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Beauty-Werbung online: Gehört das auf den Index?

Von Körperwahrnehmungsstörungen bis zur Kosmetiksucht: Wenn Jugendliche zu viel Zeit in Online-Beautywelten verbringen, können sie krank werden. Soziale Medien bestehen in weiten Teilen aus nicht gekennzeichneter Kosmetikwerbung. Ist es utopisch, das eindämmen zu wollen? Hilft jetzt nur noch Medienpädagogik? Ein „Schönheitssalon“ über die Möglichkeiten des Jugendschutzes im Internet. Die Gastgeberin Rabea Weihser diskutiert mit Nilani Möhrle, der Vorsitzenden der Bundesprüfstelle für Jugendmedienschutz.

Bei allem, was wir über die Pubertät wissen, über die Neuroplastizität jugendlicher Gehirne, über die Suche nach Anerkennung und den Gruppendruck unter Heranwachsenden, könnte man auf die Idee kommen: Kosmetikwerbung ist jugendgefährdend. Immer mehr Unternehmen, Luxusmarken und deren Influencer wenden sich explizit an Minderjährige. Die bezahlen ihr Taschengeld für ihren eigenen Schaden.

Aber ist kosmetische Gestaltung nicht auch ein Spiel der Selbsterkundung, gerade für Jugendliche? Wäre eine strenge Regulierung solcher Inhalte nicht erstens illiberal und zweitens unmöglich? Wo fängt überhaupt Werbung an? Welcher Schutz ist sinnvoll, was sollte erstritten werden und welche Allianzen bräuchte es dazu?

Wenn es in Deutschland jemanden gibt, der darauf handfeste Antworten haben sollte, ist es Nilani Möhrle. Sie leitet das Referat gesetzlicher Jugendmedienschutz in der Bundeszentrale für Kinder- und Jugendmedienschutz (BzKJ) und ist die Vorsitzende der bei der BzKJ angesiedelten Prüfstelle für jugendgefährdende Medien. Seit über zehn Jahren beschäftigt sie sich in ihrer Arbeit auch mit Medien und deren Inhalten, die problematische Schönheitsideale propagieren. Dazu gehören Webseiten, die selbstschädigendes Verhalten wie Magersucht oder Bulimie propagieren. Ihr ist es wichtig, auf die Risiken solcher Angebote aufmerksam zu machen und junge Menschen zu schützen.

Rabea Weihser war Kulturchefin von ZEIT ONLINE. Im Jahr 2021 wechselte sie für zwei Jahre zum Basketballmeister ALBA BERLIN als erste Direktorin für Kommunikation & Kultur der Bundesliga. 2025 erschien ihr Buch „Wie wir so schön wurden. Eine Biografie des Gesichts“ bei Diogenes. Jetzt arbeitet sie als freie Journalistin und ist Gastgeberin des monatlichen „Schönheitssalons“ an der Urania.

Foto: Rabea Weihser © Fabian Raabe; Nilani Möhrle © BzKJ/bundesfoto/Uwe Völkner

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Von Körperwahrnehmungsstörungen bis zur Kosmetiksucht: Wenn Jugendliche zu viel Zeit in Online-Beautywelten verbringen, können sie krank werden. Soziale Medien bestehen in weiten Teilen aus nicht gekennzeichneter Kosmetikwerbung. Ist es utopisch, das eindämmen zu wollen? Hilft jetzt nur noch Medienpädagogik? Ein „Schönheitssalon“ über die Möglichkeiten des Jugendschutzes im Internet. Die Gastgeberin Rabea Weihser diskutiert mit Nilani Möhrle, der Vorsitzenden der Bundesprüfstelle für Jugendmedienschutz.

Bei allem, was wir über die Pubertät wissen, über die Neuroplastizität jugendlicher Gehirne, über die Suche nach Anerkennung und den Gruppendruck unter Heranwachsenden, könnte man auf die Idee kommen: Kosmetikwerbung ist jugendgefährdend. Immer mehr Unternehmen, Luxusmarken und deren Influencer wenden sich explizit an Minderjährige. Die bezahlen ihr Taschengeld für ihren eigenen Schaden.

Aber ist kosmetische Gestaltung nicht auch ein Spiel der Selbsterkundung, gerade für Jugendliche? Wäre eine strenge Regulierung solcher Inhalte nicht erstens illiberal und zweitens unmöglich? Wo fängt überhaupt Werbung an? Welcher Schutz ist sinnvoll, was sollte erstritten werden und welche Allianzen bräuchte es dazu?

Wenn es in Deutschland jemanden gibt, der darauf handfeste Antworten haben sollte, ist es Nilani Möhrle. Sie leitet das Referat gesetzlicher Jugendmedienschutz in der Bundeszentrale für Kinder- und Jugendmedienschutz (BzKJ) und ist die Vorsitzende der bei der BzKJ angesiedelten Prüfstelle für jugendgefährdende Medien. Seit über zehn Jahren beschäftigt sie sich in ihrer Arbeit auch mit Medien und deren Inhalten, die problematische Schönheitsideale propagieren. Dazu gehören Webseiten, die selbstschädigendes Verhalten wie Magersucht oder Bulimie propagieren. Ihr ist es wichtig, auf die Risiken solcher Angebote aufmerksam zu machen und junge Menschen zu schützen.

Rabea Weihser war Kulturchefin von ZEIT ONLINE. Im Jahr 2021 wechselte sie für zwei Jahre zum Basketballmeister ALBA BERLIN als erste Direktorin für Kommunikation & Kultur der Bundesliga. 2025 erschien ihr Buch „Wie wir so schön wurden. Eine Biografie des Gesichts“ bei Diogenes. Jetzt arbeitet sie als freie Journalistin und ist Gastgeberin des monatlichen „Schönheitssalons“ an der Urania.

Foto: Rabea Weihser © Fabian Raabe; Nilani Möhrle © BzKJ/bundesfoto/Uwe Völkner

Hinweise zu Ermäßigungen: Ermäßigte Eintrittspreise: Rentner, Pensionäre, Schwerbehinderte (Karten für die Begleitpersonen erhalten Sie nur in der Urania), Schüler, Studenten, Arbeitslose und Sozialhilfeempfänger sowie Mitglieder der Urania Berlin.
Bitte halten Sie den entsprechenden Nachweis am Einlass bereit.
Urania-Mitglieder geben ihre Mitgliedsnummer in dem Feld "Aktionscode" ein und erhalten dann ihre ermäßigten Tickets zum Mitgliedspreis.

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