Die Schiller-Bibliothek wurde 1920 als Kinder- und Jugendbibliothek gegründet und befand sich zunächst im ersten Stock des Lehrerwohnhauses der Schule am Schillerpark im Englischen Viertel des Weddings. 1936 wurde das Angebot auch auf Erwachsene ausgeweitet; der Bestand umfasste zu diesem Zeitpunkt 10.375 Medien.
2006 zog die Bibliothek, inzwischen an der oberen Müllerstraße beheimatet, in das Rathaus Wedding. Dort nutzte sie den ehemaligen Saal der Bezirksverordnetenversammlung, der nach der Fusion der Bezirke Wedding, Mitte und Tiergarten keine Funktion mehr hatte. Auf rund 300 m² wurden knapp 40.000 Medien untergebracht. Diesen Standort nutzte die Bibliothek bis Dezember 2014.
Seit Juli 2015 befindet sie sich in einem eigenen Neubau neben dem Rathaus Wedding. Der Bau begann im Mai 2013 und wurde zwei Jahre später abgeschlossen. Die Kosten von 6,4 Millionen Euro wurden über Städtebauförderung, das Bund-Länder-Programm „Aktive Zentren“ Müllerstraße, das Programm „Bibliothek im Stadtteil“ des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung sowie aus bezirklichen Mitteln finanziert. In den Neubau wurden außerdem die Bestände der Hugo-Heimann-Bibliothek an der Swinemünder Straße integriert, die im Zuge des Neubaus geschlossen wurde.
Ihren Fokus auf junge Menschen und ihre Anliegen hat sich die Schiller-Bibliothek erhalten. Heute ist sie Treffpunkt und Anlaufstelle für Menschen in allen Lebenslagen.