Lesung & Gespräch: Die DDR und das Patriarchat
Zweifellos und auch international anerkannt ist die „Gleichberechtigung“ von Mann und Frau eine der größten Errungenschaften der DDR. Ein selbstbestimmtes Leben, finanzielle Unabhängigkeit und ein Ende der „Ernährerrolle“ des Mannes gehören zur Identität Ostdeutscher Frauen und Männer. Und dennoch trug die Frau die Doppelbelbelastung aus bezahlter Lohnarbeit plus unbezahlter Care-Work in Familie und Haushalt. „Männliche“ Verhaltensmuster in Bezug auf private Sorge- und Pflegearbeit änderten sich auch im realexistierenden Sozialismus nicht von heute auf morgen. Im Beruflichen und im Privaten lebte das Patriarchat fort.
Die Autorinnen Dr. Uta Mitsching-Viertel und Ellen Händler gehen der Frage nach patriarchalen Strukturen im realexistierenden Sozialismus am 22.10.2026 um 17 Uhr in einer Lesung im Nachbarschaftstreff Kietzer Feld nach. Anhand ihrer Bücher „Unerhörte Ostfrauen“, „ProblemZoneOstmann?“ und „Die DDR ist nachhal(l)tig“ analysieren sie in 80 narrativen Interviews der älteren Generation-Ost Erfahrungen und Erkenntnisse zum Familienleben, beruflichen Karrieren und traditionellen Rollenverständnissen von „Mann“ und „Frau“ innerhalb einer binären Zweigeschlechterordnung.
Es wird die Gelegenheit geben, eigene Fragen an die Vortragenden zu richten und in den Austausch zu treten.
Kategorien: Lesungen, Vorträge
Bezirk: Treptow-Köpenick
Veranstaltungsort
Veranstalter
Termin
- 22.10.2026 um 17:00 - 19:00 Uhr
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