Schillingstraße 27–29 (Südseite)
Bauzeit: 1965
Architektur: Kollektiv Josef Kaiser mit Klaus Deutschmann
Keramikverkleideter Großtafelbau – ein Baudenkmal seit 2013
Das Gebiet zwischen Strausberger Platz und Alexanderplatz ist geprägt durch Wohnarchitektur in industriell vorgefertigter Großplatten-Bauweise, errichtet zwischen 1959 und 1964.
Ein Beispiel ist das achtgeschossige Scheibenhochhaus Schillingstraße 27–29 von 1965, ein Sondertyp der Typenreihe Q P (Querwand-Plattenbauweise, kurz Querplatte).
Es ist die einzige Wohnscheibe im Gebiet der KMA II, deren Fassade in den letzten Jahren nicht verändert oder mit einer Wärmedämmung versehen wurde. Nur hier ist die damals innovative Verkleidung der Leichtbetonplatten mit Keramikfliesen original erhalten. Die hellen, matt glänzenden, am Gesimsband teils farbig ornamentierten Fliesen stammten aus dem VEB-Plattenwerk Meißen.
Die einst offenen Fugen zwischen den Großplatten sind heute mit Metallleisten überdeckt, um die Zersetzung der asbesthaltigen Füllmasse durch UV-Licht zu verhindern.