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Prima Facie

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Prima Facie

Tessa Enzler ist erfolgreiche Strafrechtsanwältin, deren Glaube an die Gerechtigkeit des bestehenden Rechtssystems unerschütterlich ist. Wenn sie ein Opfer sexueller Gewalt im Kreuzverhör auseinandernimmt, ist das für sie schlicht ein Sieg über die Staatsanwaltschaft, die eben schlampig gearbeitet hat. Als sie eine Affäre mit ihrem Arbeitskollegen Julien beginnt, dreht sich ihre Welt komplett, als er eines Abends ihre eigenen Grenzen überschreitet und sie vergewaltigt. Sie sitzt plötzlich selbst im Kreuzverhör und muss am eigenen Leib erfahren, dass das System alles andere als gerecht ist. Statt die Opfer zu schützen, schützt es die Täter. 

Suzie Miller ist selbst Juristin und hat mit Prima Facie einen eindringlichen Monolog für die Bühne geschrieben, der einen tiefen Einblick in die Mechanismen der Justiz gibt und auf erschreckende Weise zeigt, wie gesellschaftliche Konventionen dazu führen, dass Opfer sexueller Gewalt nicht geschützt werden. 

Das Thema Vergewaltigung und sexuelle Gewalt war lange Zeit ein Tabuthema, dass durch die #MeToo-Bewegung und zuletzt durch den Fall Gisèle Pelicot die nötige Öffentlichkeit erfahren hat. Pelicots Forderung “Die Scham muss die Seite wechseln”, kondensiert das grundsätzliche Problem: Das Hinterfragen der Opfer, die erst beweisen müssen, das sie den Sex wirklich nicht wollten, das sie nicht ausdrücklich “Nein” gesagt haben. Prima Facie greift dieses Problem auf. Nicht die Opfer sollten beweisen müssen, was ihnen widerfahren ist, sondern die Täter den Gegenbeweise erbringen.

Artists/Collaborators: Fyn Robin Grajetzky (Sounddesign), Daniela Guse (Dramaturgie), Bettina Rehm (Regie), Lars Georg Vogel (Bühne & Kostüme), Janis Willhausen (Licht), Frederik Wohlfarth (Licht), Suzie Miller (Autor/in), Mirjam Smeijkal

Alternative events

#Motherfuckinghood

Experiences of motherhood seldom match with the image conveyed by our culture and language. The ideal, unselfishly caring, endlessly patient and, what is more, happy mother – of course she doesn’t exist. Instead, motherhood becomes society’s predetermined... moreabout: #Motherfuckinghood

Date:
Tuesday, 06/October/2026 19:00
Venue:
Berliner Ensemble - Neues Haus
Address:
Bertolt-Brecht-Platz 1, 10117 Berlin-Mitte
Price:
from €18.85

VON FISCHEN UND FRAUEN

Die Beiden tauschen sich aus über Angelruten, Aal-Dornaugen und Lieblingsköder. Aber auch über Mütter und Großmütter, die ihre Leidenschaft fürs Angeln seit Generationen an ihre Töchter weitergeben. Ein Idyll – das gemeinsame Warten auf den Fisch. Wäre... moreabout: VON FISCHEN UND FRAUEN

Next date:
Von Fischen und Frauen
Date:
Tuesday, 06/October/2026 19:30 (24 more dates)
Venue:
Renaissance-Theater Berlin
Address:
Knesebeckstraße 100, 10623 Berlin-Charlottenburg
Price:
from €42.89

Waiting for Godot (Warten auf Godot)

Zwei Heimatlose in einer unbestimmbaren Landschaft und einer ungewissen Zeit. Sie sprechen erwartungsvoll über den zukünftigen Tag und suchen verzweifelt nach gemeinsamen Erinnerungen aus vergangener Zeit, ihre Gegenwart besteht aus nichts als Warten.... moreabout: Waiting for Godot (Warten auf Godot)

Next date:
Warten auf Godot
Date:
Tuesday, 06/October/2026 19:30
Venue:
Berliner Ensemble - Großes Haus
Address:
Bertolt-Brecht-Platz 1, 10117 Berlin-Mitte
Price:
from €12.31

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