Philharmonie Berlin
Berliner Philharmoniker II
Sir Simon Rattle, Leitung; de Falla / Milliken (UA) / Janáček
Sir Simon Rattle – Ein Mann mit weißen Locken und einem schwarzen Hemd steht vor einer neutralen Wand. Sein Blick in die Kamera ist entspannt.
© Oliver Helbig
In seiner Ballettkomödie Der Dreispitz übernahm Manuel de Falla Stilmerkmale des Cante Flamenco sowie Tanzmodelle von Farrucca, Fandango und Jota. Das Ergebnis? Ein folkloristisches Klangfeuerwerk in idealisiertem iberischen Nationalidiom, zu dem Sir Simon Rattle und die Berliner Philharmoniker einladen. Nach der Uraufführung von Cathy Millikens why feather yellow für Englischhorn und Orchester folgt mit Leoš Janáčeks sinfonischem Triptychon Taras Bulba nach der gleichnamigen Novelle von Nikolai Gogol ein Abstecher in die Weiten Russlands: mit eingängiger, rhapsodischer Musik zwischen verinnerlichter Lyrik und zupackender Dramatik, die in einem klangvollen Choral endet.
Es war der geniale Impresario Sergej Diaghilew, der Manuel de Falla dazu bewegte, seine pantomimische Farce El corregidor y la molinera für die Ballets Russes umzuarbeiten und weitere Tänze sowie eine Gesangseinlage für Mezzosopran zu komponieren – und das, ohne authentische Folklore zu zitieren. Die Musik „ohne Authentizität“ (de Falla) führte schließlich zum zweiaktigen Ballett El sombrero de tres picos (Der Dreispitz), für dessen gefeierte Londoner Premiere neben Léonide Massine (Choreografie) auch Pablo Picasso (Bühnenbild, Dekorationen und Kostüme) verpflichtet wurde. Musik und Inszenierung, in die auch Anregungen des jungen spanischen Flamenco-Tänzers Felix Fernandes García einflossen, avancierten zu einer der berühmtesten Produktionen der Ballets Russes.
Nach der konzertanten Aufführung dieser sonnendurchfluteten Komödie, in der Rinat Shaham den Mezzosopran-Solopart übernimmt, steht mit dem Philharmoniker Dominik Wollenweber die Premiere des Englischhorn-Konzerts der Oboistin, Komponistin und Musikpädagogin Cathy Milliken auf dem Programm, die von 2005 bis 2012 Leiterin des Education-Programms der Berliner Philharmoniker gewesen ist. Im Anschluss folgt Leoš Janáčeks suggestive Orchesterrhapsodie Taras Bulba nach Gogol, die von den ukrainischen Befreiungskriegen gegen die polnische Okkupation im 17. Jahrhundert handelt. Obwohl der Kosakenhauptmann, nach dem das Werk benannt ist, am Ende katastrophal scheitert, endet der dritte und letzte Satz (Prophezeiung und Tod Taras Bulbas) in einem klangvollen Choral, der mit Orgelklängen und Glockengeläut zum Symbol einer Freiheitsvision wird.
Manuel de Falla (1876–1946)
Der Dreispitz (1917–19)
Ballett in zwei Akten
Konzertante Aufführung
Cathy Milliken
why feather yellow (2026)
Konzert für Englischhorn und Orchester
Auftragswerk der Stiftung Berliner Philharmoniker
Uraufführung
Leoš Janáček (1854–1928)
Taras Bulba (1915–18)
Rhapsodie für Orchester
Es war der geniale Impresario Sergej Diaghilew, der Manuel de Falla dazu bewegte, seine pantomimische Farce El corregidor y la molinera für die Ballets Russes umzuarbeiten und weitere Tänze sowie eine Gesangseinlage für Mezzosopran zu komponieren – und das, ohne authentische Folklore zu zitieren. Die Musik „ohne Authentizität“ (de Falla) führte schließlich zum zweiaktigen Ballett El sombrero de tres picos (Der Dreispitz), für dessen gefeierte Londoner Premiere neben Léonide Massine (Choreografie) auch Pablo Picasso (Bühnenbild, Dekorationen und Kostüme) verpflichtet wurde. Musik und Inszenierung, in die auch Anregungen des jungen spanischen Flamenco-Tänzers Felix Fernandes García einflossen, avancierten zu einer der berühmtesten Produktionen der Ballets Russes.
Nach der konzertanten Aufführung dieser sonnendurchfluteten Komödie, in der Rinat Shaham den Mezzosopran-Solopart übernimmt, steht mit dem Philharmoniker Dominik Wollenweber die Premiere des Englischhorn-Konzerts der Oboistin, Komponistin und Musikpädagogin Cathy Milliken auf dem Programm, die von 2005 bis 2012 Leiterin des Education-Programms der Berliner Philharmoniker gewesen ist. Im Anschluss folgt Leoš Janáčeks suggestive Orchesterrhapsodie Taras Bulba nach Gogol, die von den ukrainischen Befreiungskriegen gegen die polnische Okkupation im 17. Jahrhundert handelt. Obwohl der Kosakenhauptmann, nach dem das Werk benannt ist, am Ende katastrophal scheitert, endet der dritte und letzte Satz (Prophezeiung und Tod Taras Bulbas) in einem klangvollen Choral, der mit Orgelklängen und Glockengeläut zum Symbol einer Freiheitsvision wird.
Manuel de Falla (1876–1946)
Der Dreispitz (1917–19)
Ballett in zwei Akten
Konzertante Aufführung
Cathy Milliken
why feather yellow (2026)
Konzert für Englischhorn und Orchester
Auftragswerk der Stiftung Berliner Philharmoniker
Uraufführung
Leoš Janáček (1854–1928)
Taras Bulba (1915–18)
Rhapsodie für Orchester
Künstler/Beteiligte: Rinat Shaham, Dominik Wollenweber, Simon Rattle
Veranstaltungen der Stiftung Berliner Philharmoniker in Kooperation mit Berliner Festspiele / Musikfest Berlin
Einführungsveranstaltung
jeweils 45 Minuten vor Konzertbeginn, Südfoyer
Programmheft vor Ort
Einführungsveranstaltung
jeweils 45 Minuten vor Konzertbeginn, Südfoyer
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