Angesichts des rasanten demografischen Wandels in unserer Gesellschaft ist Barrierefreiheit für immer mehr Menschen – nicht nur behinderte – lebensnotwendig und entwickelt sich rasch zu einem allgemeinen Qualitätsmerkmal.
Grundsätzlich können wir davon ausgehen, dass derzeit 10 Prozent der Bevölkerung auf Barrierefreiheit zwingend angewiesen sind.
30 bis 40 Prozent brauchen sie als notwendige Hilfe bei der Bewältigung des alltäglichen Lebens und für alle anderen stellt Barrierefreiheit eine Komfortverbesserung dar.
Berlin befindet sich auf dem Weg zu einer barrierefreien Stadt. Vor allem in den letzten 15 – 20 Jahren hat es enorme Fortschritte gegeben, auch wenn das Ziel noch lange nicht erreicht ist.
Im Rahmen der AG Bauen und Verkehr barrierefrei wurde am 9. Juni 2009 mit den Betroffenenverbänden, Experten und Vertretern der Verwaltung eine Prioritätenliste "Aufzugsprogramm U-Bahn 2011 – 2016"
beschlossen. Sie befindet sich in der Umsetzungsphase.
Die gegenwärtige Praxis in Berlin zeigt, dass es für den Bereich des Barrierefreien Bauens vor allem Defizite in der von der UN-Konvention geforderten Überwachung und Kontrolle gibt.
Vor dem Hintergrund von erfolgten und anstehenden Gesetzesänderungsverfahren wird die von vielen Seiten gewünschte Entbürokratisierung und Deregulierung thematisiert und kritisiert.
Um das barrierefreie Berlin voran zu bringen, wurde auf Initiative des Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderung daher eine Arbeitsgruppe aus Experten für barrierefreies Planen und Bauen gebildet, die ihn bei seiner Arbeit zukünftig unterstützen wird.
Die Liste der Mitglieder und Informationen zu ihren Arbeitsschwerpunkten finden Sie auf der Seite Initiativen.