Digitalisierung der Onlineprozesse

Mann am Laptop hält Bezahlkarte in der Hand und tippt etwas ab

Digitalisierung und Onlineprozesse der Abteilung IV

Mit der Einführung der digitalen Akte wird bereits heute ein Großteil der Geschäftsprozesse elektronisch bearbeitet. Im Jahr 2025 wurde zudem ein Projekt zur Einführung eines neuen Fachverfahrens initiiert, dessen Umsetzung für das Jahr 2027 vorgesehen ist.

Mit der Implementierung dieses Fachverfahrens werden künftig sämtliche Geschäftsprozesse der Abteilung größtenteils digital abgebildet und bearbeitet werden können. In Verbindung mit der digitalen Akte ermöglicht dies eine weitere Optimierung und Beschleunigung der Verfahrensabläufe und bietet die Voraussetzung dafür, zukünftig verstärkt Online-Dienstleistungen für Kundinnen und Kunden anbieten zu können.

Ziel ist es, die Prozessdurchlaufzeiten nachhaltig zu reduzieren, die Dienstleistungen online 24/7-anbieten zu können und die Bearbeitungszeiten für Bürgerinnen und Bürger sowie für Unternehmen spürbar zu verkürzen.

Großkundenschnittstelle und iKfz

Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Zahlen im Jahr 2025 mit 85.683 i-Kfz-Vorgängen, 75.156 Vorgängen über die Großkundenschnittstelle, mehr als 26.000 Online-Anträgen für Feinstaubplaketten und 2.800 Online-Anträgen auf Halterauskünfte noch einmal deutlich erhöht. Zudem wurden knapp 35.000 Anzeigen zur Mängelbeseitigung und Veräußerung von Fahrzeugen online vorgenommen. Das LABO konnte damit erneut einen großen und wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Digitalisierungsstrategie des Landes Berlin leisten.

Digitalisierung in der Kfz-Zulassung

Seit November 2025 ist es für Bürgerinnen und Bürgern möglich, ihren Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung Teil I) digital mit sich zu führen. Per App auf dem Smartphone muss dieser nicht mehr in Papierform mitgeführt werden. Die App wurde im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr vom Kraftfahrt-Bundesamt und der Bundesdruckerei GmbH entwickelt.
Geplant ist, dass die i-Kfz-App Anfang 2026 auch juristischen Personen, wie Flottenbetreibern, zur Verfügung steht.

Der digitale Fahrzeugschein kann entweder mithilfe der eID‑Funktion des Personalausweises, des elektronischen Aufenthaltstitels oder der Karte für Bürgerinnen und Bürger der Europäischen Union sowie Angehörige des Europäischen Wirtschaftsraums oder durch das Scannen eines QR‑Codes in der App ausgestellt werden.

Den QR‑Code gibt es in der Zulassungsbehörde im Rahmen eines Zulassungsprozesses oder auf Anfrage sowohl vor Ort als auch bei der Online‑Durchführung einer Zulassung.

Ein weiteres Digitalprojekt des Bundesministeriums für Verkehr ist die Zentralisierung der Zulassungsprozesse. Perspektivisch soll dafür bis Sommer 2027 ein zentrales Portal beim Kraftfahrt-Bundesamt entwickelt werden. Damit sollen die mehr als 400 Zulassungsstellen im Land deutlich entlastet werden.

Ausbau und Optimierung digitaler Bürgerdienstleistungen

Im Rahmen des im Jahr 2025 gestarteten Projekts „Digitalisierung Melde-, Pass- und Ausweiswesen“ der Senatskanzlei hat das LABO mit der Planung und Vorbereitungsmaßnahmen begonnen, um in den Jahren 2026 und 2027 weitere Onlinedienste für Bürgerinnen und Bürger bereitzustellen.

Als erste zusätzliche Dienstleistung wird die elektronische Eintragung einer Übermittlungssperre im Melderegister ermöglicht. Gleichzeitig wird die bereits verfügbare Onlineabfrage des Bearbeitungsstatus bei der Beantragung von Personalausweisen und Reisepässen weiterentwickelt. Künftig wird der Bearbeitungsstatus in Echtzeit abrufbar sein.

Im weiteren Verlauf des Projekts sollen weitere digitale Dienstleistungen folgen, darunter neben der bereits möglichen elektronischen Wohnungsanmeldung die elektronische Wohnungsabmeldung.

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