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Potsdam - Durch den Neuen Garten (Tour)

Diese Tour führt durch den Neuen Garten in Potsdam: vom Marmorpalais über Schloss Cecilienhof bis zur Glienicker Brücke.
Schloss Cecilienhof
Touristen besichtigen den Innenhof des Schlosses Cecilienhof in Potsdam. Vor 60 Jahren waren Gärtner im Innenhof eifrig dabei, einen großen, fünfzackigen Sowjetstern aus roten Geranien zu pflanzen. © picture-alliance/ dpa/dpaweb

Erleben Sie auf dieser Route typische Potsdamer Architektur und sanfte Uferwege. Und erleben Sie die herrlichen Ausblicke auf das Märkische Arkadien.

Über einen wenig bekannten Zugang nahe des ehemaligen Militärgefängnisses wird der Neue Garten betreten.

Marmorpalais, Schloss Cecilienhof

Wenn sich die Parkbäume lichten, kommt das Marmorpalais (7) in Sicht. Es war die Sommerresidenz des Friedrich-II.-Nachfolgers Friedrich Wilhelm II. Zu DDR-Zeiten diente es als Armeemuseum. Viel Restaurationsarbeit war nötig, um die kostbaren Raumausstattungen des frühklassizistischen Baus wieder herzurichten.

Genießen Sie von der Terrasse aus den Blick über den Heiligen See zu den Villen prominenter Zeitgenossen. Teils am Ufer entlang, teils durch den Park geht es nach Norden.

Schloss Cecilienhof
Der Sowjetstern im Hof des Schlosses Cecilienhof ist nach der Frühjahrsbepflanzung mit gelben Stiefmütterchen nun von Mitarbeitern der Stiftung Preußischer Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg wieder aus roten Begonien gestaltet worden.

Nun ist es nicht mehr weit zur nächsten Station der Tour, dem Schloss Cecilienhof (8). Erbaut wurde es zwischen 1913 und 1917 für den kaiserlichen Kronprinzen, der es mit seiner Familie bis 1945 bewohnte. Der englische Landhausstil verbirgt die Größe des Schlosses: 180 Räume gruppieren sich um fünf Innenhöfe. Von den 55 Schornsteinen auf dem Dach gleicht keiner dem anderen. Es war als erstes Schloss in Potsdam von Anfang an für einen
ganzjährigen Aufenthalt vorgesehen. Die Privatgemächer des Kronprinzenpaares sind wieder zu besichtigen (ganzjährig geöffnet, außer Montag).

Im Sommer 1945 war Schloss Cecilienhof Schauplatz der Potsdamer Konferenz, zu der sich wenige Wochen nach Ende des Zweiten Weltkrieges in Europa die Staats- und Regierungschefs der Siegermächte – Churchill und Attlee, Truman und Stalin – trafen. Eine Gedenkstätte mit dem historischen Konferenzraum sowie den Arbeitszimmern der Delegationsleiter erinnern daran (ganzjährig geöffnet, außer Montag).

Der Weg führt nun zum Jungfernsee. Zu Zeiten der Berliner Mauer war der gesamte Uferbereich durch Maschendrahtzäune abgeriegelt. Mitten im Grenzgebiet befand sich die Muschelgrotte (9), die zur Zeit restauriert wird. Diese Parkarchitektur diente dem König als Ort mystischer Reinigung.

Sie folgen dem Uferweg am Jungfernsee, der immer wieder herrlichen Ausblicken bietet. Dabei kommen sie an der Einsiedelei (10) vorbei, die wieder aufgebaut wurde. Auch sie war eine Parkarchitektur zur Erbauung des Königs. Verpassen Sie auf dem weiteren Weg nicht eine der spektakulärsten Sichtachsen (11) der Potsdamer Kulturlandschaft: auf der einen Seite das Marmorpalais im Neuen Garten, auf der anderen das weiße Schloss der Pfaueninsel.

Der Neue Garten endet am Hasengraben, der den Heiligen See mit der Havel verbindet.

Glienicker Brücke
Die Glienicker Brücke in Potsdam, von Berliner Seite aus fotografiert. Im Vordergrund die Havel.

Glienicker Brücke

An der Schwanenallee steht ein mit nordischen Schnitzereien verziertes Holztor mit der Inschrift »Kongsnaes«. Es gehört zu den Überbleibseln der kaiserlichen Matrosenstation von 1895. Am anderen Havel-Ufer steht das Casino im Schlosspark Glienicke.

Nun ist die Glienicker Brücke erreicht: Die 148 Meter lange Stahlkonstruktion ist 100 Jahre alt. Sie verbindet nicht nur Berlin und Potsdam, sondern ist auch ein geeigneter Aussichtspunkt: Im Hintergrund die Sacrower Heilandskirche, im Vordergrund der Schlosspark Glienicke und der Neue Garten, in der anderen Blickrichtung Schloss Babelsberg.

Von der Glienicker Brücke ist es nicht weit zur Haltestelle der Tram 93, mit der Sie zum Bahnhof zurückkommen.

Informationen

Anreise

Potsdam liegt südwestlich vor Berlin.

Potsdam ist mit der S7 oder dem RE1 zu erreichen.

Mit dem Auto: Über die A115 oder die B1 gelangt man von Berlin nach Potsdam.

Weiterführende Links

Diese Informationen entstammen dem Ausflugsflyer "Potsdam" der S-Bahn Berlin  .

Die Ausflugstipps sind Bestandteil der S-Bahn-Ausflugsflyer (Erstellung durch Kontur GbR). Die S-Bahn-Ausflugsflyer sind in allen S-Bahn-Kundenzentren kostenlos erhältlich.

Copyright: s-bahn-berlin.de
Aktualisierung: 17. September 2013
(Bilder: www.s-bahn-berlin.de ; Arne Janssen/BerlinOnline; dpa; Digitalpress / www.fotolia.com ; Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern)

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