Real Girl, 2026
Foto: Laura Bruce
5 neue Ausstellungen .................................... im ZAK - Zentrum für Aktuelle Kunst -
19.09.2026 bis 03.01.2027
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Eröffnung Freitag, 18.09. um 19 Uhr
Begrüßung: Dr. Carola Brückner - Bezirksstadträtin für Kultur
Einführungen:
Dr. Ralf Hartmann - Künstlerischer Leiter ZAK
Prof. Stefan Koppelkamm und Sophia Pompéry - Kuratoren Mart-Stam-Gesellschaft
Ngoi Salucombo - Programmbeauftragter des Goethe-Instituts Angola
Der Künstler Mussunda N’Zombo zeigt zur Eröffnung eine Performance.
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EG Lounge
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WENN TIERE SPRECHEN KÖNNTEN – Funda Özgünaydin
Funda Özgünaydin (*1978 in Frankfurt/ Main) arbeitet ausgehend von einem umfangreichen künstlerischen Materialarchiv an hybriden Bildrealitäten, die durch das Collagieren, Dekonstruieren und (Neu-)Konstruieren von heterogenen Bestandteilen entstehen. In einem permanenten Wechselspiel zwischen fotografischer Vorlage, Materialapplikationen und subjektiver Übermalung generiert die Künstlerin neue Perspektiven auf Bildkonventionen und etablierte Narrative. Dabei verschwimmen Gattungsgrenzen ebenso wie die Texturen künstlerischer Techniken. Zweidimensionale Arbeiten gewinnen haptische Qualitäten hinzu und analoge Medien transformieren sich weiter in den digitalen Raum. Fragen nach Authentizität, Aura und Bedeutung des Bildes lösen sich in visuelle Impulse auf, die jenseits rationaler Zugänge vor allem auf die emotionale Erfahrung Wert legen. Die surrealistischen Strategien der Camouflage, der Überzeichnung und Ironie spielen immer wieder die Hauptrolle in einem kaum zu überblickenden Bilderkosmos.
Hier bietet Funda Özgünaydin Einblicke in ihre weit verzweigten künstlerischen Arbeitsprozesse und zeigt sowohl Fotografie basierte Bildserien, in denen es um das Verhältnis von Tier zu Mensch geht, als auch Videominiaturen und großformatige Malerei, die die Chimäre – das hybride Zwischenwesen - zu einem neuen Medium der kritischen Welterkundung avancieren lässt. Viele ihrer Arbeiten untersuchen überkommene Strukturen und feste Identitäten, um in der Gegenwart komplexer Bildgebungsverfahren der Frage nach der Wahrheit hinter der Oberfläche ein Stück näher zu kommen.
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EG Galerie
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WINDSTILLE NACHT – Ewa Finn // Katharina Poos
Diese Ausstellung bringt mit Ewa Finn (1979 in Warschau) und Katharina Poos (1961 in Berlin) zwei außergewöhnliche Berliner Malerinnen zusammen, deren Arbeiten sich dem Subtilen, dem Unheimlichen und der Psychologie des Unbekannten widmen.
Die Künstlerinnen lassen die Betrachtenden visuell über Motive, Bildzitate und allegorisch aufgeladene Zeichen hinweggleiten, ohne sich dabei thematisch oder inhaltlich festlegen zu wollen. Vielmehr sind ihre Leinwandmalereien und Zeichnungen im besten Sinn des Wortes mehrdeutig, formulieren sie doch einen (wieder-)erkennbaren Bildkanon, der sich der präzisen Deutung und Interpretation jedoch konsequent entzieht.
Charakteristisch für die Malweise von Ewa Finn sind ihre monumentalen und oft dunkeltonigen Bildräume, in denen jedwede Lebewesen – seien es menschliche Figuren oder Tiere – weitgehend haltlos und verloren auf uns wirken müssen. Sie finden ihr kommunikatives Gegenüber weniger außerhalb des Bildes in den Betrachtenden, als vielmehr in einem inneren Dialog mit sich selbst, der Zwiesprache mit einem unklaren Gegenüber.
Ähnlich ungebunden und frei sich miteinander verschränkend platziert Katharina Poos ihr chimärenhaftes Personal auf meist unbehandelter monochromer Leinwand. Ihre sich teils überlagernden, teils durchdringenden Körper sind häufig allein durch subtile Konturen in lichten Farben skizziert. Und doch umweht sie ein Hauch von physischer Bedrohung und existentieller Not, wenn die Situationen handgreiflich werden, wenn Fratzen oder Waffen in den Bildern aufscheinen.
Beinahe schlafwandlerisch bewegen sich sowohl bei Ewa Finn als auch Katharina Poos die Figuren durch symbolische Bildräume, die keinen eigentlichen Raum bieten. Vielmehr resultiert deren Intensität aus ebenso bewussten wie unbewussten Reminiszenzen an religiöse Motive, an die Bildwelten der Romantik oder an aktuelle Pressefotografien.
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PEARLS AND HOOKS - Laura Bruce
Die ebenso beeindruckenden wie rätselhaften Bildwelten von Laura Bruce (* 1959 in East Orange, NJ / USA) entstehen an der produktiven Schnittstelle von Figuration und Abstraktion. Großformatige Farbstiftzeichnungen, lasurhafte Tuschmalereien und farbig gefasste Keramiken prägen die umfangreiche Einzelausstellung der in Berlin lebenden Künstlerin.
Aus unzähligen Micro-Stories – schnell gearbeiteten und eher kleinformatigen Zeichnungen und Tuscheblättern – schöpfend, hat die Künstlerin in rund 30 Jahren ihrer Arbeit ein weit ausgreifendes Werk großformatiger Zeichnungen und Malerei entwickelt. Die Micro-Stories dienen ihr als ein komplexer Fundus von Figuren, Motiven und Bildreminiszenzen für zahlreiche Serien von Zeichnungen, in denen sowohl der fragmentierte menschliche Körper als auch deutungsreiche Symbolwelten eine zentrale Rolle einnehmen.
Laura Bruces Arbeiten charakterisiert die Kunst der Kombination, sei es der Kombination von Formen, Körperfragmenten und Arabesken in Einzelblättern, als auch der großflächigen Kombination mehrteiliger Arbeiten in Clustern und Tableaus. Hinzu kommt immer wieder der Dialog mit der Kunstgeschichte, wie z. B. in der umfassenden Zeichnungsserie Perpetual, 2017, in der sich die Künstlerin intensiv mit Francisco de Goyas Los Caprichos, einer 1799 veröffentlichten Serie von gesellschaftskritischen Aquatinta-Radierungen auseinandersetzt.
So entstehen vor dem Resonanzraum der gleichermaßen subjektiven wie kulturellen Erinnerung Bildnarrative, die selten in eine konkrete Erzählung münden, sondern vielmehr assoziationsreiche Felder bildlicher Analogien und Korrespondenzen bilden.
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EG Projektraum
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PENETRAÇÃO PACÍFICA – Deutsche in Angola
Ein Recherche- und Kunstprojekt des Goethe-Instituts Angola
In Zusammenarbeit mit dem angolanischen Künstler Mussunda N'Zombo und Bruno Fonseca ist das Goethe-Institut Angola seit zwei Jahren auf der Suche nach Spuren unbeschriebener Kapitel deutscher Kolonialpräsenz in Angola. Ausgehend von Berichten und Zeugnissen deutscher Pflanzer:innen, die bis 1975 in Angola ansässig waren, zeigen wir ein Universum aus diplomatischen Dokumenten, Interviews mit ehemaligen Arbeiter:innen, Fundstücken aus Archiven, Filmen und Familienzeugnissen der noch in Angola geborenen Nachfahren und zeitgenössischen Performance-Fotografien.
Die gezielte Auswanderung nach Angola hatte nie einen offen territorialen Anspruch, wurde aber direkt und indirekt gefördert durch die Deutsche Kolonialschule Witzenhausen, Geheimabkommen zwischen England und Deutschland, Firmenzentralen, Kolonialvereine, bis hin zur westdeutschen Nachkriegspolitik.
Die Ausstellung stellt diesen Teil der deutsch-angolanischen Geschichte multiperspektivsch dar und lässt unterschiedlichste Stimmen zu Wort kommen.
Konzeption: Mussunda N’Zombo, Bruno Fonseca, Julia Schreiner, Ngoi Salucombo und Sarah Mfuende
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OG Galerie
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EXPERIMENT UND EIGENSINN. - Künstler:innen und Gestalter:innen der Kunsthochschule Berlin Weißensee 1997—2024
Seit 1997 vergibt der Freundeskreis der Kunsthochschule, die Mart-Stam-Gesellschaft, jedes Jahr den Mart Stam Preis für herausragende Abschlussarbeiten aller Fachrichtungen; er setzt sich damit über die übliche Trennung von Kunst und Design hinweg. Die Grenzen zwischen den Disziplinen sind oft fließend: Künstler:innen arbeiten mit Methoden des Design, Designer:innen lassen sich von der Kunst inspirieren.
Benannt ist der Freundeskreis nach dem niederländischen Architekten Mart Stam (1899–1986), der von 1950 bis 1952 Direktor der Kunsthochschule war. Stam gehörte zu den Pionieren der Moderne, die ihre Tätigkeit in einem gesellschaftlichen Zusammenhang sahen. Sein Beharren auf der sozialen Verantwortung von Künstler:innen und Gestalter:innen prägt das Selbstverständnis der Hochschule bis heute.
Das 80-jährige Jubiläum der Kunsthochschule war für den Freundeskreis der Anlass, zu fragen, was aus den Preisträger:innen geworden ist. Durch Videoporträts der Künstler:innen und Gestalter:innen erhalten die ausgestellten Arbeiten eine zusätzliche Dimension: In ihnen werden nicht nur die unterschiedlichsten künstlerischen Strategien deutlich, sondern auch Lebensentwürfe, die dazu ermutigen, Wege zu gehen, von denen nicht von vorneherein klar ist, wo sie hinführen. Dazu braucht es Mut zum Risiko, zum offenen Experiment und eine Portion Eigensinn.
Unter den insgesamt 182 Künstler:innen und Gestalterl:innen, die zwischen 1997 und 2024 den Mart Stam Preis erhielten, wurden 29 für die Ausstellung ausgewählt:
Neda Aydin, Antonia Doenitz, Ella Einhell, Helen Eisen, Ingo Fröhlich, Andrés Galeano, Susi Hinz, Silke Kästner, Fruzsina Kiss, Jung A Lee, Barbara Lenartz, Ingeborg Lockemann, Elke Mohr, Ulrike Mohr, Kazuki Nakahara, Lorenz Pasch, Viktoria Pidust, Sophia Pompéry, Konstantin Potapov, Marina Resende Santos, Claudia Schramke, Jannis Schulze, Markus Shimizu, Fiete Stolte, Theresa Reiwer, Vivian Tamm, Sebastian Weise, Jakob Margit Wirth, Rie Yamada
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Eine Ausstellung der Mart Stam Gesellschaft / Kuratiert von Stefan Koppelkamm und Sophia Pompéry / Gefördert durch die LOTTO-Stiftung Berlin
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Geänderte Öffnungszeiten:
Am 3./4. Oktober bleiben die Ausstellungen aufgrund des Gauklerfestes geschlossen.
Am 24./31. Dezember ist die Zitadelle von 10-14 Uhr geöffnet (statt von 13-20 Uhr).
Auf unserer Webseite erhalten Sie weitere Informationen: zitadelle-berlin.de
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Kategorien: Kunst, Kultur, Ausstellungen, Spaziergänge, Ausflüge
Bezirk: Spandau
Veranstaltungsort
Am Juliusturm 64
Veranstalter
Nächste Termine
- 18.09.2026 um 19:00 Uhr
- 19.09.2026 um 10:00 - 17:00 Uhr
- 20.09.2026 um 10:00 - 17:00 Uhr
- 21.09.2026 um 10:00 - 17:00 Uhr
- 22.09.2026 um 10:00 - 17:00 Uhr
Weitere Informationen
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