Karl-Marx-Allee 71–91B
Bauzeit: 1952
Architektur: Kollektiv Richard Paulick
Repräsentativer „Arbeiterpalast“
Block C-Nord und C-Süd sind die wohl eindrucksvollsten der sieben Baublöcke, die zwischen 1952 und 1960 an der Allee durch sechs Architektenkollektive entstanden.
Architekt Richard Paulick war Koordinator des gesamten Baugeschehens an der Allee. Seine Position könnte den Einfallsreichtum und die Sorgfalt in Gliederung und Dekorelementen von Block C erklären. Block C sollte offenbar ein vorbildgebendes Paradestück der Allee werden.
Block C-Nord und C-Süd haben spiegelbildliche Fassaden von 260 Metern Länge und sind mittebetont. Sie erinnern an Schlösser oder Palais des Barocks und des Klassizismus – wegen der zurück versetzten Mittelteile mit Seitenflügeln, der Vielzahl der Fensterachsen, und der markanten Portale und Schmuckdetails.
Von besonderer Wirkung sind die expressiven Dachabschlüsse mit filigranem Gerüstwerk. Die Fassaden veredeln dekorative Keramikplatten.