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Im Wir, auf Umwegen, unter Ab-Zweigen – Eine literarische Begegnung zwischen U8 Kollektiv & Das ad hoc

Soll das ein Witz sein? Kann daraus ein Gedicht werden? Kommt der Text noch oder sollen wir schon mal anfangen? Vier Lyriker*innen zweier Berliner Literaturkollektive treffen sich zum Austausch und Experiment. Sie erkunden und erkundigen sich. Zwischen Nahverkehr und Kurz vor knapp, Cryptopad und Caligariplatz entsteht ein mehrspuriger Text, der in performativer Lesung vorgetragen wird.

Im anschließenden Gespräch über den Schreibprozess und die Arbeit in Kollektiven geht es auch um poetische Berührungspunkte, Umwege, Abzweigungen und das Anecken auf dem Weg zum Text. Ein Abend mit Laurence Ermacova und Neïtah Janzing vom U8 Kollektiv und Johanna Hühn und Manuel Irmey von Das ad hoc. Das U8 Kollektiv befasst sich mit Fragen des Schreibens im öffentlichen Raum, Mehrsprachigkeit und poetischen Bildsprachen. Das ad hoc beschäftigt sich mit Formen von (poetischer) Kollektivität und Performativität, gegenseitiger Inspiration und Unterstützung im Literaturbetrieb.

Laurence Ermacova lebt und schreibt Poesie in Berlin. Ihre Texte entstehen aus der Überschneidung von Sprachen und der Beobachtung des Alltags. Sie gibt Lyrik-Workshops in Schulen und Bibliotheken und ist aktiv in Literaturkollektiven, u. a. im Netzwerk französischsprachiger Autorinnen in Berlin und Literatur für das, was passiert. 2024 erschien ihr erster Gedicht-Band »États de mes lieux« in Éditions du Bunker, Paris. Ihr zweiter Band wird im September 2026 im selben Verlag erscheinen.

Neïtah Janzing (sie) ist eine Quebeco-Deutsche Künstlerin. Nach ihrer Ankunft in Berlin 2019 schloss sie sich dem Netzwerk französischsprachiger Autorinnen in Berlin an, mit dem sie mehrere Lesebühnen und Textwerkstätten realisierte. Sie war 2022 Stipendiatin bei Stadt.Land.Text und im Künstlerdorf Schöppingen. Ihr Schreibstil ist geprägt von Reise und Landschaften in Bewegung, taucht ein in Erinnerungen und lebt von Begegnungen.

Johanna Hühn schreibt Lyrik und übersetzt gelegentlich. Sie studierte Vergleichende Literaturwissenschaft, Politikwissenschaft und Politische Theorie und ist derzeit als Sprachbegleitung für Deutsch als Zweitsprache tätig. 2021 erschien das Langgedicht »mein körper, der da wäre« in der Reihe DOCK 11 EXPANDED.

Manuel Irmey (keine Pronomen/they) schreibt Texte zwischen Poesie und Spoken Word, meistens auf Deutsch und Englisch. Ansonsten leitet Manuel verschiedene Workshops in den Bereichen Theater, kreatives Schreiben, Queerness und Anti-Rassismus. Texte sind bisher erschienen in PS – Poltisch schreiben, Parabolis Virtualis und Glitter. Manuel co-kuratierte 2025 die Lesungsreihe textOUR.

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