte die im März 2025 verstorbene Komponistin Sofia Gubaidulina. Die überaus fragile Musik ihres Konzerts für Viola und Orchester changiert zwischen „Erdverbundenheit“ und „himmlischem Streben“. Sir Antonio Pappano stellt das Werk mit „seinem“ London Symphony Orchestra vor, ebenso wie die unvollendete Neunte Sinfonie von Anton Bruckner. Die überlieferte Widmung „an den lieben Gott“ deutet an, was Bruckner mit dieser buchstäblich auf dem Sterbebett komponierten Musik zum Ausdruck bringen wollte: eine Auseinandersetzung mit den „letzten Dingen“ im Stil einer monumentalen „Sinfonia da chiesa“.

Musik ist für Sofia Gubaidulina die „wichtigste Form des Widerstands der Menschheit gegen den geistigen Verfall“. In der Sowjetunion standen ihre religiös geprägten Werke auf der „Schwarzen Liste“. Nach dem Ende der Sowjetunion zog Gubaidulina 1992 in ein kleines Dorf bei Hamburg, wo sie bis zu ihrem Tod lebte. Im „tiefsten Sinne“ sei das Musizieren eine Art von Gottesdienst, so die in ihrem Schaffen immer um spirituelle Fragen kreisende Komponistin. Dies ist auch ihrem Konzert für Viola und Orchester anzuhören, das der erste Solobratschist des London Symphony Orchestra Eivind Ringstad interpretiert: „Das eigentümlich Mysteriöse und das Verschleierte des Bratschentimbres sind für mich stets rätselhaft gewesen“, so die Komponistin.

Auch Anton Bruckner war zutiefst gläubig. An seiner unvollendet hinterlassenen Neunten Sinfonie (dessen Skizzen zum Final-Entwurf Andenkenjäger*innen und Autographensammler*innen in alle Winde verstreut haben) hat er so lange gearbeitet, wie an keinem anderen Werk. Ob hierfür das Beethoven-Erbe, die Tonart d-Moll von Beethovens Neunter Sinfonie oder die dem Zahlenmystiker Bruckner natürlich bekannte symbolische Bedeutung der Zahl Neun verantwortlich war (als potenzierte Drei das Symbol höchster Vollkommenheit), ist ungewiss. Mysteriös, wie aus dem Nichts kommend, beginnt der „feierliche“ erste Satz, der sich als existenzielles Erlebnis bald ins Monumentale steigert. Nach dem Scherzo mit spukhaftem Trio folgt dann eines der schönsten Adagios, die Bruckner je geschrieben hat: verklärende Klänge, die der Komponist „Abschied vom Leben“ nannte.

Sofia Gubaidulina (1931–2025)

Konzert für Viola und Orchester (1996)

Anton Bruckner (1824–1896)

Sinfonie Nr. 9 d-Moll (1887–96)

Künstler/Beteiligte: Eivind Ringstad, Antonio Pappano

Eine Veranstaltung der Berliner Festspiele / Musikfest Berlin

Einführungsveranstaltung

19:10 Uhr, Südfoyer

Alternative Veranstaltungen

Abschlusskonzert! - Internationaler Orgelsommer Potsdam

Das Programm des Internationalen Orgelsommers in verschiedenen Kirchen der Stadt ist in diesem Jahr mit Blick auf das Netzwerk, das zwischen Organistinnen und Organisten aus ganz Europa und der Potsdamer Orgelszene besteht, geprägt. Wiederkehrend in... mehrzu: Abschlusskonzert! - Internationaler Orgelsommer Potsdam

Nächster Termin:
Abschlusskonzert!
Termin:
Sonntag, 06. September 2026, 18:00 Uhr
Ort:
St. Nikolaikirche Potsdam
Adresse:
Am Alten Markt, 14467 Potsdam
Preis:
ab 15,00 €

Vivaldi - Die Vier Jahreszeiten

Programm (Auszug) Ludwig van Beethoven Die Ruinen von Athen op. 113: Türkischer Marsch Wolfgang Amadeus Mozart Divertimento B-Dur KV 137: 3. Satz Allegro assai Klaviersonate Nr. 11 A-Dur KV 331: 3. Satz Alla Turca Antonio Vivaldi Die vier Jahreszeiten... mehrzu: Vivaldi - Die Vier Jahreszeiten

Nächster Termin:
Dresdner Residenz Orchester
Termin:
Sonntag, 06. September 2026, 19:00 Uhr (2 weitere Termine)
Ort:
Stadthalle
Adresse:
Oscar-Kjellberg-Straße 9, 03238 Finsterwalde
Preis:
ab 32,85 €

The Gregorian Voices: Gregorianik meets Pop - Vom Mittelalter bis heute

The Gregorian Voices in Berlin bieten Ihnen ein atemberaubendes Konzert und einen unvergleichlichen Hörgenuss. mehrzu: The Gregorian Voices: Gregorianik meets Pop - Vom Mittelalter bis heute

Nächster Termin:
THE GREGORIAN VOICES - Gregorianik meets Pop - Vom Mittelalter bis heute
Termin:
Freitag, 11. September 2026, 19:00 Uhr (1 weiterer Termin)
Ort:
Grünefelder Kirche
Adresse:
Bäckerweg, 14621 Schönwalde-Glien
Preis:
ab 28,00 €

Klassik bei Kerzenlicht - Das „BEST OF“ von Strauß, Vivaldi, Verdi und der Film- und Musicalmusik

Das „BEST OF“ von Strauß, Vivaldi, Verdi und der Film- und Musicalmusik. Sowie eine Auswahl an bekannten Rock- und Popsongs erleben Sie bei „Klassik bei Kerzenlicht“. Ein Meer aus Kerzen und eine ganz besondere Atmosphäre geben dem Konzert, gespielt vom... mehrzu: Klassik bei Kerzenlicht - Das „BEST OF“ von Strauß, Vivaldi, Verdi und der Film- und Musicalmusik

Nächster Termin:
Klassik bei Kerzenlicht
Termin:
Freitag, 11. September 2026, 19:00 Uhr
Ort:
Lambertuskirche Brück
Adresse:
Straße des Friedens 35, 14822 Brück
Preis:
ab 20,00 €

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