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Jaroslav Rudiš und Marion Brasch im Gespräch: Wo die Toten sprechen

Literatur LIVE

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    Jaroslav Rudiš und Marion Brasch im Gespräch: Wo die Toten sprechen

Drei Freunde – zwei Männer, eine Frau, alle irgendwo zwischen Lebensmitte und Lebensmüdigkeit – machen sich auf die Reise durch das Herz Mitteleuropas. Im Kofferraum: die Knochen eines NS-Verbrechers, die sie einem Berliner Friedhof entwendet haben, um den plündernden Neonazis zuvorzukommen. Was als absurde Mission beginnt, wird zum Roadtrip über Friedhöfe und in die Vergangenheit. Während einer der Männer versucht, auf der Rückbank einen Essay über Mitteleuropa zu schreiben und dabei immer wieder an der Aufgabe und sich selbst scheitert, werden die Stimmen der Toten mit jedem Tag lauter. In Böhmen, am Grab des Großonkels einer der Freunde, der noch als Kind tragisch ums Leben kam und seitdem durch die Familiengeschichte geistert, sind sie schließlich deutlich zu vernehmen: Sie erzählen von Liebe, Verlust und der Frage, was Erinnerung eigentlich bedeutet. - Ein temporeicher Roman voller lakonischem Humor: Jaroslav Rudiš bricht auf zu einer rasanten Odyssee entlang der Grenzen der europäischen Mitte und dessen, was uns zusammenhält.

Jaroslav Rudiš, geboren 1972 in der Tschechoslowakei, lebt heute in Lomnice nad Popelkou und Berlin und ist Schriftsteller, Drehbuchautor, Dramatiker und Musiker. Er studierte Deutsch und Geschichte in Liberec, Zürich und Berlin und arbeitete u.a. als Lehrer und Journalist. Bei Luchterhand erschienen u.a. seine Romane „Grand Hotel“, „Vom Ende des Punks in Helsinki“, „Nationalstraße“, „Winterbergs letzte Reise“ und bei btb „Der Himmel unter Berlin“. Zudem publizierte er die Graphic Novels „Alois Nebel“ (mit Jaromír 99) und „Nachtgestalten“ (mit Nicolas Mahler) sowie zuletzt die von Jaromír 99 illustrierte Erzählung „Weihnachten in Prag“. Rudiš Werke wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt und verfilmt. Zudem wurde er mit der tschechischen Verdienstmedaille und als „einer der engagiertesten Brückenbauer zwischen Deutschland und Tschechien“ mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland geehrt.

„Wo die Toten sprechen“ erscheint im September 2026 im Luchterhand Verlag

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Eine Veranstaltung von Literatur LIVE in Kooperation mit dem Luchterhand Verlag und der Thalia Buchhandlung

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