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Leitlinien unserer Arbeit

Wir als Mitarbeiter*innen des LfG-B orientieren uns in unserer Haltung gegenüber den Bewohner/innen und der Zielsetzung unserer Arbeit an den folgenden Leitlinien:

1. Unser Verhältnis zu Bewohner*innen

Wir arbeiten professionell, respektvoll, ressourcen- und lösungsorientiert mit unseren Bewohner*innen. Wir begegnen ihnen wertschätzend, empathisch und vertrauensvoll und hören ihnen aktiv zu. Dabei reflektieren wir im Teamaustausch das Nähe-Distanz-Verhältnis.
Wir erkennen die vorhandenen Kompetenzen der einzelnen Bewohner*innen und unterstützen sie dabei, diese auf individueller, gruppenbezogener, institutioneller und gesellschaftlicher Ebene einzubringen und zu stärken.
Wir nutzen verschiedene und kreative Wege der Kommunikation mit Bewohner*innen. Innerhalb des vorgegebenen Rahmens gestalten wir unsere Ansprechbarkeit orientiert an den Bedarfen der Bewohner*innen und respektieren ihre Privatsphäre.

2. Individuelle Teilhabe

Unsere Arbeit ist darauf ausgerichtet, dass Bewohner*innen ein eigenständiges Leben in Deutschland aufbauen, aktiv am gesellschaftlichen Leben teilhaben, selbst definierte Ziele erreichen und positive, nachhaltige Perspektiven entwickeln.

Bewohner*innen in Unterkünften sind Individuen mit diversen persönlichen Ressourcen und in verschiedenen Lebenslagen. Entsprechend unterschiedlich sind ihre Bedarfe an Information, Ideen, Ermutigung und Unterstützung.
Handlungsleitend bei allen Entscheidungen ist deren Beitrag zur Erreichung der genannten Ziele. In Abhängigkeit von der individuellen Person und der konkreten Situation wählen wir die jeweils geeigneten Methoden und Angebote, passen sie kontinuierlich an und arbeiten mit anderen geeigneten Akteuren zusammen. Sowohl in komplexen Fällen und als auch bei Bedarf an Begleitung außerhalb der Unterkunft tun wir dies nach Beratung im Team und Abstimmung mit der Leitung.

Bewohner*innen tragen die Verantwortung für ihr eigenes Leben und das ihrer Kinder. Bei Bedarf aktivieren und unterstützen wir sie, diese Verantwortung zu übernehmen. Dabei leisten wir Hilfe zur Eigenständigkeit und folgen dem Grundsatz, so viel zu helfen wie nötig.

3. Sozialraumorientierung

Wir ermutigen und unterstützen Bewohner*innen, soziale Netzwerke im Sozialraum aufzubauen, Regelangebote außerhalb der Unterkunft zu nutzen und sich aktiv einzubringen.
Angebote innerhalb der Unterkunft sind für uns dann sinnvoll, wenn sie zur aktiven Teilhabe am gesellschaftlichen Leben befähigen bzw. motivieren, nicht mit Regelangeboten außerhalb der Unterkunft konkurrieren oder von Bewohner*innen initiiert sind.

Wir begreifen Integration als wechselseitigen Prozess und Vorstufe zu Inklusion. Deshalb wirken wir auch in die Aufnahmegesellschaft hinein und fördern die Begegnung und Interaktion zwischen dieser und den Bewohner*innen.

4. Partizipation in der Unterkunft

Bei der Erfüllung unserer öffentlichen Aufgaben und der Gestaltung eines friedlichen Zusammenlebens in der Unterkunft suchen wir aktiv nach Handlungsspielräumen. Wir nutzen diese, um den Bewohner*innen Möglichkeiten zur Gestaltung ihres Lebensumfelds und zur Befriedigung von sozialen und materiellen Grundbedürfnissen zu eröffnen bzw. zu erhalten.
Ebenso suchen und nutzen wir Gelegenheiten, Verantwortung und Entscheidungsbefugnisse an Bewohner*innen – sowohl an Erwachsene, als auch an Kinder und Jugendliche – abzugeben.
[Stand: 29.03.2019]