Foto: Hani Esther Portner, 2026.
Queer und jüdisch im „Dritten Reich“ und darüber hinaus: Vier Vorträge und ein Gespräch über jüdisch-queere Lebensgeschichten
In der bisherigen Holocaust-Forschung gibt es die Tendenz, Protagonist*innen in einer Kategorie zu verorten. Verfolgte queere Menschen gelten meist als Nichtjuden, jüdische Opfer implizit als heterosexuell.
Das Mitte Museum lädt zu einem Gesprächsabend über Menschen ein, die beides waren: queer und jüdisch. Durch die Vorträge von vier Referent*innen beleuchtet die Veranstaltung jüdisch-queere Lebensgeschichten zwischen 1933 und 1945 und darüber hinaus.
Hani Portner (they/them) spricht über die lesbisch-jüdische Malerin Gertrude Sandmann und ihr Überleben in Berlin. Jake Schneider (er/ihm) widmet sich der Verbindung von Queerness, jiddischer Sprache und Kultur. Paige Harouse (sie/ihr) berichtet über die Lebensrealitäten schwuler und lesbischer JudenJüdinnen im KZ Sachsenhausen, und Rafael Nasemann (er/ihm) stellt das Erinnerungsprojekt „Queere Heldinnen“ vor, das unter anderem an das Leben vieler queerer Berliner Juden*Jüdinnen erinnert.
Im Anschluss laden wir zum gemeinsamen Austausch ein.
Die Veranstaltung findet in deutscher Lautsprache statt.
Das Mitte Museum ist weitestgehend barrierefrei. Das Gebäude verfügt über einen rollstuhlgerechten Zugang vom Außengelände und eine barrierefreie Toilette im Erdgeschoss.
Kategorien: Kunst, Kultur, Lesungen, Vorträge
Bezirk: Mitte
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