History KMA I

Zwischen Proskauer Straße und Strausberger Platz wird die Frankfurter Allee – ab 1949 Stalinallee – im Baustil „Nationaler Traditionen“ neu aufgebaut. Dafür werden aus Kriegstrümmern rückgewonnene Ziegelsteine verwendet.

Der Prachtboulevard beeindruckt mit seiner Vielfalt an Läden, gehobenen Restaurants und komfortablen Wohnungen hinter reich verzierten, repräsentativen Fassaden.

Im Zentrum der Allee stehen die Deutsche Sporthalle und ein Stalindenkmal. Nach Stalins Tod befiehlt dessen Nachfolger Chruschtschow, auf das Industrielle Bauen umzustellen.

1949

1949

Gründung zweier deutscher Staaten: 23. Mai: Bundesrepublik Deutschland, 7. Oktober: DDR

Öffentliche Vorstellung vom Kollektivplan im August: Visualisierung einer locker bebauten Stadtlandschaft für Gesamtberlin (Hans Scharoun, Architekt)

Umbenennung der Frankfurter Allee in Stalinallee am 21. Dezember

Kollektivplan, erstellt vom Planungskollektiv unter Leitung von Hans Scharoun für den Magistrat von Berlin. 1946

Kollektivplan, erstellt vom Planungskollektiv unter Leitung von Hans Scharoun für den Magistrat von Berlin, 1946

S-Bahnhof Stalinallee, Benennung 1949–1961 (heute Frankfurter Allee)

S-Bahnhof Stalinallee, Benennung 1949–1961 (heute Frankfurter Allee)

1948-1949
Laubenganghaus, Karl-Marx-Allee 102–104

Laubenganghaus kurz nach Fertigstellung

1948–1949

Planung der „Wohnzelle Friedrichshain” als Teil des Kollektivplans (Hans Scharoun, Architekt), Bau der ersten Laubenganghäuser an der Frankfurter Allee im Stil des Neuen Bauens (Ludmilla Herzenstein, Architektin)

Währungsreform, sowjetische Blockade der Westsektoren, Luftbrücke

Flugzeuge der Luftbrücke auf dem Flugplatz Tempelhof

Flugzeuge der Luftbrücke auf dem Flugplatz Tempelhof

1950

1950

Reise einer Delegation Berliner Architekten zum Studium des national geprägten, sozialistischen Baustils nach Moskau, „16 Grundsätze des Städtebaus” bestimmen die Wende der Architektur von der Moderne zum „Bauen in Nationalen Traditionen“ in der DDR

Abreise der Architekten Leucht, Collein, Bolz, Adler, Piesternick, Liebknecht nach Moskau

Abreise der Architekten Leucht, Collein, Bolz, Adler, Piesternick, Liebknecht nach Moskau

1950–1953

Koreakrieg und Teilung in Nord- und Südkorea

1951

1951

Planung und Bau der Deutschen Sporthalle (Richard Paulick, Architekt), Eröffnung zu den III. Weltjugendspielen am 2. August

Deutsche Sporthalle mit Blick entlang der Allee Richtung Osten

Deutsche Sporthalle mit Blick entlang der Allee Richtung Osten

1952
Hochhaus an der Weberwiese

Hochhaus an der Weberwiese

1952

Bau des Hochhauses an der Weberwiese als Vorbild für die weitere Gestaltung der Stalinallee (Hermann Henselmann, Architekt)

1953-1958
Volksaufstand am 17. Juni 1953, Demonstranten in der Stalinallee

Volksaufstand am 17. Juni 1953, Demonstranten in der Stalinallee

1953

Tod Josef Stalins am 5. März, Volksaufstand in Ost-Berlin und in der DDR am 17. Juni

1953–1958

Bebauung der Stalinallee zwischen Proskauer Straße und Strausberger Platz, der KMA 1. Bauabschnitt (Kollektive Henselmann, Hopp, Paulick, Leucht, Hartmann, Souradny, Architekten)

Blick vom Haus des Kindes über den Strausberger Platz auf die Allee

Blick vom Haus des Kindes über den Strausberger Platz auf die Allee

1955

NATO-Beitritt der Bundesrepublik und Gründung des Warschauer Pakts am 9. Mai bzw. 14. Mai

1956

Nikita Chruschtschow kritisiert auf dem XX. Parteitag der KPdSU Stalins Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Beginn der „Entstalinisierung”

1957

Internationale Bauausstellung „Interbau“ im Hansaviertel zum Wiederaufbau West-Berlins im Stil der Moderne

Wohnhaus Klopstockstraße 14-18, Hansaviertel, Architekt: Pierre Vago

Wohnhaus Klopstockstraße 14-18, Hansaviertel, Architekt: Pierre Vago

1961

Abriss des Stalindenkmals und Umbenennung der Stalinallee in Karl-Marx-Allee am 13. November

1972

Abriss der baufälligen Deutschen Sporthalle

Sprengung der Deutschen Sporthalle

Sprengung der Deutschen Sporthalle