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Frauenpower IV - Pflanzen, Tränklein, Apotheke

Weibliche Arzneikunde im Haus und am Hof

Die Beschäftigung mit Heilpflanzen und Kräutern war für viele adlige Frauen im 16. Jahrhundert eine geschätzte Tätigkeit.

Was wenn um 1500 jemand krank wurde? Die Pflege der Kranken übernahmen auch damals meistens Frauen. Jede Ehefrau hatte eine Hausapotheke mit Rezepten bewährter Arzneien, die von den Müttern an die Töchter weitergegeben wurden – genauso wie die Küchengeräte. Studierte Ärzte überließen den praktischen Teil der Krankenbehandlung den Wundärzten und Badern. Wie auch der Henker hatten diese lange Zeit die besseren Kenntnisse in der Anatomie. Geburt und Wochenbett waren bis in das 18. Jahrhundert eine Sache der Frauen.

Die Beschäftigung mit Heilpflanzen und Kräutern war für viele adlige Frauen im 16. Jahrhundert eine geschätzte Tätigkeit. Die Kurfürstin Katharina von Brandenburg (gest. 1602) begründete in der Tradition ihrer Mutter eine Apotheke, die im Berliner Schloss untergebracht war und die Armen kostenlos mit Arzneien versorgte.

Die Führung führt durch den Schlossgarten sowie ausgewählte Bereiche der Ausstellung im Schloss. Im Garten werden einzelne Heilkräuter vor Ort vorgestellt. Zum Abschluss der Führung können in der Alten Küche ausgewählte Kräuter probiert und ein Kräutertee selbst zusammengestellt werden.

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