Coronavirus in Berlin

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Senatsgesundheitsverwaltung informiert über das weitere Vorgehen zur Impfstoffaussetzung von AstraZeneca - Neue Impftermine für über 60-Jährige schon ab Karfreitag verfügbar

Pressemitteilung vom 31.03.2021

In der gestrigen Gesundheitsministerkonferenz (GMK) wurde Beschluss gefasst, den Impfstoff AstraZeneca in der Regel nicht mehr an Personen unter 60 Jahren zu verimpfen. Das Land Berlin hatte die Impfungen bereits am gestrigen Tage vorsorglich gestoppt.

Personen, die in Berlin ihren AstraZeneca-Termin gebucht hatten, wurden per E-Mail oder SMS über die Absage ihrer Termine informiert, sofern sie diese Kontaktmöglichkeiten bei der Buchung angegeben haben, ansonsten über die Medien, online, oder in der Hotline bei Nachfrage. Der vergebene Impfcode behält selbstverständlich für alle ausgefallenen Impfungen seine Gültigkeit und kann für eine nächste Buchung genutzt werden.

Beim Personal der weiterführenden und beruflichen Schulen ist dies jedoch anders. Bei dieser Gruppe gibt es eine Abfrage im Buchungsprozess. Darin werden die Betreffenden gebeten, aus Fairnessgründen gegenüber den chronisch Kranken und älteren Personen, sich erst um einen Impftermin wieder zu bemühen, wenn sie im Rahmen der Priorität 3 dazu öffentlich aufgerufen werden. Dies wird an der Registrierung im Impfzentrum kontrolliert, um Umgehungsversuche zu verhindern.

Vor dem 14. April 2021 sind noch keine Zweitimpfungen terminiert. Grundsätzlich können sie nach entsprechender ärztlicher Beratung jedoch durchgeführt werden. Im Verlauf des April rechnet das Paul-Ehrlich-Institut mit Daten über die Wirksamkeit kombinierter Impfstoffe, also z.B. für den Fall, dass der Zweitimpfungstermin mit Biontech durchgeführt wird, obwohl die Erstimpfung mit AstraZeneca durchgeführt wurde.

Die GMK hat ebenfalls beschlossen, dass sich Personen, die das 60. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und die gemeinsam mit dem impfenden Arzt nach ärztlichem Ermessen und bei individueller Risikoanalyse nach sorgfältiger Aufklärung entscheiden können, ob sie doch mit AstraZeneca geimpft werden wollen. Die Ärztinnen und Ärzte im Modellprojekt entscheiden deshalb selber mit ihren Patientinnen und Patienten, ob sie AstraZeneca an unter 60jährige verimpfen. In den Impfzentren ist dies aufgrund des Beratungsbedarfs jedoch ausgeschlossen. Die Empfehlung der Ständigen Impfkommission bietet hierfür den nötigen Spielraum. Die Arztpraxen im Modellprojekt können ab sofort ihre 60-70-jährigen Patientinnen und Patienten mit AstraZeneca impfen.

Für die über 60-jährigen, die noch keine Impfeinladungen aufgrund einer anderen Priorität bekommen haben, wird ein besonderes Team in der Hotline eingerichtet. Die Betroffenen können schon ab dem 1. April ausschließlich telefonisch an der Impfhotline 030/9028-2200 einen Termin erhalten. Dafür ist eine E-Mailadresse oder eine Handynummer erforderlich. Die Termine können für den 2.-6. April im CIZ-Tegel oder vom 2.-11. April im CIZ-Tempelhof gebucht werden und stehen nur für Impfungen mit AstraZeneca zur Verfügung.

Derzeit sind über 300.000 Menschen im Alter 60-69 noch nicht eingeladen worden und gehören nicht zu den bereits eingeladenen Menschen mit chronischen Erkrankungen.

Pressekontakt: Moritz Quiske,
Pressesprecher der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung
030 90 28 28 53
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