Danuta Schmidt und Coco Kühn

Wie wollen wir leben? Mit Danuta Schmidt und Coco Kühn über ihren Großvater Fritz Kühn

Der Name „Kühn“ steht für eine ganze Künstlerfamilie in Berlin. Fritz Kühn
lebte von 1910 bis 1967 in Berlin. Er arbeitete als Kunstschmied, Bildhauer,
Fotograf und Autor. Unter seinen Händen wurde harter Stahl in weiche
Formen verarbeitet. Kühn ist der bedeutendste Metallbaukünstler
Deutschlands. Er schuf zahlreiche Skulpturen und „Kunst am Bau“ Projekte,
darunter eine Trennwand in den Städtischen Bühnen Dortmund, die Fassade
der Komischen Oper in Berlin und den Brunnen am Strausberger Platz in
Berlin. Mit seinen Metallschmiede-Arbeiten gestaltete er auch viele
Innenräume, so bspw. im Kulturhaus Rüdersdorf eine Blume aus Naturstein im
Eingangsbereich in den Boden eingelassen und in Stahl gefasst sowie
Treppengeländer und Handläufe. Der vielseitige Künstler stellte im In- und
Ausland aus, unter anderem eine Einzelausstellung im Deutschen Pavillon auf
der Weltausstellung in Brüssel 1958. Fritz Kühn veröffentlichte außerdem 12
Bücher über Gestaltung und gab damit sein Wissen an die Nachwelt weiter.

Coco Kühn, Enkeltochter Fritz Kühns, ist Bildende Künstlerin. Sie lebt und
arbeitet in Berlin. Sie studierte von 1996 bis 2003 Malerei und Skulptur an der
Hochschule für Kunst und Design Burg Giebichenstein in Halle /Saale. 2005
initiierte sie die Ausstellung „36 x 27 x 10“ im entkernten Palast der Republik
mit internationalen Künstlern, wenige Tage vor dem Abriss. Sie zeigt
Ausstellungen im In- und Ausland. Seit 2011 restauriert sie gemeinsam mit
ihrem Vater Achim Kühn Kunstwerke ihres Großvaters, darunter das
Lindenblattportal der Polnischen Botschaft Berlin. Über die Restaurierung des
A-Portals der Zentral- und Landesbibliothek Berlin spricht sie in einem Vortrag.
Gezeigt werden diverse Fotografien der Skulpturen, der Kunst am Bau Projekte
und Portraits und Arbeiten am A-Portral. Auch Achim und Helgard Kühn sind
anwesend.


Danuta Schmidt ist Journalistin und Moderatorin. Mit der Berliner
"SonntagsLese" entwickelte sie 15 Jahre lang ein eigenes Diskussionsformat.
Nach einem Semester Journalismus in Leipzig in der Wendezeit wechselte sie
ins Architektur-Fach, arbeitete in verschiedenen Büros und setzte parallel ihre journalistische Entwicklung in verschiedenen Tageszeitungen, später beim
MDR-Hörfunk und im RBB Fernsehen fort. Seit 2010 arbeitet sie freischaffend.

Anmeldung ist erforderlich: Telefonisch unter (030) 54 704 142 oder per Mail an Benita Hanke (benita.hanke@ba-mh.berlin.de)

Eintritt frei, Austritt: eine Spende an den Förderverein Stadtbibliothek Marzahn-Hellersdorf e.V. zur Mitfinanzierung der Veranstaltungen.

Beginn: 20:00 Uhr
Einlass: ab 19:30 Uhr

Bei einigen Veranstaltungen in der Stadtbibliothek machen wir Fotos und/oder Videos, die ggf. auf unserer Webseite, denen unserer Partner, Facebook oder Instagram veröffentlicht werden.

Kategorien: Lesungen, Vorträge

Bezirk: Marzahn-Hellersdorf

Veranstaltungsort

Mark-Twain-Bibliothek / Bezirkszentralbibliothek
Marzahner Promenade 52-54
12679 Berlin

Veranstalter

Bezirkszentralbibliothek "Mark Twain"
Marzahner Promenade 55
12679 Berlin

Termin

  • 08.05.2026 um 20:00 Uhr

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