Schwarze Großbuchstaben auf weißem Grund: Inklusiv und ideologiekritisch? Zugänge zur Antisemitismus- und Rassimuskritik in der Gedenkstättenpraxis. 17. und 18. September 2026 in der Niedersächsischen Landesvertretung in Berlin.

Tagung: Inklusiv und Ideologiekritisch, 17./18.9.26

Tagung: Inklusiv und Ideologiekritisch? Zugänge zu Antisemitismus- und Rassismuskritik in der Gedenkstättenpraxis

Gedenkstättenpädagogik steht vor einer doppelten Anforderung: Sie soll ideologiekritisch arbeiten — Antisemitismus (und andere Phänomene gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit) benennen, Entmenschlichung dekonstruieren, Täter*innen-Perspektiven analysieren — und gleichzeitig für möglichst viele Menschen zugänglich sein, unabhängig von Vorwissen, Sprachkompetenz oder schulischer Bildung. Leichte Sprache, barrierefreie Gestaltung und diversitätssensible Formate sind dabei längst keine Randthemen mehr, sondern Teil des pädagogischen Selbstverständnisses vieler Einrichtungen.

Aber was geschieht mit einem ideologiekritischen Argument, wenn es vereinfacht wird? Registrieren Besucher*innen den Unterschied zwischen einer Aussage, die Antisemitismus beschreibt, und einer, die ihn analysiert und dekonstruiert? Führt sprachliche Reduktion zu tieferem Verstehen — oder erzeugt sie vor allem Zustimmung ohne Erkenntnis?

Die Fachtagung “Inklusiv und Ideologiekritisch?” in der Niedersächsischen Landesvertretung in Berlin (In den Ministergärten 10) nimmt diese Spannung ernst und macht sie zum Gegenstand. Sie bringt Theorie und Praxis ins Gespräch: Sprachwissenschaftliche und ideologietheoretische Perspektiven treffen auf konkrete Erfahrungen aus Ausstellungen, Schulprogrammen und digitalen Formaten. Empirische Befunde zur Rezeption von Gedenkstättenangeboten werden ebenso verhandelt wie die Frage, was multimodale Vermittlung — Podcast, Audiodeskription, Ausstellungsgestaltung — für den ideologiekritischen Anspruch bedeutet.

Das ausführliche Programm und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie im Link zu unserer Homepage, unten unter "Weitere Informationen". Wir bitten um Anmeldung bis zum 11. September 2026.

Für die Teilnahme wird ein Beitrag von 85 Euro (ermäßigt 45 Euro) erhoben, darin enthalten sind auch Getränke und Speisen. Für Rückfragen zur Anmeldung wenden Sie sich gern an info[at]stiftung-ng.de.

Diese Fachtagung ist eine Kooperationsveranstaltung der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten mit der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz.

Kategorien: Bildung, Schule, Kunst, Kultur, Ausstellungen

Bezirk: Mitte

Veranstaltungsort

Landesvertretung Niedersachsen
In den Ministergärten 10
10117 Berlin

Veranstalter

Haus der Wannsee-Konferenz
Am Großen Wannsee 56-58
14109 Berlin

Nächste Termine

  • 17.09.2026 um 11:30 - 20:30 Uhr
  • 18.09.2026 um 09:00 - 15:00 Uhr

Kontakt

Weitere Informationen

Homepage
Zum Kalender
Zum Kalender
Zur Webseite
Zur Webseite
E-Mail schreiben
E-Mail schreiben

Zurück zur Suche