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Das Männerideal: Schwule Ästhetik im Mainstream?

Pflege, Fitness, Körperoptimierung: Vom Schönheitsdruck unter Männern – und wie Impulse aus der schwulen Community auch die Hetero-Maskulinität neu definieren.

Kosmetik und Körperdesign für Männer ist ein boomender Wirtschaftszweig. Teile der homosexuellen Community scheinen es seit jeher besonders ernst mit der Pflege und Optimierung zu nehmen. Warum ist das eigentlich so? Und kann es sein, dass da ein neues Idealbild von Männlichkeit entstanden ist, dem sogar homophobe Kreise folgen? Vor 20 Jahren hat David Beckham eine männliche Beautykultur in den Fußball gebracht, man nannte sie vorsichtshalber „metrosexuell“. Heute sind Genderrollen fluider geworden und Maskulinität ist in ihrer jahrtausendealten Gewissheit erschüttert: konservativer Backlash einerseits, Neuausrichtung männlicher Menschlichkeit andererseits.

Dieser Wandel wird auch ästhetisch sichtbar, nicht zuletzt anhand aktueller Pop-Phänomene wie der weltweit erfolgreichen, schwulen Eishockey-Serienromanze „Heated Rivalry“ oder dem in Cannes gelobten Debütfilm „Pillion“ über eine schwule Motorradgang. Interessanterweise sind schwule Romantikerzählungen besonders bei heterosexuellen Frauen beliebt. Verändern sich dadurch auch die Anforderungen an heterosexuelle Männer? Könnte man sogar die These wagen: Schwule Ästhetik gibt jetzt den Ton an?

Im April-Salon erkundet die Gastgeberin Rabea Weihser dieses Themenfeld mit Robin Solf und Peter Rehberg, beide sind Experten für queere Ästhetik und schwule Popkultur.

Robin Solf ist Entertainer, Content Creator, Moderator und Podcaster. Mit Humor und Haltung spricht er auf Social Media über Queerness, Popkultur und das Leben im Internet. Seine Inhalte verbinden Entertainment mit Aufklärung und authentischen Perspektiven und machen ihn zu einer der prägendsten queeren Stimmen seiner Generation im deutschsprachigen Raum. Er wurde 2021 bekannt als Teilnehmer der schwulen Dating-Show Prince Charming. Bis Februar 2026 moderierte er für den MDR den Podcast Sputnik Pride.

Peter Rehberg ist seit 2022 DAAD Professor für Queer Studies / Media Studies / German Studies an der University of Cincinnati (USA). Er war von 2006 bis 2011 Kulturredakteur der Siegessäule und als Chefredakteur des Magazins Männer tätig. Von 2018 bis 2022 leitete er die Sammlung des Schwulen Museums in Berlin. Zu seinen Arbeitsschwerpunkten gehören queere und schwule Männlichkeit, Pornografie, Medienkulturen des 21. Jahrhunderts und der Eurovision Song Contest. Sein Buch Hipster Porn: Queere Männlichkeiten und affektive Sexualitäten im Fanzine Butt ist 2019 bei b_books auf Deutsch erschienen und 2022 bei Routledge auf Englisch. Er hat drei Romane veröffentlicht.

Rabea Weihser war Kulturchefin von ZEIT ONLINE. Im Jahr 2021 wechselte sie für zwei Jahre zum Basketballmeister ALBA BERLIN als erste Direktorin für Kommunikation & Kultur der Bundesliga. 2025 erschien ihr Buch „Wie wir so schön wurden. Eine Biografie des Gesichts“ bei Diogenes. Jetzt arbeitet sie als freie Journalistin und ist Gastgeberin des monatlichen „Schönheitssalons“ an der Urania.

Foto: Robin Solf © Timo Gerber; Rabea Weihser © Fabian Raabe

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Pflege, Fitness, Körperoptimierung: Vom Schönheitsdruck unter Männern – und wie Impulse aus der schwulen Community auch die Hetero-Maskulinität neu definieren.

Kosmetik und Körperdesign für Männer ist ein boomender Wirtschaftszweig. Teile der homosexuellen Community scheinen es seit jeher besonders ernst mit der Pflege und Optimierung zu nehmen. Warum ist das eigentlich so? Und kann es sein, dass da ein neues Idealbild von Männlichkeit entstanden ist, dem sogar homophobe Kreise folgen? Vor 20 Jahren hat David Beckham eine männliche Beautykultur in den Fußball gebracht, man nannte sie vorsichtshalber „metrosexuell“. Heute sind Genderrollen fluider geworden und Maskulinität ist in ihrer jahrtausendealten Gewissheit erschüttert: konservativer Backlash einerseits, Neuausrichtung männlicher Menschlichkeit andererseits.

Dieser Wandel wird auch ästhetisch sichtbar, nicht zuletzt anhand aktueller Pop-Phänomene wie der weltweit erfolgreichen, schwulen Eishockey-Serienromanze „Heated Rivalry“ oder dem in Cannes gelobten Debütfilm „Pillion“ über eine schwule Motorradgang. Interessanterweise sind schwule Romantikerzählungen besonders bei heterosexuellen Frauen beliebt. Verändern sich dadurch auch die Anforderungen an heterosexuelle Männer? Könnte man sogar die These wagen: Schwule Ästhetik gibt jetzt den Ton an?

Im April-Salon erkundet die Gastgeberin Rabea Weihser dieses Themenfeld mit Robin Solf und Peter Rehberg, beide sind Experten für queere Ästhetik und schwule Popkultur.

Robin Solf ist Entertainer, Content Creator, Moderator und Podcaster. Mit Humor und Haltung spricht er auf Social Media über Queerness, Popkultur und das Leben im Internet. Seine Inhalte verbinden Entertainment mit Aufklärung und authentischen Perspektiven und machen ihn zu einer der prägendsten queeren Stimmen seiner Generation im deutschsprachigen Raum. Er wurde 2021 bekannt als Teilnehmer der schwulen Dating-Show Prince Charming. Bis Februar 2026 moderierte er für den MDR den Podcast Sputnik Pride.

Peter Rehberg ist seit 2022 DAAD Professor für Queer Studies / Media Studies / German Studies an der University of Cincinnati (USA). Er war von 2006 bis 2011 Kulturredakteur der Siegessäule und als Chefredakteur des Magazins Männer tätig. Von 2018 bis 2022 leitete er die Sammlung des Schwulen Museums in Berlin. Zu seinen Arbeitsschwerpunkten gehören queere und schwule Männlichkeit, Pornografie, Medienkulturen des 21. Jahrhunderts und der Eurovision Song Contest. Sein Buch Hipster Porn: Queere Männlichkeiten und affektive Sexualitäten im Fanzine Butt ist 2019 bei b_books auf Deutsch erschienen und 2022 bei Routledge auf Englisch. Er hat drei Romane veröffentlicht.

Rabea Weihser war Kulturchefin von ZEIT ONLINE. Im Jahr 2021 wechselte sie für zwei Jahre zum Basketballmeister ALBA BERLIN als erste Direktorin für Kommunikation & Kultur der Bundesliga. 2025 erschien ihr Buch „Wie wir so schön wurden. Eine Biografie des Gesichts“ bei Diogenes. Jetzt arbeitet sie als freie Journalistin und ist Gastgeberin des monatlichen „Schönheitssalons“ an der Urania.

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Hinweise zu Ermäßigungen: Ermäßigte Eintrittspreise: Rentner, Pensionäre, Schwerbehinderte (Karten für die Begleitpersonen erhalten Sie nur in der Urania), Schüler, Studenten, Arbeitslose und Sozialhilfeempfänger sowie Mitglieder der Urania Berlin.
Bitte halten Sie den entsprechenden Nachweis am Einlass bereit.
Urania-Mitglieder geben ihre Mitgliedsnummer in dem Feld "Aktionscode" ein und erhalten dann ihre ermäßigten Tickets zum Mitgliedspreis.

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from €27.10

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Date:
Tuesday, 21/April/2026 19:30
Venue:
Urania Berlin - Kleist-Saal
Address:
An der Urania 17, 10787 Berlin-Schöneberg
Price:
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