Chinesische Orakelknochen aus der Shang-Dynastie
© Staatliche Museen zu Berlin, Museum für Asiatische Kunst / Henriette Lavalaux-Vrécourt
Die chinesischen Orakelknocheninschriften zählen zu den ältesten bekannten schriftlichen Zeugnissen der Menschheit. Sie führen uns mehr als 3300 Jahre zurück in die Zeit der Shang-Dynastie, wo sie als Medium zur Weissagung dienten.
Die meisten Orakelknochen wurden um 1900 in Anyang, in der heutigen Provinz Henan, in Zentralchina gefunden. Die Shang-Könige klärten alle wichtigen Angelegenheiten durch Wahrsagerei. Auf den Orakelknochen wurden ihre Fragen festgehalten, von alltäglichen Sorgen bis hin zu großen politischen Entscheidungen.
Ausgehend von den in der Ausstellung präsentierten Orakelknochen aus der Sammlung des Ethnologischen Museums Berlin beleuchtet der Sinologe Prof. Dr. Michael Lackner (Friedrich-Alexander-Universität Nürnberg) in Vortrag und Gespräch Praktiken der Wahr- und Weissagung in China von der Vergangenheit bis in die Gegenwart. Prof. Dr. Christian Meyer (Freie Universität Berlin/EXC 2020) moderiert.
Dieser Vortrag ist Teil der Veranstaltungsreihe zur Ausstellung „ErzählStoff. Neue Perspektiven auf Literatur“, einer Kollaboration zwischen dem EXC 2020 „Temporal Communities“ und dem Forschungscampus Dahlem.
Eintritt frei.
Price info: Free admission