Berlin gehört zu den größten und vielfältigsten Wissenschaftsregionen in Europa. An vier Universitäten, der Charité - Universitätsmedizin Berlin, sieben Fachhochschulen, vier Kunsthochschulen, 26 privaten Hochschulen sowie über 60 Forschungsstätten lehren, forschen, arbeiten und studieren rund 200.000 Menschen aus aller Welt. In den Hochschulbereich investiert Berlin im Jahr rund 1,5 Milliarden Euro.
DFG-Förderatlas: Alle Berliner Universitäten auf Erfolgskurs - Spitzenplätze in vielen Bereichen
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat ihren Förderatlas für die Jahre 2008 - 2010 vorgelegt, in dem die Einwerbung von Fördermitteln der deutschen Hochschulen verglichen wird. Die Berliner Universitäten Freie Universität (FU), Humboldt-Universität (HU) und Technische Universität (TU) haben sich im Berichtszeitraum aus einer sehr guten Position heraus noch weiter verbessert. Die Freie Universität liegt nun deutschlandweit ohne die Mittel aus der Exzellenzinitiative mit 168,3 Millionen Euro auf Rang 1, die Humboldt-Universität mit 149,0 Millionen Euro auf Platz 5 und die Technische Universität mit 80,2 Millionen Euro auf Platz 25.
"Der bundesweite Vergleich zeigt die Leistungsfähigkeit der Berliner Hochschulen. Das Einwerben von Drittmitteln in dieser Höhe ist Ausdruck hervorragender wissenschaftlicher Leistungen und stärkt die Universitäten insgesamt. Dabei ist besonders erfreulich, dass Berlin seine Vielfalt an Einrichtungen und Themenfeldern gewinnbringend nutzen konnte und so Mittel für die gesamte wissenschaftliche Breite und über viele Fakultäten hinweg akquiriert hat", so Wissenschaftssenatorin Sandra Scheeres. mehr
Berlin besitzt mit den Hochschulverträgen seit 1997 ein umfassendes Zielvereinbarungssystem: Hierzu gehören im Rahmen der Hochschulverträge 2010 bis 2013 die leistungsbasierte Hochschulfinanzierung, die Leistungsberichte der Hochschulen zur Erfüllung der Hochschulverträge und der Ausstattungs-, Kosten- und Leistungsvergleich.
Leistungsberichte 2010
Trotz der weltweiten ökonomischen Krisen der letzten Jahre, hat Berlin den Bereich Wissenschaft stabilisiert und konsequent jede Chance erfolgreich zum Ausbau genutzt. Seit zwei Jahren geht es sichtbar aufwärts im Forschungsbereich. Der Leistungsbericht der Berliner Hochschulen 2010 zeigt dies deutlich. Nach mehreren Jahren der strukturellen Konsoli¬dierung und des Abbaus von Personal und Studienplätzen wurde damit im Jahr 2010 eine Trendwende eingeleitet.
In den letzten fünf Jahren haben die Berliner Hochschulen sowohl ihre Strukturen den modernen Anforderungen anpassen können, wie auch die steigende Zahl Studierender aufnehmen können. Dies hat auch die Chancen für Berliner „Landeskinder“ erhöht, an einer Berliner Hochschule studieren zu können. Der Bericht zeigt, der Wissenschafts- und Studienort Berlin ist von Dynamik gekennzeichnet und im Ländervergleich sehr gut. Die hohe Quote an Abschlüssen verdeutlicht, dass die Qualität der Lehre weit über dem Bundesdurchschnitt liegt. Das hohe Wanderungssaldo (mehr Zu- als Abwanderung) zeigt die Attraktivität des Standorts. Dieser positive Trend setzt sich offensichtlich fort – das zeigen die ersten Zahlen für 2011. Es gilt in den kommenden Jahren diese gute Position zu erhalten und auszubauen. Dazu muss es weiterhin große Anstrengungen geben und die Institute müssen auch zukünftig erfolgreich zum Beispiel Mittel aus der Exzellenzinitiative einwerben, denn die durch die Erfolge bei der Exzellenzinitiative 2010 zusätzlich verfügbaren Finanzmittel in den Hochschulen sind gut verwendet worden.
Berlin setzt auch weiterhin auf die Karte Bildung und hat trotz der Haushaltskonsolidierung hier wirksam in die richtigen Schwerpunkte investiert, das werden wir auch weiterhin so machen.
Leistungsberichte 2010 - Zusammenfassende Auswertung
Leistungsberichte 2010
Die Sicherung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit des Berliner Wissenschaftsstandortes ist ein besonderes Anliegen des Berliner Senats. Mit den Hochschulverträgen für den Zeitraum 2010 bis 2013 und der in ihnen vereinbarten neuen, bundesweit einmaligen leistungsbasierten Hochschulfinanzierung liegt nach dem Masterplan „Wissen schafft Berlins Zukunft“ und der Einstein-Stiftung Berlin ein weiterer Baustein eines abgestimmten Konzeptes für die Berliner Wissenschaft vor. Dieses Konzept gewährleistet eine zukunftsfähige Finanzierung der Hochschulen in Forschung und Lehre, die besondere Unterstützung und Anschubfinanzierung der Spitzenforschung in Zukunftsfeldern und schließlich noch mehr Sichtbarkeit des Berliner Wissenschaftssystems.
Private Bildungseinrichtungen können von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft eine staatliche Anerkennung als private (nichtstaatliche) Hochschule erhalten. Mit der Anerkennung erwirbt die Bildungseinrichtung das Recht, die Bezeichnungen „Hochschule“, „Fachhochschule“ oder „Universität“ zu führen und aufgrund ihrer Studiengänge Hochschulprüfungen abzunehmen und Hochschulgrade zu verleihen. Die an einer staatlich anerkannten privaten Hochschule erworbenen Abschlüsse verleihen die gleichen Berechtigungen wie solche an staatlichen Hochschulen. Die staatliche Anerkennung bietet auch die Grundlage für die Beantragung von Ausbildungsförderung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) durch die Studierenden. mehr
Die Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen im Sekretariat der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland ist die zuständige Stelle für Angelegenheiten der Bewertung und Einstufung ausländischer Bildungsnachweise. Weitere Informationen zur Anerkennung und Bewertung von Studienabschlüssen oder sonstigen Bildungsnachweisen sowie zur Führung eines ausländischen oder eines inländischen Hochschulgrades finden Sie hier.

Rassenideologie, Antisemitismus, Euthanasie, „Generalplan Ost“ sind nur einige wenige Begriffe, die für die menschenverachtende Ideologie des Nationalsozialismus stehen: Eine Ideologie, welche die gesamte Gesellschaft durchdrungen hatte und die von vielen - von viel zu vielen - geteilt und auch durch viele Einrichtungen und ihr Handeln unterstützt worden ist.
Welche Rolle haben in diesen Jahren - 1933 bis 1945 - die Wissenschaftseinrichtungen in Berlin gespielt? Wie weit waren sie in den Nationalsozialismus verstrickt? Haben sie diese Verstrickung aufgearbeitet? Die Broschüre gibt einige Antworten auf diese Fragestellungen.
Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft
Bernhard-Weiß-Str. 6
D-10178 Berlin-Mitte
Stadtplan
Telefon 030 90227 5050
U+S Alexanderplatz
