Jazzfest Berlin 2026: Karoline Wallace
Eon
Karoline Wallace – Personengruppe in dunklem Raum, sitzt an Tisch mit Essen und Getränken, Person mit Hut steht am Fenster.
© Eirik Havnes
Karoline Wallace: Eon
(NO)
Deutschlandpremiere
Wie viele andere Künstler*innen der diesjährigen Ausgabe des Jazzfest Berlin weigert sich die norwegische Sängerin und Komponistin Karoline Wallace, ihr Werk irgendeiner Art von Kategorisierung zu unterziehen. Ihre eigenen Projekte schöpfen regelmäßig aus einer Vielzahl von Quellen und Inspirationen wie etwa Folk, Rock, Free Jazz, Ambient-Musik und Art-Pop, doch drängt sich zu keiner Zeit das Gefühl auf, dass sie wahllos unterschiedliche Elemente in einen Topf werfen würde. In den letzten acht Jahren war Wallace sowohl als Bandleaderin wie auch als Begleitmusikerin und Arrangeurin an einer Vielzahl von Projekten beteiligt. Angesichts dieses Œuvres überrascht es keinesfalls, dass ihr neuestes, in Quintettformation umgesetztes Album Eon ein vergleichbar breites Spektrum abdeckt. Bereits ihre bisherigen Projekte als Bandleaderin waren vielversprechend, mit Eon jedoch erreicht Wallace ihren vorläufigen Zenit. So verlockend es sein mag, die verschiedenen Bestandteile dieses musikalischen Gesamtwerks auseinanderzunehmen: Nicht nur wäre dies ein aussichtsloses Unterfangen, auch würde es bedeuten, seinem eigentlichen Charakter nicht gerecht zu werden.
Wallace wird von einer fantastischen Band – bestehend aus der Saxofonistin Signe Emmeluth, die im Vorjahr ihr Projekt BANSHEE beim Jazzfest Berlin auf die Bühne brachte, dem Gitarristen Karl Bjorå, dem Cellisten Joel Ring und dem Schlagzeuger Martin Langlie – unterstützt und schafft wunderschöne Melodien, die sich durch stetig wandelnde Klanglandschaften winden. Da sind die luftigen Balladen mit ihren schwerelosen elektronischen Texturen und den unendlich einfallsreichen Gitarrenphrasen und Licks von Bjorå, die um die Stimme der Sängerin herumtänzeln. Andere Songs, wie etwa Atlas, erzeugen ein wildes, kratziges Getöse und lassen Langlie klingen, als würde er auf Altmetall eindreschen, während Emmeluth auf dem Altsaxofon jammt und Bjorå laute Phrasen und Läufe produziert, die sich in die ruppigen Beats einkuscheln. Ob sie ihre Texte nun flüstert oder sie doch hinausschreit: Wallace behält stets die Zügel in der Hand, während ihre Arrangements gekonnt die Schönheit der Texte mit diesem unbändigen Klangchaos ausbalancieren. Ihr Projekt Eon feiert beim diesjährigen Jazzfest Berlin seine Deutschlandpremiere.
Line-up
Karoline Wallace – Stimme, Elektronik
Signe Emmeluth – Altsaxofon, Flöte, Elektronik
Karl Bjorå – Gitarre
Joel Ring – Violoncello
Martin Langlie – Schlagzeug, Banjo, Elektronik
(NO)
Deutschlandpremiere
Wie viele andere Künstler*innen der diesjährigen Ausgabe des Jazzfest Berlin weigert sich die norwegische Sängerin und Komponistin Karoline Wallace, ihr Werk irgendeiner Art von Kategorisierung zu unterziehen. Ihre eigenen Projekte schöpfen regelmäßig aus einer Vielzahl von Quellen und Inspirationen wie etwa Folk, Rock, Free Jazz, Ambient-Musik und Art-Pop, doch drängt sich zu keiner Zeit das Gefühl auf, dass sie wahllos unterschiedliche Elemente in einen Topf werfen würde. In den letzten acht Jahren war Wallace sowohl als Bandleaderin wie auch als Begleitmusikerin und Arrangeurin an einer Vielzahl von Projekten beteiligt. Angesichts dieses Œuvres überrascht es keinesfalls, dass ihr neuestes, in Quintettformation umgesetztes Album Eon ein vergleichbar breites Spektrum abdeckt. Bereits ihre bisherigen Projekte als Bandleaderin waren vielversprechend, mit Eon jedoch erreicht Wallace ihren vorläufigen Zenit. So verlockend es sein mag, die verschiedenen Bestandteile dieses musikalischen Gesamtwerks auseinanderzunehmen: Nicht nur wäre dies ein aussichtsloses Unterfangen, auch würde es bedeuten, seinem eigentlichen Charakter nicht gerecht zu werden.
Wallace wird von einer fantastischen Band – bestehend aus der Saxofonistin Signe Emmeluth, die im Vorjahr ihr Projekt BANSHEE beim Jazzfest Berlin auf die Bühne brachte, dem Gitarristen Karl Bjorå, dem Cellisten Joel Ring und dem Schlagzeuger Martin Langlie – unterstützt und schafft wunderschöne Melodien, die sich durch stetig wandelnde Klanglandschaften winden. Da sind die luftigen Balladen mit ihren schwerelosen elektronischen Texturen und den unendlich einfallsreichen Gitarrenphrasen und Licks von Bjorå, die um die Stimme der Sängerin herumtänzeln. Andere Songs, wie etwa Atlas, erzeugen ein wildes, kratziges Getöse und lassen Langlie klingen, als würde er auf Altmetall eindreschen, während Emmeluth auf dem Altsaxofon jammt und Bjorå laute Phrasen und Läufe produziert, die sich in die ruppigen Beats einkuscheln. Ob sie ihre Texte nun flüstert oder sie doch hinausschreit: Wallace behält stets die Zügel in der Hand, während ihre Arrangements gekonnt die Schönheit der Texte mit diesem unbändigen Klangchaos ausbalancieren. Ihr Projekt Eon feiert beim diesjährigen Jazzfest Berlin seine Deutschlandpremiere.
Line-up
Karoline Wallace – Stimme, Elektronik
Signe Emmeluth – Altsaxofon, Flöte, Elektronik
Karl Bjorå – Gitarre
Joel Ring – Violoncello
Martin Langlie – Schlagzeug, Banjo, Elektronik
Laufzeit: Do, 29.10.2026 bis So, 01.11.2026
Nächster Termin: Karoline Wallace: Eon
- Termin Donnerstag, 29. Oktober 2026, 22:30 Uhr
- Ort Quasimodo
- Adresse Kantstraße 12A, 10623 Berlin-Charlottenburg
- Preis ab 23,78 €
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