Mit 26 Jahren ist der vielfach ausgezeichnete deutsche Dirigent Aurel Dawidiuk in seinem Metier bereits weit gekommen – seit zwei Jahren ist er fester Gastdirigent beim Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam. Nun ist der Hannoveraner zum ersten Mal bei uns zu Gast und beginnt das Programm mit Brahms‘ spielerischen Haydn-Variationen. Der wiederum ist aus dem Repertoire für Cello nicht mehr wegzudenken – kaum zu glauben, dass das bekannte virtuose C-Dur-Konzert erst 1961 in Prag aufgefunden wurde, nachdem es seit Haydns Lebzeiten als verschollen galt. Im Konzerthaus spielt es die junge, in Russland geborene Cello-Solistin Anastasia Kobekina, die seit 2012 in Deutschland lebt. Danach erklingt Robert Schumanns Vierte, deren erste Fassung 1841 nach drei Monaten zum Geburtstag seiner Frau Clara im September fertig war. Die ersten frühlingshaften Arbeitstage im Hause Schumann beschrieb sie im Ehetagebuch: „Ich [...] höre manchmal das d-Moll wild aus der Ferne her tönen, daß ich schon im Voraus weiß, es ist dies wieder ein Werk aus tiefster Seele geschaffen.“ Das Publikum war zunächst weniger begeistert. Ab 1851 – zwei veröffentlichte Sinfonien später – hat er seine einzige Moll-Sinfonie dann stark überarbeitet. Clara gefiel das Ergebnis eindeutig besser, Brahms aber bevorzugte die erste Version bei weitem.
Johannes Brahms - Variationen über ein Thema von Joseph Haydn B-Dur op. 56aJoseph Haydn - Konzert für Violoncello und Orchester C-Dur Hob VIIb:1PauseRobert Schumann - Sinfonie Nr. 4 d-Moll op. 120
Termin-Details
Termin
Freitag, 27. November 2026, 20:00 Uhr
bis
22:00 Uhr
( 1 weiterer Termin
)
Mit 26 Jahren ist der vielfach ausgezeichnete deutsche Dirigent Aurel Dawidiuk in seinem Metier bereits weit gekommen – seit zwei Jahren ist er fester Gastdirigent beim Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam. Nun ist der Hannoveraner zum ersten Mal bei uns zu Gast und beginnt das Programm mit Brahms‘ spielerischen Haydn-Variationen. Der wiederum ist aus dem Repertoire für Cello nicht mehr wegzudenken – kaum zu glauben, dass das bekannte virtuose C-Dur-Konzert erst 1961 in Prag aufgefunden wurde, nachdem es seit Haydns Lebzeiten als verschollen galt. Im Konzerthaus spielt es die junge, in Russland geborene Cello-Solistin Anastasia Kobekina, die seit 2012 in Deutschland lebt. Danach erklingt Robert Schumanns Vierte, deren erste Fassung 1841 nach drei Monaten zum Geburtstag seiner Frau Clara im September fertig war. Die ersten frühlingshaften Arbeitstage im Hause Schumann beschrieb sie im Ehetagebuch: „Ich [...] höre manchmal das d-Moll wild aus der Ferne her tönen, daß ich schon im Voraus weiß, es ist dies wieder ein Werk aus tiefster Seele geschaffen.“ Das Publikum war zunächst weniger begeistert. Ab 1851 – zwei veröffentlichte Sinfonien später – hat er seine einzige Moll-Sinfonie dann stark überarbeitet. Clara gefiel das Ergebnis eindeutig besser, Brahms aber bevorzugte die erste Version bei weitem.
Johannes Brahms - Variationen über ein Thema von Joseph Haydn B-Dur op. 56aJoseph Haydn - Konzert für Violoncello und Orchester C-Dur Hob VIIb:1PauseRobert Schumann - Sinfonie Nr. 4 d-Moll op. 120
ENSEMBLE-BIOGRAPHIE
Zum POLYPHONIA ENSEMBLE BERLIN schlossen sich vor über 25 Jahren
zunächst fünf Bläser*innen des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin
zusammen. Schon bald wuchs das Ensemble – Streicher*innen kamen hinzu,
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