Coronavirus in Berlin

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Der Dienstbetrieb der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung ist aufgrund des Einsatzes von vielen Beschäftigten im Krisenstab des Landes Berlin weiterhin eingeschränkt.

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Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen - Häusliche Gewalt weiterhin auf hohem Niveau

Pressemitteilung vom 25.11.2020

Gewalt gegen Frauen hat viele Gesichter und die Zahlen sind besorgniserregend: In Deutschland wurden 2019 117 Frauen durch ihren (Ex-) Partner getötet – d.h. mehr als zwei Frauen pro Woche. Alle 45 Minuten wird eine Frau durch ihren (Ex-) Partner schwer körperlich angegriffen oder verletzt. Allein in Berlin gab es 2019 gut 15.000 Fälle häuslicher Gewalt. Davon waren fast 80% der Geschädigten Frauen. Auch im digitalen Raum schlägt Frauen Hass entgegen, sie erleben Cyber-Stalking und werden gemobbt.

Die Corona-Pandemie hat zu einem Anstieg häuslicher Gewalt geführt. Die Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung hat auf die steigende Nachfrage nach Schutzunterkünften frühzeitig reagiert und bereits zu Beginn der Pandemie Notunterbringungsplätze für Frauen, die zu Hause nicht mehr sicher waren, eingerichtet. Aktuell stehen 205 Notunterbringungsplätze zur Verfügung. Eine Notunterkunft wird zukünftig als siebtes Frauenhaus weitergeführt werden. Darüber hinaus arbeitet die Senatsverwaltung intensiv daran, in 2021 ein achtes Berliner Frauenhaus zur Verfügung stellen zu können. In 2022 soll eine weitere Schutzeinrichtung eröffnet werden.

Gleichstellungssenatorin Dilek Kalayci: „Berlin sagt laut und deutlich Nein zu Gewalt gegen Frauen. Die Aufgabe, Frauen vor Gewalt zu schützen, hat in meinem Haus einen sehr hohen Stellenwert. Dazu gehört auch ein ausdifferenziertes Hilfesystem für betroffene Frauen und ihre Kinder: Frauenhäuser, Zufluchtswohnungen, Zweite-Stufe-Wohnungen, Beratungsangebote. In der Pandemie haben wir die Hilfsangebote weiter verstärkt und erfüllen mit der Einrichtung des 7. Frauenhauses und insgesamt 973 Schutzplätzen in Berlin die Anforderung des Übereinkommens des Europarats zur Bekämpfung von Gewalt an Frauen und häuslicher Gewalt, der sogenannten Istanbul-Konvention. Wir nehmen Diskriminierung und Frauenfeindlichkeit als strukturelle Ursachen von Gewalt gegen Frauen in den Blick. Mit dem Berliner Hilfesystem und der gut etablierten ressortübergreifenden Zusammenarbeit haben wir ein tragfähiges Fundament dafür.“

Anlässlich des heutigen Internationalen Tags gegen Gewalt an Frauen wurde die landeseigene Anti-Gewalt-Flagge als deutliches Zeichen an verschiedenen Berliner Dienstgebäuden und Einrichtungen gehisst – auch vor dem gemeinsamen Dienstgebäude der Senatsverwaltungen für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung sowie für Integration, Arbeit und Soziales. Als Zeichen der Solidarität wird das Gebäude bei Einbruch der Dämmerung bis zum nächsten Morgen außerdem orange angestrahlt, der internationalen Farbe gegen Gewalt an Frauen.

Pressekontakt: Moritz Quiske,
Pressesprecher der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung
(030) 9028-2853
pressestelle@sengpg.berlin.de