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Berlin will 300 Flüchtlinge aus griechischen Camps aufnehmen

Pressemitteilung vom 23.06.2020

Berlin will in den kommenden Wochen bis zu 300 Menschen aus den Flüchtlingslagern auf den griechischen Inseln aufnehmen. Damit erklärt sich das Land Berlin bereit, weitaus mehr Geflüchtete aufzunehmen, als es die reguläre Verteilung geflüchteter Menschen auf die einzelnen Bundesländer (Königsteiner Schlüssel) festlegt.

Bei den Geflüchteten handelt es sich um Familien mit kranken, minderjährigen Kindern. Geplant ist, die Familien mehrheitlich in den zurzeit ungenutzten Unterkünften am Columbiadamm am Rande des Tempelhofer Feldes unterzubringen. Die ersten Familien werden Ende Juli, Anfang August nach Berlin kommen. Derzeit stellen Flüchtlingshilfeorganisationen fest, welche Familien in den Flüchtlingscamps am dringendsten Hilfe benötigen.

Elke Breitenbach, Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales: „Ich bin froh, dass wir nach den ersten unbegleiteten Minderjährigen im April 2020 nun weitere geflüchtete Menschen aus den Flüchtlingscamps auf den griechischen Inseln aufnehmen. Seit einigen Monaten haben wir die Bundesregierung gedrängt, geflüchtete Menschen aus den griechischen Flüchtlingscamps herauszuholen und ihr Leben zu retten. Jetzt können sie ihre prekäre Lebenssituation hinter sich lassen und endlich zur Ruhe kommen.
Wir wissen noch nicht, welche besonders schutzbedürftigen Menschen zu uns kommen. Wir werden aber in enger Abstimmung mit den Bundesbehörden die Aufnahme dieser Menschen vorbereiten und gewährleisten.“