Kultursenator zu Gast

10.03.2019

Kultursenator Dr. Klaus Lederer am Schlagzeug-1
Bild: H. Herschel

Dr. Klaus Lederer besucht die Zweigstelle Mitte

Im Rahmen des Kulturdialogs im Bezirk Mitte besuchte Kultursenator Dr. Klaus Lederer am 6. Februar 2019 auch die Zweigstelle Mitte der Musikschule Fanny Hensel in der Wallstr. 42. Lesen Sie nachfolgend Ausschnitte aus einem Artikel von Anna-Lena Wenzel.

… Nur ein paar Straßen weiter, in der Wallstraße 42, ist die nächste Station: die Zweigstelle Mitte der Musikschule Fanny Hensel, in der wir von der Leiterin Frau Kaschny und ihrem Team herzlich begrüßt und gleich zum Mitmachen animiert werden. Sofort wird spürbar: Musik verbindet und Musik geht durch den Körper.
Es folgt eine kurze Auflistung der vielfältigen Aktivitäten der Musikschule, die von Gesang und Tanz über einzelne Instrumentalkurse bis zur Musikalischen Früherziehung und der Studienvorbereitung reichen. Darüber hinaus gibt es Kooperationen mit Schulen, Bildungs- und Sozialpartnern und den kulturellen Bildungsverbünden. Jährlich finden ca. 250 Veranstaltungen wie Konzerte und Jugend musiziert-Wettbewerbe, die allerdings aufgrund der kleinen Kapazitäten des hiesigen Konzertsaals häufig in anderen Musikschulen aufgeführt werden.
Herr Link, der die Fachgruppe Inklusion leitet, wirft das Stichwort Inklusion in den Raum und ruft die Gruppe dazu auf Begriffe und Assoziationen zu nennen, die damit verbunden sind. Inklusion ist das Thema, das sich die Leiterin, die seit einem Jahr im Amt ist, ganz groß auf die Agenda geschrieben hat. Sie würde gerne die bestehenden Angebote erweitern und sowohl Angebote für Hochaltrige als auch Menschen mit Behinderung anbieten. Doch das Gebäude ist nicht komplett barrierefrei.
Die Barrierefreiheit der Gebäude ist jedoch nur ein Teil auf dem Weg zur inklusiven Musikschule. Viele Barrieren bestehen in den Köpfen, bei der Kommunikation (z.B. in Form komplizierter Formulare oder Vertragsbedingungen) oder in der mangelnden Qualifikation auf dem Gebiet der Inklusion. Um dies zu beheben hat die Leiterin zwei Kollegen im Bereich „Musik mit Menschen mit Behinderungen“ fortbilden lassen.
Als in der Ferne Musik erklingt, folgen wir den Klängen in den Ballettsaal. Hier wird davon berichtet, dass die Auslastung des Hauses extrem hoch ist und insbesondere durch die Einführung der Ganztagsschulen der Bedarf an Räumen zur Nachmittagszeit dazu führt, dass nicht so viele Kurse angeboten werden können, wie gewollt. Ein weiteres Problem ist, dass die Räume nicht so gut isoliert sind, wie sie sein sollten, was insbesondere für laute Instrumente schnell zum Problem wird. Unsere letzte Station führt uns deshalb zu den Schlagzeugen, die sich im Keller befinden.
Als alle an den Instrumenten verteilt sind, wird mit taktvoller Unterstützung ein letztes Mal die Berlin-Hymne „du bist so wunderbar Berlin“ angestimmt. Wie lautete noch der andere bekannte Berlin-Slogan von Lederers Vorgänger Klaus Wowereit? Berlin sei arm aber sexy. Den Hoffnungen auf höhere Förderungen durch den Senat nimmt Lederer gleich jegliche Hoffnungen, in dem er auf den angespannten Haushalt und den kommenden Brexit verweist. Doch Frau Kaschny geht es nicht ums Geld, ihr ist es ein Anliegen, wenn es eine gemeinsame Servicestelle aller Berliner Musikschulen geben würde, in der überbezirkliche Aufgaben und Themen wie z. B. Datenschutzverordnungen und Vertragsentwürfe bearbeitet werden könnten…

———————————

zu weiteren Meldungen »