Frankfurter Tor 1 (nordwestliche Platzlage), Frankfurter Tor 9 (südwestliche Platzlage)
Bauzeit: 1955–1960
Architektur: Kollektiv Hermann Henselmann
Turmbekrönung mit Wiedererkennungswert
Die Wohn- und Geschäftshäuser am rechteckigen Platz Frankfurter Tor entstanden nach Henselmanns Entwürfen.
Den imposanten Hauptakzent am Platz setzen die beiden Turmbauten an der Einmündung der Magistrale – ebenso wie die Hochhäuser am Strausberger Platz. Sie alle prägen die Stadtsilhouette Berlins.
Die kubischen Baukörper mit neun Wohnetagen überragen die Blockrandbebauung. Ihre feingliedrigen Tamboure (zylindrischen Bauteile) mit Kuppeln zitieren klassizistische Baukunst der Berliner Stadtmitte: Gontards Kuppelaufsätze vom Deutschen und Französischen Dom am Gendarmenmarkt von 1786, die wiederum Vorbild für Hoffmanns Stadthaus von 1911 waren.
Die verglasten Tamboure, die Unterbauten der Kuppeln, sollten ursprünglich als Gemeinschafts- und Gymnastikraum für die Hausbewohner dienen. Zu einer solchen Nutzung kam es jedoch nicht.