Der Auftrag der vom Bund finanzierten Institution lautet: Hauptstadtkultur. Das beinhaltet die Präsentation großer Namen wie auch innovativer zeitgenössischer Ansätze. Die 1951 gegründeten Berliner Festspiele waren als kultureller Frontstadtposten errichtet worden, als ein „kulturelles KaDeWe des Kalten Krieges“. So nennt es Intendant Thomas Osterender, der den einstigen West-Berliner Kulturtanker seit Januar 2012 zu neuen Ufern führt. Nachdem die strategische Funktion der Festspiele als Brückenschlag und Drehscheibe zwischen Ost und West nach dem Zusammenbruch des Ostblocks obsolet geworden war, haben Oberenders Vorgänger
Ulrich Eckhardt und ab 2001 Joachim Sartorius unter dem Festspiele-Dach eine Reihe hoch spezialisierter jährlich wiederkehrender Festivals veranstaltet, die im Leben der Stadt eine Art Kulturkalender bilden.
Die regelmäßigen Veranstaltungsreihen und Festivals der Berliner Festwochen sind die zeitgenössischen Klängen verpflichtete MaerzMusik, das renommierte Theatertreffen Berlin im Mai, das musikfest berlin und das internationale literaturfestival berlin im September, die Performance-Plattform „Foreign Affairs“ und das Berliner JazzFest im Herbst. Daneben widmen sich die Berliner Festspiele in Bundeswettbewerben den talentierten Nachwuchs beim „Treffen junge Musik-Szene“, „Treffen junger Autoren“ und dem „Theatertreffen der Jugend“.
Oberender will nun die Superstruktur der Festspiele zwischen bildender Kunst, Musik, Literatur und Performing Arts durchlässiger machen und das Haus der Berliner Festspiele auch zwischen den einzelnen Festivals mit Leben füllen. Dazu entstehen neue kleine Spielstätten in den Foyers und die Kassenhalle in dem von Fritz Bornemann 1963 errichteten Vorbau wird ein „Debützentrum“.
Quelle: Kulturverführer Berlin , 10. Auflage
| Adresse: |
Berliner Festspiele
Schaperstr. 24
10719 Berlin
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| Telefon: | 030 254 89-0 |
| Internetadresse: | www.berlinerfestspiele.de/ |
| Nahverkehr: | U-Bahn:
Bus:
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