Strausberger Platz 19 (südwestliche Platzlage)
Bauzeit: 1952–1954
Architektur: Kollektiv Hermann Henselmann
Wandbild in der Vorhalle: Bert Heller
Wohnungen und ein Kaufhaus für Kinder – vereint im Haus des Kindes
Das südliche Hochhaus steht exakt in der Achse der Allee und ist somit immer im Fokus.
Es hatte eine außergewöhnliche innere Aufteilung durch die Kombination von einem Kaufhaus und einem Wohnhaus.
Zu den Nutzflächen des HO-Kinderkaufhauses gehörte ein Kellergeschoss (Puppentheater), Teile vom Erdgeschoss (Eingangshalle mit Imbiss und Kindertagesstätte), das erste und zweite Geschoss (Verkaufsflächen) und das 11. und 12. Geschoss (Kindercafé). Die Innenräume besaßen eine hochwertige, künstlerische Ausstattung. Sie war im Maßstab und motivisch auf die Kinderkunden ausgerichtet.
Die Wohnungen im 3. bis 10. Geschoss waren, so Henselmann, „größer und reicher ausstattet als in der übrigen Stalinallee.“ Von Anfang an lebte eine privilegierte Bewohnerschaft im Haus.
Heute vermitteln nur noch die Gestaltung der Pförtnerloge und die Stuckintarsien des Wandbilds „Berliner Volkslieder“ in der Vorhalle vom Wohnhaus eine etwaige Vorstellung von der Qualität der verlorenen Ausstattung des Kinderkaufhauses von 1954.