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Szenenstudium Mensch/Klappmaul

des 51. Jahrgangs Zeitgenössische Puppenspielkunst

Kasimir und Karoline
von Ödön von Horvath „MAN HAT HALT OFT SO EINE SEHNSUCHT IN SICH- ABER DANN KEHRT MAN ZURÜCK MIT GEBROCHENEN FLÜGELN, UND DAS LEBEN GEHT WEITER, ALS WÄR MAN NIE DABEI GEWESEN.“ 
In dem Theaterstück Kasimir und Karoline von Ödön von Horvath folgen wir mehreren Figuren auf ihrem Weg durch das Oktoberfest. Im Gewühl des rauschenden Bierfestes scheinen sich Klassenschranken vermeintlich für die Dauer eines Bierrausches aufzulösen. Vielleicht aber manifestieren sie sich auch da erst recht. Wer zahlt schliesslich für die Ekstase- und wer zahlt für die Verhältnisse? Und wie wirken sich eigentlich diese Verhältnisse auf die menschlichen Beziehungen aus? Die Besitzenden erleben das Fest „gediegen. Sehr gediegen“- Für den Kommerzienrat Rauch „sitzt da noch der Dienstmann neben dem Geheimrat, der Kaufmann neben dem Gewerbetreibenden, der Minister neben dem Arbeiter“ – so lobt er sich die Demokratie. „Trotz Krise und Politik“ - das Oktoberfest, das bringt ihm keiner um. Ob und wie sich das proletarische Fussvolk diese privilegierte Sicht der Dinge auch leisten kann, das erleben wir in Kasimir und Karoline.
Es spielen:Sarah JohnRonja BemmannEva Inselmann
Dozent:Philipp Plessmann
Puppenbau:Melanie Sowa

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